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Neues Förderprogramm: 50 Millionen Euro aus EU-Mitteln für Forschung und Entwicklung in Unternehmen

Minister Lies: „Innovationen sind der Schlüssel für die Zukunft“

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat heute den Startschuss für die Förderung betrieblicher Innovationen gegeben. Mit Zuschüssen und Darlehen unterstützt das Land gezielt Forschung und Entwicklung in niedersächsischen Unternehmen. Bis 2020 stellt das Land rund 50 Millionen Euro an EFRE-Mitteln für die Förderung bereit, die eine Hälfte als Zuschüsse, die andere als Darlehen.

Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Innovationen sind für Unternehmen der Schlüssel zur Zukunft - das gilt ganz besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Egal in welcher Branche - wer auch in Zukunft gute Geschäfte machen will, muss sich neuen Herausforderungen und Kundenwünschen stellen und dafür Lösungen entwickeln. Ab sofort helfen wir deshalb Unternehmen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, wenn sie neue vermarktbare Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen schaffen wollen."

Auch Pilot- und Demonstrationsvorhaben könnten gefördert werden, betonte Lies. Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft könnten für Forschungs- und Entwicklungsprojekte Zuschüsse bis zu 500.000 Euro oder verzinsliche Darlehen bis zu einer Million Euro beantragen, Großunternehmen bekämen nur Darlehen. Besondere Konditionen gelten für Verbundvorhaben, in denen mehrere Unternehmen zusammenarbeiten, und für Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen. Letztere könnten dabei mit bis zu 300.000 Euro gefördert werden. Voraussetzung für die Förderung sei, dass das Projekt in einem der sieben für Niedersachsen entscheidenden Themenfelder realisiert werde, auf die das Land nach EU-Vorgaben seine Innovationsförderung konzentriert habe: Mobilitätswirtschaft, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Energiewirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Digital- und Kreativwirtschaft, Neue Materialen / Produktionswirtschaft oder Maritime Wirtschaft.

Den direkten Transfer von der Forschung in die Wirtschaft durch Gründungen aus Hochschulen fördere das Land ebenfalls nach Kräften, sagte der Minister weiter. Rund sieben Millionen Euro aus dem EFRE stünden für die Erweiterung, Modernisierung und technische Ausstattung von Technologie- und Gründerzentren bereit. Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Hier finden technologieorientierte, wissensbasierte Gründungen ideale Bedingungen für den Start und die ersten Jahre: bedarfsgerechte Räume zu günstigen Konditionen, Unterstützung bei Organisation, Marketing und Finanzierungen, außerdem fördern die Zentren die Kooperation. Damit tragen sie zur Überlebensfähigkeit junger Unternehmen bei - die Insolvenzrate ist hier deutlich niedriger als bei Gründungen außerhalb."

Ein weiterer wesentlicher Baustein der Innovationsförderung aus EU-Mitteln sei die niedrigschwellige Innovationsförderung für KMU und Handwerk mit Zuschüssen bis zu 100.000 Euro für verbesserte oder neue Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen. Die Förderung solle den Unternehmen einen Teil des technischen und wirtschaftlichen Risikos abnehmen, das etwa mit der Übernahme eines neuen Herstellungsverfahrens oder einer neuen Technik oder der Anpassung eines Produktes auf einen anderen Anwendungsbereich verbunden sei. Das Programm, das mit 20 Millionen Euro aus dem EFRE dotiert sei und seit Sommer laufe, werde gut angenommen, so Minister Lies.

Komplettiert werde die Innovationsförderung durch Mittel für kommunale Beratungsangebote zum Wissens- und Technologietransfer für KMU, für Innovationsnetzwerke und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen; dafür seien 24 Millionen Euro an EFRE-Mitteln eingeplant. Die Abwicklung sämtlicher Förderprogramme leiste die NBank, die Förderbank des Landes. Informationen und Antragsunterlagen unter www.nbank.de


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