Rösler: Streckenverlängerung der Schmalspurbahn nach Braunlage steigert Attraktivität des Harz
HANNOVER. Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Philipp Rösler und Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre unterstützen die Pläne zur Streckenverlängerung der Harzer Schmalspurbahn (HSB) zwischen Elend und Braunlage. Beide Minister sehen in der geplanten Erweiterung des Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahn positive Impulse für den Harztourismus. "Eine Realisierung dieser Verlängerung würde zu einer erheblichen Attraktivitätssteigerung für Braunlage führen und die Chance bieten, neue Gäste für den Ort und den Harz zu gewinnen", betonte Rösler nach einem gemeinsamen Arbeitstreffen in Hannover.
Der geplante Streckenneubau entlang der Bundesstraße 27 nach Elend hat eine Länge von sechs Kilometern, von denen jeweils rund drei Kilometer auf niedersächsischer und auf sachsen-anhaltinischer Seite liegen. Die geschätzten Investitionen belaufen sich auf etwa elf Millionen Euro, von denen beide Bundesländer jeweils die Hälfte übernehmen müssten.
Beide Minister einigten sich darauf, zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, die die genaue Kostenhöhe ermitteln und Fragen der Raumordnung sowie des Naturschutzes untersuchen soll. Die Studie soll Ende des Jahres vorliegen und bis Frühjahr 2010 ausgewertet sein.
Ein weiterer Punkt der Beratung war die geplante Ortsumgehung Brome (B248). Hier wurden die möglichen Varianten einer künftigen Trasse erörtert. Dabei gab Daehre seinem Amtskollegen Rösler die Zusage, jede Trassenführung auf niedersächsischem Gebiet und deren Anbindung an das Straßennetz im Land Sachsen-Anhalt zu unterstützen.
Zu der Frage der so genannten Mautausweichverkehre auf der Bundesstraße 71 und der Beschilderung auf niedersächsischer Seite, verständigten sich die Minister auf eine gemeinsame Auswertung der Zählstellen an der Bundesstraße 71. Die Inbetriebnahme der niedersächsischen Zählstelle soll spätestens Anfang 2010 erfolgen. Die Ergebnisse einer ersten Zählung sollen dann mit den Daten der Zählstellen in Sachsen-Anhalt abgeglichen und ausgewertet werden.
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