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Wirtschaftsstandort Niedersachsen

Niedersachsen ist flächenmäßig das zweitgrößte und mit rund 8 Millionen Einwohnern der Bevölkerungszahl nach das viertgrößte Bundesland und zeichnet sich als Wirtschaftsstandort durch seine zentrale Lage in der Mitte Europas aus. Die herausragende Infrastruktur von Straße, Schiene und Wasserweg schafft schnellste Verbindungen zu nationalen wie internationalen Märkten und bildet einen Dreh- und Angelpunkt des transeuropäischen Warenstroms. Die Autobahnverbindungen reichen auf der Nord-Süd-Achse von Skandinavien bis Italien, auf der West-Ost-Achse von Amsterdam/Paris/London über Berlin und Warschau bis nach Moskau.

Die niedersächsischen Seehäfen sind das Tor nach Amerika, Fernost und zum Rest der Welt. Im deutschen Vergleich liegt die niedersächsische Hafen-Gruppe beim Umschlag mit rund 47 Millionen Tonnen hinter Hamburg auf Augenhöhe mit Bremerhaven. Der Einstieg Niedersachsens in den internationalen Überseecontainerumschlag ist durch den Bau des Tiefwasserhafens JadeWeserPort sichergestellt, der im August 2012 seinen Betrieb aufnimmt. Dadurch wird das niedersächsische Wilhelmshaven zu einer neuen Drehscheibe für Handel und Wirtschaft mit Nord- und Osteuropa. In den nächsten Jahren geht es darum, die niedersächsischen Häfen in ihrer wichtigen Funktion als Eingangs- und Ausgangsportale für die deutsche Wirtschaft zum Weltmarkt und als große, stabile Arbeitgeber in ihren Regionen weiter zu entwickeln.

In Sachen Flugverkehr Richtung Osten nimmt der Hannover Airport in Deutschland eine führende Stellung ein. Mehr als 100 Ziele in Osteuropa und Zentralasien werden von hieraus direkt und über Hubs bedient. Damit steht der Flughafen der Landeshauptstadt für das Erreichen Osteuropas und der GUS-Staaten auf dem zweiten Platz unter den deutschen Flughäfen. In einem ehrgeizigen Ausbauprogramm hat Hannover Airport bis zum Ende des Jahres 2010 über 110 Millionen Euro in die zukünftigen Wachstumssegmente Cargo und Logistik sowie in den Ausbau der Airport-Business-Parks investiert.

Hannover gilt auch heute noch als DER deutsche Messestandort. Im Auftrag der Britischen Militärregierung im Jahre 1947 ins Leben gerufen, zeigt Hannover seitdem Besuchern aus aller Welt, welche Leistungen in Industrie, Technologie und Wissenschaft in Deutschland erbracht werden. Die Deutsche Messe verfügt über ein umfangreiches Know-how in der Planung und Abwicklung von jährlich rund 100 Messen und Ausstellungen im In- und Ausland mit mehr als 23.000 Ausstellern, mehr als zwei Millionen Besuchern und 15.000 Journalisten aus mehr als 100 Ländern.

Weltweit bekannt sind die Hannover Messe und die CeBIT. Sie stehen symbolisch für das, was Niedersachsen als Wirtschaftsstandort auszeichnet und was uns auch in Zukunft auszeichnen soll: für Kreativität, für Innovation, für deutsche Ingenieurskunst und für die Vermarktung dessen, was erfunden und produziert wird. Doch es gibt noch zahlreiche weitere, regelmäßig wiederkehrende Messe-Ereignisse. Als Beispiele seien genannt: die Agritechnica, die Biotechnica oder die IAA Nutzfahrzeuge

Niedersachsen ist ein europaweit führender Mobilitätsstandort. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft ist Niedersachsen beim Thema Mobilität ganz vorn mit dabei. Hier werden die größten und schönsten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut, hier werden Teile des größten Linienflugzeuges der Welt, der A 380, produziert, hier sitzt mit Volkswagen der bedeutendste Autobauer in Europa. Neben Volkswagen mit Standorten in Wolfsburg, Emden, Braunschweig, Salzgitter und seit März 2011 auch in Osnabrück produzieren weitere wichtige Spezialfahrzeughersteller Fahrzeuge in Niedersachsen.

Der Wirtschaftsraum Wolfsburg-Hannover-Braunschweig gehört mit seinem Know-how zu den größten Ballungsräumen der Automobilwirtschaft in Europa. Mehr als 700 Firmen fertigen hier alles rund um Mobilität, zum Beispiel Airbags, Autositze, Lenksysteme und Multimediatechnik. Die Fahrzeug- und Zulieferindustrie stellt mehr als 30 Prozent aller Arbeitsplätze in Niedersachsen.

Das Land gehört in enger Kooperation mit Hamburg und Bremen zu den wenigen Luftfahrtstandorten in Europa, die die komplette Wertschöpfungskette des Luftfahrzeugbaus vom Entwurf bis zur Endmontage beherrschen. Geprägt wird der Luftfahrtstandort Niedersachsen von den Airbusstandorten, dem CFK-Valley Stade sowie dem Forschungsflughafen Braunschweig, der nach Toulouse zu Europas wichtigsten Forschungszentren in den Bereichen Luftsicherheit und Verkehrsleittechnik gehört.

Als Startbahn für Industrie, Forschung und Entwicklung entwickeln hier seit mehr als 50 Jahren Wissenschaftler an verschiedenen Instituten des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums und der Technischen Universität Visionen für das Fliegen von Morgen. Mit dem neuen 30 Mio. Euro teuren C²A²S²E-Projekt, das zu gleichen Teilen von Airbus, DLR und dem Land Niedersachsen finanziert wird, sollen numerische Verfahren so weiter entwickelt werden, dass sie eine hochgenaue Simulation des fliegenden Flugzeugs ermöglichen. Das geplante europäische Satellitennavigationssystem Galileo wird in Braunschweig für den Einsatz in der Luftfahrt vorbereitet. In Stade wurde bis Sommer 2010 mit finanzieller Unterstützung des Landes das CFK Nord für ganz Norddeutschland aufgebaut, um die Querschnittstechnologie CFK schnell in die industrielle Anwendung zu bringen.

Niedersachsen hat als Energieland eine langjährige Tradition in der Erdöl- und Erdgasförderung. Der Raum Celle ist die Wiege der deutschen Erdölindustrie. Hier wurde im Frühjahr 1859 eine der weltweit ersten erfolgreichen Erdölbohrungen durchgeführt. Heute stammen rund 35 Prozent der deutschen Erdölförderung und etwa 95 Prozent der deutschen Erdgasförderung aus Niedersachsen. Auch bei den erneuerbaren Energien hat Niedersachsen eine Spitzenposition, insbesondere bei der Nutzung von Wind und Biomasse. Mit einer installierten Windenergieleistung von rund 6.700 MW ist Niedersachsen mit großem Abstand deutschlandweit führend. Gut ein Viertel der deutschen Windenergieleistung wird in Niedersachen erzeugt. Diese Position soll durch die konsequente Nutzung der Windenergie im Offshore-Bereich weiter ausgebaut werden. Als Flächenland mit langer Küstenlinie bietet Niedersachsen die besten Standortbedingungen für die Gewinnung von Windenergie im Meer.

Als traditionsreiches Agrarland stellt Niedersachsens differenzierte Land- und Ernährungswirtschaft nach der Automobilindustrie die wichtigste Branche im Land dar. Die im deutschen Vergleich überdurchschnittliche Produktivität der niedersächsischen Landwirtschaft basiert auf spezialisierten, hochindustrialisierten Betrieben. Gleichzeitig ist Niedersachsen aber auch ein bedeutender Standort des ökologischen Landbaus mit rund 1.320 Betrieben des ökologischen Landbaus, rund 75.000 ha ökologisch landwirtschaftlicher Nutzfläche und 1000 zertifizierten Unternehmen, die ökologische Produkte verarbeiten. Nicht nur der Anteil des ökologischen Landbaus wuchs in den letzten Jahren stärker als im Bundesdurchschnitt, derzeit wird auch jede dritte Kilowattstunde Strom aus Biogas in Deutschland in niedersächsischen Anlagen erzeugt. Darüber hinaus sind niedersächsische Unternehmen im Bereich der Pflanzenzucht und der grünen Gentechnik europa- und weltweit führend und niedersächsische Landmaschinenbauer zählen zu den Weltmarktführern in ihren Produktsparten.

Niedersachsen ist ein attraktives Ferienland und gehört mit rund 38,5 Millionen Übernachtungen im Jahr 2010 zu den beliebtesten Ferienländern Deutschlands. Niedersachsen hat mit den ostfriesischen Inseln das deutsche Familienferiengebiet schlechthin, im Harz die nördlichsten Skigebiete Deutschlands, in der Lüneburger Heide den ältesten deutschen Naturpark und im Wattenmeer Deutschlands größten Nationalpark. Kein anderes Bundesland bietet vom Badeurlaub an der Küste bis zum Winterurlaub im Harz eine solch einzigartige Vielfalt an Angeboten.

In der Lüneburger Heide finden sich so viele Freizeit- und Erlebnisparks nebeneinander wie sonst nirgendwo in Deutschland, so der Heide-Park Soltau, der größte Vogelpark der Welt in Walsrode, der Serengetipark Hodenhagen, das Snow Dome in Bispingen, die modernste Skihalle Europas. Der Erlebnis-Zoo Hannover hat im Mai 2010 mit der YukonBay Landschaft eine neue Attraktion hinzugewonnen und hat sich in den letzten Jahren zu einem europaweit einzigartigen Tier- und Erlebnispark entwickelt. Rund 1,6 Millionen Besucher in 2010 bescherten dem Zoo Hannover ein neues Rekordjahr. Die aktuellen Zahlen belegen, dass auch die Autostadt Wolfsburg nach 10 Jahren mit jährlich rund 2 Millionen Besuchern zu den führenden Reisedestinationen in Deutschland zählt.

Von den UNESCO-Weltkulturerbestätten in Deutschland befinden sich drei in Niedersachsen: Bereits 1985 wurden zwei Hildesheimer Kirchen samt ihrer Kunstschätze von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen: die 1000jährige Kirche St. Michael und der Dom mit seinen beeindruckenden Bronzegüssen. Das Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar wurde zusammen mit der mittelalterlichen Altstadt Goslars und ihrer Kaiserpfalz 1992 Weltkulturerbe. Das Oberharzer Wasserregal, das schon im Mittelalter zur Energieerzeugung genutzt wurde, wurde im August 2010 zum Weltkulturerbe ernannt.


Ansprechpartner:
Frau Dr. Petra Drews,
Tel.: 0511/120-5718, Fax: 0511/120-99 5718
Wirtschaftsstandort Niedersachsen

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NGlobal
Persönliche Beratung über alle Fragen der Ansiedlung erhalten Sie bei der NGlobal. Die NGlobal berät und begleitet Sie bei der Umsetzung Ihrer Ansiedlungsprojekte.

Standortatlas der NORD/LB
Niedersachsen ist immer ein guter Standort. Sie können jetzt online im Standortatlas der Nord/LB, ganz nach ihren Wünschen, den optimalen Standort für sich finden.

Kommunales Standort-Informations-System für Niedersachsen (KomSIS)
Standortsuche ohne Umwege. Dies ist das Ziel des landesweiten "Kommunalen Standort-Informations-System KomSIS". Hier finden Sie freie Gewerbeflächen in Niedersachen.

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