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Ab in die Mitte: Preisverleihung in Wolfenbüttel

15 Kommunen starten City-Offensive 2005 - kreative Projekte für attraktive Innenstädte


HANNOVER/WOLFENBÜTTEL. Mit 15 Projekten startet "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Niedersachsen" ins Jahr 2005. Altenau, Bad Laer, Bad Lauterberg, Bad Zwischenahn, Bissendorf, Brake, Dannenberg (Elbe), Jever, Lüneburg, Nordenham, Nordhorn, Oldenburg, Osnabrück, Quakenbrück und Verden (Aller) heißen die Gewinner des Landeswettbewerbs. Ausgewählt wurden sie von einer unabhängigen Jury unter 43 Städten und Gemeinden, die sich um eine Teilnahme an der City-Offensive 2005 beworben hatten. Insgesamt 500.000 Euro Fördermittel stehen den siegreichen Kommunen im kommenden Jahr zur Verfügung. "Mit dem Geld unterstützen wir gezielte Aktionen und Veranstaltungen zur Stärkung und Belebung der Innenstädte", sagte Wirtschaftsstaatssekretär und Jury-Vorsitzender Joachim Werren bei der Preisverleihung in Wolfenbüttel. "Eine attraktive City schärft das Profil einer ganzen Stadt."

Die Vielfalt an Projektideen sei wieder beeindruckend gewesen, lobte Werren die Kreativität und den Einfallsreichtum der Kommunen. "Die Anträge haben gezeigt, dass die Städte und Gemeinden sich immer stärker auf die eigenen Potenziale und Ressourcen, ihre Identität besinnen." Das sei eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb. "Damit treffen die Kommunen den Nerv der City-Offensive", so Werren. Als besondere Ressource, die allen Städten und Gemeinden zur Verfügung stehe, nannte er die Menschen in den Kommunen, die für "Ab in die Mitte!" aus verschiedenen Berufen und Lebensumfeldern zusammenkämen, um ihre Kompetenzen und Begabungen, ihre unterschiedlichen Denkweisen und Charaktere für ihre Stadt einzubringen. Werren dankte den Initiatoren, zu denen neben dem Wirtschaftsministerium auch der Handelsverband LVMG Niedersachsen, der Unternehmerverband Einzelhandel Niedersachsen, der Niedersächsische Städtetag und der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund gehören, für ihr fortdauerndes partnerschaftliches Engagement. "Ohne die finanzielle Unterstützung der Kaufhaus-Konzerne Karstadt und Kaufhof sowie weiterer Sponsoren, darunter auch mittelständischer Unternehmen wie dem Modehaus Leffers, würde der Initiative zur Belebung der Innenstädte und Ortszentren die Basis fehlen", betonte Werren.

Die Preisträger-Projekte 2005:

• "Altenau, da wo der Pfeffer wächst" lenkt die Blicke und Nasen der Einwohner und Besucher auf das Thema Kräuter und Gewürze und sorgt für ein "schärferes" Stadtprofil.

• Bad Laer verbindet mit seinem Multimedia-Projekt "badlaer@teutopolis" Mensch und Natur miteinander und setzt die Dimensionen Zeit und Raum in Beziehung.

• Auf die weitere Stärkung des Einzelhandels und ihres Rufes als "Einkaufsstadt im Harz" konzentriert sich Bad Lauterberg mit dem Projekt "Boulevard Bad Lauterberg".

• Künstlerisch gestaltete Holzbänke sorgen beim "Bad Zwischenahner Bankgeflüster … das Bankgeheimnis am Meer" für multikulturelles Flair und mehr Aufenthaltsqualität in der City.

• Die "Bissendorfer Augen-Blicke" ermöglichen Einwohnern und Besuchern Einblicke in die zumeist eigentümergeführten Bereiche Handel und Handwerk, die die Gemeinde prägen.

• An ihre Tradition als Weserhafenstadt und die für das Stadtbild typischen Handels- und Packhäuser aus dem 19. Jh. erinnert Brake mit "Zeit zum Handeln – packen wir es an. Brakes neuer Handel in alten Pack- und Handelshäusern".

• "DAN mit der Jugend voran!" heißt es in Dannenberg (Elbe): Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleister stellen zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung, die Jugend erfährt den Erlebniswert der Arbeitswelt und beschäftigt sich aktiv mit Image, Identität und Gestaltung ihrer Stadt.

• "Wo Katzen sich raufen: Kattrepel – Eine Straße verbindet" lautet der Projekttitel in Jever. Künstler aus 15 norddeutschen Städten mit einer gleich lautenden Straße gestalten open air ihren Kattrepel in Jevers Innenstadt und lassen einen Ausstellungsrundgang entstehen.

• Zahlreiche Backsteinbauten aus verschiedenen Epochen geben Zeugnis vom architektonischen Reichtum der Stadt Lüneburg. Das Projekt "Lüneburg – backSTEINREICH" greift dies thematisch auf.

• "Ab in die Mitte! – Hinaus in die Welt: Von der Ochsenverschiffung zum Welthandel" widmet sich mit vielfältigen Aktionen der für die Entwicklung Nordenhams wichtigen Ochsenverschiffung.

• Wasser bildet das blaue Verbindungsband der Veranstaltungen in der "Wasserstadt Nordhorn".

• In Oldenburg werden temporäre Gärten an verschiedenen Standorten installiert, die den Freizeitwert, die Aufenthalts- und Flanierqualität verbessern und für "Frühlingserwachen und Sommerträume" in der City sorgen sollen.

• Verschiedene Institutionen und Unternehmen öffnen ihre Türen und gewähren Interessierten Einblicke gemäß dem Projekttitel "Osnabrück – Backstage".

• In Quakenbrück wird der Stadtname zum Programm: Mit "Der Frosch ist los … in Quakenbrück" möchte die Stadt das positive Image des grünen Tieres für Innenstadt und Handel nutzen.

• Auf ein Tier gründet sich auch der Ruf der Stadt Verden (Aller): Das Pferd steht im Zentrum aller Veranstaltungen, die jeweils in Eigenregie von Verdener Unternehmen unter dem Motto "Gute Nachbarschaft in der Reiterstadt Verden – Industrieunternehmen engagieren sich für ihre Mitte" realisiert werden.

Inspirieren lassen konnten sich die Gewinner des Landeswettbewerbs bei der Preisverleihung von einem Fachvortrag zum Thema "Markenbildung im Stadtmarketing", einer Podiumsdiskussion sowie von den 14 "Gewinnerstädten" des Wettbewerbs 2004, die noch einmal ihre Projekte präsentierten und ihre Erfahrungen weitergaben.

Kontakt:

Andreas Beuge

(0511) 120-5426

Artikel-Informationen

14.12.2004

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