Ausbildungsbetriebe zeigen Flagge Wahrnehmung stärken – Medienpartner Antenne
Der Niedersächsische Pakt für Ausbildung ist ein Erfolgsmodell: Durch die gemeinsamen Anstrengungen der Partner wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr abgeschlossen. "Für dieses Jahr werden wir zusätzlich gemeinsam die Betriebe unterstützen, auch als Ausbildungsbetrieb wahrgenommen zu werden. Wer ausbildet soll dies als Kompetenzvorsprung auch nach außen dokumentieren können – und gewinnt so einen Wettbewerbsvorteil", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Walter Hirche. Deshalb erhalten Ausbildungsbetriebe von jetzt an bei den Kammern ein Qualitätssiegel des Ausbildungspaktes. "Ausbildung ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Viele Unternehmen in unserem Land nehmen diese Verantwortung seit langem sehr engagiert war. Das wollen wir jetzt mit dem Qualitätssiegel öffentlich noch stärker honorieren", sagte Ministerpräsident Wulff.
Jeder Ausbildungsbetrieb kann damit in Anzeigen, Firmenprospekten, an der Eingangstür eigenständig werben. Hirche übergab Kai Fischer, Geschäftsführer von Hit-Radio Antenne als erstem Unternehmen das Qualitätssiegel. Hit-Radio Antenne wird als Medienpartner den Pakt für Ausbildung unterstützen und in den nächsten Wochen mit eigenen Werbespots für mehr Ausbildungsplätze werben. Die Landesregierung und weitere Partner werden über eigene Werbung für mehr Aufmerksamkeit zum Thema Ausbildungsplätze sorgen. Klaus Stietenroth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, begrüßte die Ausweitung der gemeinsamen Initiative für mehr Ausbildung. "Das gut funktionierende Zusammenspiel der Paktpartner wird im Interesse der Jugendlichen und der Betriebe zielstrebig fortgesetzt. Wir werden auf dieser Grundlage unsere gemeinsamen Anstrengungen für einen besseren Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt weiter intensivieren", sagte Stietenroth.
Um Jugendlichen den Einstieg in die Ausbildung zu erleichtern, hat das Land im vergangenen Jahr mit den Kammern, den Unternehmerverbänden und der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen Ausbildungspakt geschlossen, um allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen in Niedersachsen ein Angebot zu machen. Besondere Unterstützung erhalten benachteiligte Jugendliche durch die 44 vom Land geförderten Pro-Aktiv-Centren, die bisher über 8000 Jugendliche in Ausbildung, Arbeit oder Qualifizierung vermittelt haben. Um allen Jugendlichen Hilfe aus einer Hand anzubieten, werden die Eingliederungsinitiativen ab Juli 2005 – abgestimmt mit der Regionaldirektion und den Kommunalen Spitzenverbänden – noch enger mit den ARGEN und den Optionskommunen verzahnt.Das Land finanziert weiter zusätzliche Akquisiteure bei den Kammern, fördert erneut in besonderer Weise die Verbundausbildung und zusätzliche Ausbildungsplätze in Ziel 2-Gebieten. Die Wirtschaft stellt sich auch in diesem Jahr ihrer für 3 Jahre eingegangenen Verpflichtung, 2.500 neue Ausbildungs- und 2.000 Praktikumsstellen für Einstiegsqualifizierungen anzubieten. Die Arbeitsagenturen tragen wieder durch Berufsberatung, Vermittlung in Ausbildung und berufsvorbereitende Maßnahmen dazu bei, das Ziel zu erreichen.
Schon im Auftaktjahr 2004 Jahr war der Pakt erfolgreich: Die Kammern haben 3,4 Prozent mehr neue Ausbildungsverträge registriert als im Jahr zuvor, damit lag Niedersachsen über dem westdeutschen Schnitt. Die rechnerische Lücke zwischen Angebot und Nachfrage ist durch die Nachvermittlung geschlossen worden.
"Wir brauchen für alle jungen Menschen in Niedersachsen Ausbildung und Arbeit. Wir wollen auch in diesem Jahr allen ausbildungswilligen und –fähigen Jugendlichen eine Chance auf den Einstieg in Ausbildung bieten. Dies erfordert jedoch weiterhin erhebliche Anstrengungen der Wirtschaft und des Landes. Darum wollen wir ausbildungswillige Unternehmen jetzt in der öffentlichen Wahrnehmung stärken. Wir wollen an den Erfolg aus 2004 anknüpfen, haben in 2005 allerdings sehr viel schwierigere Bedingungen", sagte Ministerpräsident Wulff. "Ich danke ausdrücklich allen Partnern für ihr großes Engagement, den Jugendlichen eine Ausbildungsperspektive zu ermöglichen. Gleichzeitig bitte ich auch die Jugendlichen, noch flexibler zu sein und die eigenen Chancen wahrzunehmen. Ich würde mir wünschen, dass es künftig auch zur Einbindung der Gewerkschaften in unseren Niedersächsischen Pakt für Ausbildung kommt. Wir können viel bewegen, wenn alle gemeinsam an einem Strick in eine Richtung ziehen"
Die Partner des Ausbildungspaktes sind die Landesregierung, die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Hit-Radio Antenne, der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK), die Vereinigung der Handwerkskammern Niedersachsen (VHN), die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), die Unternehmensverbände Handwerk Niedersachsen (UHN) und der Landesverband der Freien Berufe.
Kontakt:
Andreas Krischat
(0511/120-5427)
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