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Klimaschutz in Häfen und Schifffahrt

Wirtschaftsminister Althusmann fordert verstärkte Bemühungen nach dem Vorbild von Niedersachsen



Die Wirtschaftsminister der Bundesländer haben in ihrer heute zu Ende gegangenen Konferenz (am Bostalsee im Saarland) den Bericht des Bundes zur Luftreinhaltung in Häfen zur Kenntnis genommen. Wirtschaftsminister Althusmann fordert jedoch verstärkte bundesweit koordinierte Bemühungen, nach dem Vorbild aus Niedersachsen: „Es reicht nicht, wenn der Bund lediglich auf die Zuständigkeit der Länder und Hafenbetreiber hinweist. Er muss seiner Verantwortung gerecht werden und seine bundesweit koordinierenden Bemühungen verstärken. Niedersachsen ist bereits deutschlandweit ein Vorreiter beim Klimaschutz in Häfen. Mit unserem Kompetenzzentrum „Green Shipping", den LNG-betankten Fähren in Emden und Cuxhaven sowie der jüngst von mir eingeweihten Landstromanlage in Cuxhaven bieten wir gute Beispiele, die gern Nachahmer finden darf."

Im Bericht des Bundes wird unter anderem klar festgestellt: Landstromanlagen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Luftreinhaltung und auch der Lärmpegel in den Häfen werden spürbar verbessert. Während der Liegezeit im Hafen müssen Schiffe weiterhin funktionsfähig sein. Werden die Schiffe mit Strom aus dem öffentlichen Netz versorgt, entfällt die bordeigene Energieerzeugung mit Diesel oder Schweröl. In Niedersachsen ist Cuxhaven der erste Hafen der landeseigenen Niedersachsen Ports, der diese Technologie für die Frachtschifffahrt anbietet.

In Niedersachsen existiert daneben auch ein Kompetenzzentrum „GreenShipping" an den Standorten Leer und Elsfleth, das gezielt und bedarfsgerecht die aktuellen und wichtigen Fragestellungen zur Verbesserung einer nachhaltig umweltfreundlichen Hafenverkehrs aufgreift, bewertet und mögliche Lösungen entwickelt.

Die LNG-angetriebenen Fähren fahren täglich von den Standorten Emden nach Borkum und von Cuxhaven nach Helgoland. Die LNG-Betankung ist in niedersächsischen Seehäfen bereits seit drei Jahren rechtlich und technisch umgesetzt.

Artikel-Informationen

28.06.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Dr. Dominik Mayer und Julia Wolffson

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