Die guten konjunkturellen Aussichten stützen den Optimismus der Immobilienbranche. Das Geschäftsklima der Unternehmen der Immobilienwirtschaft hat sich gegenüber der Vorjahre verbessert; der Aufwärtstrend seit Herbst 2004 ist sehr deutlich. Dieses ergab eine Sonderauswertung des DIHK im Rahmen seiner Konjunkturumfrage bei den 81 Industrie- und Handelskammern in Deutschland (DIHK-DIENSTLEISTUNGSREPORT Frühjahr 2007).
36 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Geschäftslage aktuell als "gut". Die gute Binnenkonjunktur gibt der Nachfrage nach Wohneigentum weiter Rückenwind. In den Groß- und Mittelzentren belebt die Zunahme der Ein-Personen-Haushalte ungebrochen das Geschäft. Die Entwicklung des Büroflächenleerstands ist rückläufig, wobei die Mietpreise mittlerweile wieder steigen.
Durch die im internationalen Vergleich immer noch günstigen Preise für Immobilien investieren ausländische Investoren weiterhin strategisch in große Wohnungspakete in Deutschland.
Der Norden Deutschlands konnte seine Spitzenreiterrolle bei der Bewertung der Geschäftslage weiter ausbauen. Mit einem Zuwachs um 14 Prozentpunkte gegenüber 2006 weisen die norddeutschen Immobilienunternehmen die besten Aussichten und den stärksten Anstieg der Geschäftsaussichten auf.
Nachdem in Niedersachsen in den Jahren 2003 bis 2004 die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Immobilienwirtschaft leicht gesunken ist (weitere aktuelle Zahlen liegen dem Niedersächsischen Landesamt für Statistik noch nicht vor), bekunden die Immobilienunternehmen bundesweit im Frühjahr 2007 die besten Beschäftigungspläne seit Herbst 2000. Nach langen Jahren der Krise hat die Immobilienwirtschaft nun die Wende geschafft. Die Entwicklung schafft verhaltene Impulse am Arbeitsmarkt. Zwar liegt der Beschäftigungssaldo des Immobiliensektors noch minimal im negativen Bereich (minus einem Prozentpunkt), jedoch zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass mit diesem Wert für das Jahr 2007 erstmals wieder ein Stellenaufbau erwartet werden kann. Allerdings findet die jetzige Belebung - nach Jahren der Mitarbeiterreduktion - von einem entsprechend niedrigen Beschäftigungsniveau aus statt.
Perspektiven
Die Geschäftsentwicklung bleibt positiv. Die Auftragslage hat sich weiter verbessert und es wird eine Belebung des Geschäfts erwartet. Auch die Beschäftigung dürfte wie schon im vergangenen Jahr wachsen. Grund für die positiven Aussichten in den nächsten zwölf Monaten ist die Annahme der Unternehmen, dass sich der Trend zu mehr Wohneigentum auch im Jahr 2007 verstetigt sowie ausländische Anlagegesellschaften den deutschen Wohnungsmarkt nach wie vor für günstig halten.
Von Bedeutung wird die Reform der Erbschaftsteuer sein, bei der die bislang unterschiedliche Besteuerung von Immobilien- und Finanzvermögen bis Ende 2007 neu geregelt werden soll.
Ansprechpartner
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