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Niedersachsen bereit für automatisches Notrufsystem eCall

Althusmann: Digitale Innovation kann Zahl der Verkehrsopfer auf unseren Straßen verringern


Niedersachsens Verkehrs- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann hat sich heute in der Feuer- und Rettungswache Hannover von der Betriebsbereitschaft des automatischen Notrufsystems eCall überzeugt, das ab April 2018 EU-weit für alle neuzugelassenen Pkw verpflichtend ist. Die dafür erforderliche technische Aufrüstung der Notrufannahmestellen hat Niedersachsen erfolgreich für Hannover, Braunschweig und Wolfsburg umgesetzt.

Minister Althusmann: „Durch das Notrufsystem eCall können nach Schätzungen jährlich bis zu 2.500 Verkehrstote innerhalb der EU vermieden werden, da die Rettungskräfte schneller am Unfallort eintreffen. Damit wird eCall als digitale Innovation für mehr Verkehrssicherheit auch auf Niedersachsens Straßen sorgen. Niedersachsen ist bei der Umsetzung dieser Zukunftstechnologie federführend. Niedersächsische Unternehmen der Fahrzeugkommunikation sind an der Entwicklung beteiligt. Dass die Technologie für Lkw, Busse, Gefahrguttransportern und Motorräder weiterentwickelt wurde, belegt Niedersachsens Kompetenz als weltweit führendes Land im Bereich Fahrzeugbau und Entwicklung innovativer Mobilitätslösungen.“

Das europaweite, kostenfreie Notrufsystem eCall wählt im Fall eines Unfalls automatisch die 112 und gibt die Positionsdaten des Unfallfahrzeugs durch. Zusätzlich wählt sich die Notrufzentrale in das Unfallfahrzeug ein und erfragt dort die Situation. Währenddessen ist der Rettungswagen schon unterwegs zu der angegeben Position. Das System ruht im Fahrbetrieb und wird erst im Fall eines Unfalls aktiviert. Ab April 2018 muss die Technologie in allen neuzugelassenen Neufahrzeugen in der EU eingebaut sein.

Niedersachsen hatte sich 2015 erfolgreich für die Umsetzung des EU-weiten Notrufsystems eCall beworben und diese in 11 EU-Ländern in Abstimmung mit der Bundesregierung und den deutschen Bundesländern koordiniert. Die Kosten des Projekts lagen bei 30 Millionen Euro, die zur Hälfte aus EU-Fördermitteln finanziert wurden.


Artikel-Informationen

20.02.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Dr. Eike Frenzel und Oliver Wagner

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