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JadeWeserPort Wilhelmshaven

Der Container-Tiefwasserhafen in Niedersachsen

Der weltweite Containerverkehr setzt sein außergewöhnliches Wachstum fort. Der Umschlag von Gütern in den Seehäfen boomt; immer größere Schiffe bestimmen das Bild der internationalen Warenströme. Durch die dynamischen Impulse der Globalisierung, die Osterweiterung der Europäischen Union und den wirtschaftlichen Aufschwung in Russland wächst insbesondere der Containerverkehr in Nordeuropa mit außergewöhnlichen Zuwachsraten.

Für die Zukunft rechnen die deutschen Seehäfen pro Jahr mit 5 bis 7 Prozent Wachstum beim Containerumschlag. Bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts kann dies zu einer Verdoppelung der Umschlagmengen führen - vorausgesetzt, es werden rechtzeitig die geeigneten Kapazitäten bereitgestellt. Fest steht: Deutschland als moderner Industriestandort und Im- und Export-Nation braucht für die kommenden Jahrzehnte einen nationalen Tiefwasserhafen, der Tide unabhängig auch von den größten Containerschiffen jederzeit angelaufen werden kann.

Gute Aussichten für den JadeWeserPort

Der JadeWeserPort in Wilhelmshaven kommt zur richtigen Zeit. Als Gemeinschaftsprojekt der Länder Niedersachsen und Bremen wird er nach seiner Inbetriebnahme bereits mit der Inbetriebnahme der ersten 1000 m Kaje im August 2012 das Leistungsangebot der deutschen Seehafenwirtschaft nachhaltig stärken. Mit seiner Gesamtfertigstellung im Herbst 2013 bietet er Umschlagskapazitäten von insgesamt 2,7 Mio. TEU.

In idealer geografischer Lage und mit besten Verbindungen zu den europäischen Wirtschaftszentren bietet der JadeWeserPort Premium-Service für die größten Containerschiffe. Die seewärtigen Vorteile des Standorts sind bestechend: 18 Meter Fahrwassertiefe, kurze Revierfahrt von 23 Seemeilen und das großräumige Jaderevier. Damit ist er auch für zukünftige Generationen von Großcontainerschiffen, die eine Kapazität von über 13.000 TEU bieten, besonders geeignet. Selbst Giganten mit einer Länge von bis zu 430 Metern und Tiefgängen bis zu 16,50 Metern werden den JadeWeserPort Tide unabhängig und ohne Wartezeiten problemlos erreichen können. An der geplanten 1.725 Meter langen Stromkaje können zeitgleich vier Großcontainerschiffe und Feederschiffe mit 16 Containerbrücken, die über eine Ausladung von 62 m verfügen, abgefertigt werden.

Als ideales Drehkreuz (Transshipment-Hub) dient der JadeWeserPort zudem der Intensivierung von Feeder- und Short-Sea-Verbindungen nach Skandinavien, ins Baltikum, nach Russland, Polen und Großbritannien. Die landseitige Erreichbarkeit wird durch leistungsfähige Hinterlandverbindungen gesichert. Wilhelmshaven soll zu einer zentralen Drehscheibe für Containerreedereien für Überseeverkehre sowie europäische Feeder- und Seetransitverkehre und nationale / europäische Landverkehre über Schiene und Straße werden.

Für die 40-jährige Betreiberkonzession des JadeWeserPort hat die EUROGATE-Gruppe in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhalten. Mit EUROGATE wurde ein besonders leistungsfähiger, europaweit tätiger und mit starken Reedern verbundener Terminalbetreiber gefunden. Von ihm werden auch die Investitionen für die Suprastruktur in Höhe von 350 Mio. Euro übernommen. An der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven GmbH & Co. KG beteiligt sich mit 30% die APM Terminals International, eine Tochter der Maersk A/S, Kopenhagen. Weiterhin hat die russische National Container Company (NCC), Moskau, eine Beteiligungsoption.

Investitionen

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Infrastruktur des Hafens, die örtlichen Verkehrsanbindungen sowie für die Aufspülung der Flächen beläuft sich auf rund 650 Mio. Euro. Davon übernimmt die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, an der Niedersachsen mit 50,1 Prozent und Bremen mit 49,9 Prozent beteiligt sind, die terminalnahe Infrastruktur. Das Land Niedersachsen trägt die Kosten der Basisinfrastruktur, der Aufspülung der Flächen und der örtlichen Verkehrsanbindungen. Nach Errichtung der Infrastruktur wird die Betreibergesellschaft etwa 350 Mio. Euro in die Suprastruktur des Hafens investieren, also für Kräne, Transportmittel, Flächenbefestigung und Immobilien etc.

Als eines der größten norddeutschen Infrastrukturvorhaben der letzten 50 Jahre wird der JadeWeserPort der Nordwest-Region einen starken wirtschaftlichen Schub geben. Im Betrieb des Container-Terminals werden bis zum Jahr 2015 ca. 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen; weitere 1.000 hafenabhängige entstehen zeitgleich. Der Planfeststellungsbeschluss nach Wasserstraßenrecht wurde im März 2007 erteilt. Der Zuschlag für das größte Baulos mit einem Volumen von 480 Mio. Euro wurde Ende September 2007 der Bietergemeinschaft bestehend aus den Firmen Josef Möbius Bau-AG (Hamburg), Heinrich Hecker GmbH & Co. KG (Oldenburg) sowie Ludwig Voss GmbH & Co. KG (Cuxhaven) unter Führung des Papenburger Unternehmens Bunte erteilt. Dieses Baulos umfasst die Herstellung der Kaje und Flächen sowie die Baggerarbeiten.

Logistikzentrum mit europäischer Bedeutung

An das von der EUROGATE Container Terminal Wilhelmshaven betriebene Terminal des JadeWeserPort schließt sich direkt eine 160 Hektar große Logistikzone mit einem hafennahen Güterverkehrszentrum an. In privilegierter Lage finden hier vor allem hafennahe Dienstleister und Logistikunternehmen optimale Standortbedingungen. Die Bundesautobahn A 29 endet unmittelbar vor dem Güterverkehrszentrum und der Logistikzone. Hinzu kommen leistungsfähige Anschlüsse an die Verkehrsträger Bahn mit einem KV-Terminal und 16-gleisiger Vorstellgruppe sowie europäischen Feederschiffsverbindungen. Damit ist der Hafen bestmöglich angebunden. Im ersten Bauabschnitt der Logistics Zone stehen für Ansiedlungsinteressenten circa 100 Hektar für die Bebauung zur Verfügung. Die Unternehmen können auf ein erfahrenes Team von Ansiedlungsmanagern schnell und unkompliziert für das Projektmanagement zurück greifen. Mit dem Container-Tiefwasserhafen JadeWeserPort, der angrenzenden Logistics Zone und dem entstehenden Güterverkehrszentrum verfügt Wilhelmshaven über ein aktuell einmaliges Gesamtpaket.

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