klar

Reaktivierung der Bahnstrecke Bad Bentheim - Nordhorn - Neuenhaus

Althusmann: „Verbessern langfristig die Mobilität der Menschen in West-Niedersachsen“



Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hat heute in Verden am Rande der VDV-Frühjahrstagung gemeinsam mit dem Vorstand der Bentheimer Eisenbahn, Joachim Berends, den Geschäftsführern der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), Carmen Schwabl und Klaus Hoffmeister sowie dem Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim, Friedrich Kethorn, den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die Reaktivierung der Bahnstrecke Bad Bentheim-Neuenhaus unterzeichnet. Der rund 28 Kilometer lange Abschnitt in der Grafschaft Bentheim führt von Neuenhaus über Nordhorn und Quendorf nach Bad Bentheim. Von dort aus besteht die Möglichkeit, mit dem IC in Richtung Amsterdam oder Berlin zu reisen oder mit dem Regionalbahn bis Hengelo oder Bielefeld. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 21 Millionen Euro, von denen Niedersachsen mehr als 15 Millionen Euro trägt.

Minister Althusmann: „Ich freue mich, dass das Projekt in der Grafschaft Bentheim so gut vorankommt und eine große Unterstützung vor Ort genießt. Die Fahrtzeit von Neuenhaus nach Bad Bentheim wird sich von 48 Minuten auf 31 Minuten deutlich verringern. Die Mobilität der Menschen in West-Niedersachsen wird durch diese Reaktivierung langfristig verbessert.“

Die LNVG sichert mit dem Vertrag Schienenpersonennahverkehr für einen Zeitraum von 20 Jahren zu. Während dieser Zeit wird die Verbindung im Stundentakt bedient. Der Verkehrsvertrag für die kommenden drei Jahre ist bereits im vergangenen Sommer mit der Bentheimer Eisenbahn geschlossen worden. Für Juni 2018 ist der Spatenstich geplant, am 7. Dezember soll die Inbetriebnahme der Strecke erfolgen.

Friedrich Kethorn sagte: „Mit der Vertragsunterzeichnung wird die Reaktivierung nun unumkehrbar: Nach einer über 40-jährigen Ruhepause dürfen sich die Menschen in der Grafschaf ab Dezember 2018 auf eine Wiederinbetriebnahme des Personenverkehrs auf der Schiene freuen. Damit geht eine Verbesserung der Mobilität und eine Aufwertung des Images für die Region einher.“

Joachim Berends erklärte: „Ein großer Wunsch der Region geht in Erfüllung. Die Grafschaft bekommt wieder eine Schienenverbindung für den Personennahverkehr. Mit dem Reaktivierungsprojekt liefern wir die Antwort auf das veränderte Mobilitätsverhalten der Gesellschaft – umweltfreundlich und flexibel mobil zu sein.“

Carmen Schwabl und Klaus Hoffmeister sagten: „Nach 44 Jahren fahren wieder Personenzüge zwischen Neuenhaus und Bad Bentheim. Gleichzeitig investieren wir kräftig in die barrierefreie Modernisierung der Bahnhöfe an der Strecke; mit Quendorf, Nordhorn-Blanke und Neuenhaus Süd entstehen sogar drei ganz neue Stationen.“

Außer der Reaktivierung der Strecke in der Grafschaft Bentheim wird derzeit an der Reaktivierung der Verbindung von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck Mitte gearbeitet. Auch dort soll die Inbetriebnahme im Dezember 2018 erfolgen.

Artikel-Informationen

13.03.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Dr. Eike Frenzel und Oliver Wagner

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln