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Strafzölle der USA würden die niedersächsische Stahl- und Aluminiumindustrie belasten

Wirtschaftsminister Althusmann kündigt Spitzengespräch mit der niedersächsischen Stahl- und Aluminiumindustrie für den 16. März an


Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann lehnt die Überlegungen der USA zu Strafzöllen für Stahl- und Aluminiumimporte als „protektionistischen Irrweg“ strikt ab und zeigt sich besorgt über mögliche Auswirkungen auf den heimischen Markt, auch im Hinblick auf mögliche Handelsumlenkungseffekte aus China und anderen Ländern in die EU. Der niedersächsische Exportanteil in die USA für Stahl betrug 2016 rund 49.000 Tonnen (42 Mio. Euro) bzw. 2017 rund 57.000 Tonnen (53 Mio. Euro).

„Die Stahlindustrie liefert unverzichtbare Grund- und Werkstoffe für die Automobilwirtschaft, Luft- und Raumfahrt, die metallverarbeitende Industrie sowie den Maschinenbau und die Bauwirtschaft. Die niedersächsischen Stahlunternehmen stellen jährlich rund 7,2 Millionen Tonnen Rohstahl her. Das sind 17 Prozent der Produktion in Deutschland. Allein in unseren vier Stahlwerken in Salzgitter, Peine, Georgsmarienhütte und Lingen arbeiten rund 10.000 Beschäftigte, in der Aluminiumindustrie sind es etwa 4.000. Für den 16. März habe ich daher Vertreter von Verbänden, Gewerkschaften und den betroffenen Unternehmen zu einem Stahlgipfel in das Niedersächsische Wirtschaftsministerium eingeladen. Dort werden wir über konkrete Auswirkungen und Konsequenzen für den heimischen Markt beraten. Bestenfalls überdenken die USA bis dahin ihre Ankündigung und lassen die Überlegungen dorthin verschwinden, wo sie hingehören: In den Papierkorb der wirtschaftspolitischen Irrtümer“, sagt der Minister.

Artikel-Informationen

05.03.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Dr. Eike Frenzel und Oliver Wagner

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