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Links zum Thema
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Presseinformationen zum Thema
Helmut Werner als JWP-Geschäftsführer verabschiedet
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Neuer Geschäftsführer der JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft
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OVG-Entscheidung zum JadeWeserPort
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OLG-Entscheidung Baulosvergabe JadeWeserPort
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Entscheidung der Vergabekammer zum Baulos 1 JadeWeserPort
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Planfeststellungsbeschluss für Container-Tiefwasserhafen
PDF, 78 KB
Tiefwasserhafen Wilhelmshaven
PDF, 100 KB
Downloads zum Thema
Rede aus Anlass der Aushändigung des Planfeststellungsbeschlusses JadeWeserPort am 20.03.07 in Aurich
PDF, 18 KB
JadeWeserPort Wilhelmshaven
Der Container-Tiefwasserhafen in Niedersachsen

Der weltweite Containerverkehr setzt sein außergewöhnliches Wachstum fort. Der Umschlag von Gütern in den Seehäfen boomt; immer größere Schiffe bestimmen das Bild der internationalen Warenströme. Durch die dynamischen Impulse der Globalisierung, die Osterweiterung der Europäischen Union und den wirtschaftlichen Aufschwung in Russland wächst insbesondere der Containerverkehr in Nordeuropa mit außergewöhnlichen Zuwachsraten.

Für die Zukunft rechnen die deutschen Seehäfen pro Jahr mit über 9 Prozent Wachstum bei der Nachfrage im Containerumschlag. Bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts kann dies zu einer Verdoppelung der Umschlagmengen führen – vorausgesetzt, es werden rechtzeitig die geeigneten Kapazitäten bereitgestellt. Fest steht: Deutschland als moderner Industriestandort und Im- und Export-Nation braucht für die kommenden Jahrzehnte einen nationalen Tiefwasserhafen, der Tide unabhängig auch von den größten Containerschiffen jederzeit angelaufen werden kann.

Gute Aussichten für den JadeWeserPort

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven kommt zur richtigen Zeit. Als Gemeinschaftsprojekt der Länder Niedersachsen und Bremen wird er nach seiner Inbetriebnahme bereits mit der Inbetriebnahme der ersten 1000 m Kaje im Herbst 2011 das Leistungsangebot der deutschen Seehafenwirtschaft nachhaltig stärken. Mit der Gesamtfertigstellung in 2012 bietet er Umschlagskapazitäten von insgesamt 2,7 Mio. TEU.

Der herausragende Standortvorteil des künftigen deutschen Container-Tiefwasserhafens hat einen herausragende Standortvorteil: Durch die vorhandene Fahrwassertiefe der Jade von 18 m bei Seekartennull ist er auch für  zukünftige Generationen von Großcontainerschiffen, die eine Kapazität von über 13.000 TEU bieten, besonders geeignet. Selbst Giganten mit einer Länge von bis zu 430 Metern und Tiefgängen bis zu 16,50 Metern werden den JadeWeserPort Tide unabhängig und ohne Wartezeiten problemlos erreichen können. An der geplanten 1.725 Meter langen Stromkaje können zeitgleich vier Großcontainerschiffe und Feederschiffe mit 16 Containerbrücken, die über eine Ausladung von 62 m verfügen, abgefertigt werden.

Wilhelmshaven soll zu einer zentralen Drehscheibe für Containerreedereien für Überseeverkehre sowie europäische Feeder- und Seetransitverkehre und nationale / europäische Landverkehre über Schiene und Straße werden. Im europaweiten Ausschreibungsverfahren um die Vergabe der 40-jährigen Betreiberkonzession des Containerterminals hat die EUROGATE-Gruppe, Bremen, im März 2006 den Zuschlag erhalten. Mit EUROGATE ist ein besonders leistungsfähiger, europaweit tätiger und mit starken Reedern verbundener Terminalbetreiber gefunden worden. Dieses Gemeinschaftsunternehmen von Eurokai (Hamburg) und der BLG Logistics Group (Bremen) ist Europas führende Container-Terminal-Logistik-Gruppe mit 9 Terminals in den Nordseehäfen und im Mittelmeer und einem Umschlagsvolumen von 13,9 Mio. Standardcontainern im Jahr 2007. An der Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG wird sich mit 30 % auch die Maersk A/S, Kopenhagen, vertreten durch APM Terminals International, weltweit drittgrößter Terminalbetreiber, beteiligen. Mit diesen Partnern werden die Potenziale des Standortes in den kommenden Jahren zügig entwickelt und der JadeWeserPort in die Reihe der großen Containerhäfen an der europäischen Nordrange zwischen Antwerpen und Hamburg geführt. Über Wilhelmshaven wird dann auch ein bedeutender Teil an europäischen Verteilerverkehren, insbesondere mit Skandinavien, den osteuropäischen EU-Ländern und Russland, abgewickelt werden. Der JadeWeserPort wird etwa 2,7 Mio. Standardcontainer pro Jahr umschlagen.

Investitionen

Für die Infrastruktur des Hafens, die örtlichen Verkehrsanbindungen sowie für die Aufspülung der Flächen sind ca. 600 Mio. Euro notwendig. Davon übernimmt die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, an der Niedersachsen mit 50,1 Prozent und Bremen mit 49,9 Prozent beteiligt sind, die terminalnahe Infrastruktur. Das Land Niedersachsen trägt die Kosten der Basisinfrastruktur, der Aufspülung der Flächen und der örtlichen Verkehrsanbindungen. Nach Errichtung der Infrastruktur wird die Betreibergesellschaft etwa 350 Mio. Euro in die Suprastruktur des Hafens investieren, also für Kräne, Transportmittel, Flächenbefestigung und Immobilien etc.

Als eines der größten norddeutschen Infrastrukturvorhaben der letzten 50 Jahre wird der JadeWeserPort der Nordwest-Region einen starken wirtschaftlichen Schub geben. Im Betrieb des Container-Terminals werden bis zum Jahr 2015 ca. 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen; weitere 1.000 hafenabhängige entstehen zeitgleich. Der Planfeststellungsbeschluss nach Wasserstraßenrecht wurde im März 2007 erteilt. Der Zuschlag für das größte Baulos mit einem Volumen von 480 Mio. Euro wurde Ende September 2007 der Bietergemeinschaft bestehend aus den Firmen Josef Möbius Bau-AG (Hamburg), Heinrich Hecker GmbH & Co. KG (Oldenburg) sowie Ludwig Voss GmbH & Co. KG (Cuxhaven) unter Führung des Papenburger Unternehmens Bunte erteilt. Dieses Baulos umfasst die Herstellung der Kaje und Flächen sowie die Baggerarbeiten.

Nach der Ablehnung der Eilanträge gegen den sofortigen Vollzug des Planfeststellungsbeschlusses durch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg Anfang März 2008 sind die bauvorbereitenden landseitigen Arbeiten intensiviert worden und die wasserseitigen Baumaßnahmen haben mit der Montage der Dückerleitungen begonnen. Die Großgeräte für den Bau der Randdämme und das Aufspülen der ca. 40 Millionen Kubikmeter Sand haben im April bzw. Mai 2008 ihre Arbeit aufgenommen. Mit Urteil und Beschluss vom 19. Juni 2008 hat das OVG Lüneburg die Klagen und Anträge gegen die bergrechtliche Genehmigung zur Sandentnahme abgewiesen, so dass auch diesbezüglich keine Hindernisse mehr bestehen.

Die Magnetwirkung des Hafens zeigt sich schon heute: Bedeutende Industrieunternehmen planen große Investitionen in Wilhelmshaven – so z.B. die E.ON Ruhrgas AG (DFTG) für einen Flüssigerdgasterminal sowie E.ON Kraftwerke und Electrabel mit jeweils einem neuen Kohlekraftwerk. und ConocoPhillips mit denplant Planungen zum den Ausbau der Raffinerie Wilhelmshaven. Zahlreiche neue Arbeitsplätze sind auch dadurch zu erwarten.

Logistikzentrum mit europäischer Bedeutung

Die Terminalfläche des JadeWeserPorts wird ca. 120 Hektar betragen. Im Terminal wird eine landseitige Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr eingerichtet, die für Ansiedler und Verlader aus der Logistikzone und der Region zur Verfügung steht. Daran wird sich eine etwa 170 Hektar große Fläche als hafennahe Logistikzone mit einem Güterverkehrszentrum für die Ansiedlung von logistik- und hafenorientierten Unternehmen anschließen. Durch den engen räumlichen Verbund zum Terminal entsteht an geografisch privilegierter Lage Wilhelmshaven ein maritimes Logistik-Cluster von europäischer Bedeutung mit leistungsfähigen Anschlüssen an die Verkehrsträger Bahn und Straße. Die Bundesautobahn A 29 endet unmittelbar vor dem Güterverkehrszentrum und der Logistikzone.

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