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Positive Bilanz der Delegationsreise nach Syrien

Syrien zeigt großes Interesse an Niedersächsischen Produkten und Technologien


HANNOVER. Niedersachsens Wirtschaftsstaatssekretär Oliver Liersch hat mit einer rund zwanzigköpfigen Wirtschaftsdelegation vom 18. bis zum 22. Februar 2011 Syrien besucht. Stationen der Reise waren die Hauptstadt Damaskus und die zweitgrößte Stadt Aleppo.

An der viertägigen Delegationsreise, organisiert von NGlobal und der Industrie- und Handelskammer Hannover, nahmen u. a. Unternehmensvertreter aus den Bereichen Industrieautomation, Windtechnologie, chemische Industrie, Antriebstechnik, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik sowie Dienstleistungen teil.

In Damaskus wurde die gesamte Delegation von der syrischen Wirtschaftsministerin Lamia Asi empfangen, die u. a. das große Interesse Syriens an einer Kooperation im Bereich von Aus- und Weiterbildung deutlich machte. Darüber hinaus führten die Delegationsteilnehmer Gespräche mit dem stellvertretenden Transportminister Syriens, Dr. Rajeh Mohammad Saria, der in diesem Zusammenhang die großen Logistikvorhaben in Syrien vorstellte.

Eine sehr erfolgreiche Kooperationsbörse mit zahlreichen Gesprächen für die mitgereisten niedersächsischen Unternehmen bestätigte einmal mehr das große Interesse der syrischen Wirtschaft an niedersächsischen Produkten und Technologien. In Damaskus rundeten weitere Firmenbesuche das Programm ab. Die niedersächsische Firma aqua consult Ingenieur GmbH kooperiert bereits mit der syrischen General Company For Engineering Studies And Consulting (GCEC) im Bereich der Schulung und Weiterbildung von syrischen Ingenieuren und stellte diese Zusammenarbeit im Rahmen des Besuchs bei GCEC eindrucksvoll vor.

In Aleppo empfing der Gouverneur, Ali Ahmad Mansoura, den Staatssekretär sowie Vertreter des Niedersächsischen Landtags, der IHK Hannover sowie von NGlobal und gab Staatssekretär Liersch die Möglichkeit, Niedersachsen als innovativen Standort im Herzen Europas vorzustellen. Im Rahmen einer weiteren Kooperationsbörse mit anschließendem Abendessen hatten die niedersächsischen Unternehmer Gelegenheit, sich mit syrischen Offiziellen in Aleppo über Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen.

Der Wunsch, Syrien zu besuchen, war vielfach von Unternehmerseite geäußert worden und führt die „Arabische Initiative“ weiter, die im Jahr 2004 vom damaligen Wirtschaftsminister Walter Hirche ins Leben gerufen wurde. In einem ersten Nachgespräch bewerteten die mitgereisten Unternehmen die Reise als sehr positiv. Die Kooperationsbörse in Damaskus wurde sogar von einem bereits häufig bei Delegationsreisen in die arabischen Länder teilnehmenden Unternehmen als die erfolgreichste ihrer Art im arabischen Raum angesehen.

Die syrische Wirtschaft befindet sich seit Jahren in einem Transformationsprozess von der Staatswirtschaft hin zu einer sozialen Marktwirtschaft. Die wichtigsten Ausfuhrgüter Syriens sind Erdöl und Erdölprodukte, Nahrungsmittel, Textilien und Bekleidung. Zu den Haupteinfuhrgütern zählen Maschinen und Transportausrüstungen, Metalle und Metallerzeugnisse, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel sowie chemische Produkte. Deutsche Produkte genießen einen guten Ruf und Interesse besteht insbesondere an deutschen Erzeugnissen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Umwelttechnologie und Textil. Syrien liegt als zentraler Punkt auf den wichtigsten Transportrouten von Öl und Gas sowohl im Mittleren Osten als auch Richtung Europa (Türkei/Zypern). Im Unterschied zu anderen arabischen Ländern ist Syrien ein weltlich orientiertes Land, in dem die verschiedenen Religionen und Nationalitäten weitgehend konfliktlos nebeneinander leben

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Artikel-Informationen

24.02.2011

Ansprechpartner/in:
Anne Neumann

Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Pressesprecherin
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Tel: (0511) 120-5427
Fax: (0511) 120-995427

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