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Straßenbau

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für eine funktionierende Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Unser Ziel ist es daher, dafür zu sorgen, dass das Verkehrswegenetz in Niedersachsen den steigenden Anforderungen entsprechend modernisiert und ausgebaut wird. Im Vordergrund des breiten Aufgabenspektrums stehen landesweite Grundsatz- und Koordinierungsangelegenheiten sowie die Vertretung niedersächsischer Interessen auf Bundes- und Europaebene. Darüberhinaus ist unser Haus Oberste Straßenbaubehörde des Landes.

Bundesfernstraßen
Bei den Bundesautobahnen und Bundesstraßen ist das Land aufgrund gesetzlicher Auftragsverwaltung (Art. 90 Abs. 2 GG) für Planung, Bau und Betrieb zuständig. Das Netz der Bundesautobahnen hat in Niedersachsen eine Länge von rund 1400 Kilometern mit etwa 1900 Brücken, das Netz der Bundesstraßen eine Länge von rund 4800 Kilometern mit etwa 2300 Brücken. Hinzu kommen noch Radwege an den Bundesfernstraßen mit einer Länge von rund 3000 Kilometern. Auf Landesebene betreut die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) die Bundesfernstraßen. Dieser Behörde obliegt u. a. die Planung, der Neu- und Umbau sowie die Erhaltung des gesamten Straßennetzes.

Die gesetzliche Grundlage für den Aus- und Neubau ist der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen, der vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Zuständig auf Bundesebene ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Landesstraßen
In einem Flächenland wie Niedersachsen sind die Landesstraßen zusammen mit den Bundesfernstraßen Garant und Rückgrat für die Mobilität der Menschen und den Transport von Gütern bis in die kleinsten Winkel des Landes. Im Bereich der Landesstraßen stehen nicht wie im Bundesfernstraßenbereich große Aus- und Neubauprojekte im Fokus, sondern primär die Erhaltung des mehr als 8000 Kilometer langen, historisch gewachsenen Straßennetzes mit seinen 1900 Brückenbauwerken und 4400 Kilometer Straßen begleitenden Radwege.

Niedersachsen hat neue Wege zur Erhaltung der Landesstraßen beschritten. Als eines der ersten Bundesländer haben wir ein Konzept zur Straßenerhaltung entwickelt und flächendeckend umgesetzt. Mit diesem neuen, richtungsweisenden Prognosemodell auf der Grundlage eines breiten methodischen Ansatzes steht ein Instrument zur Verfügung, mit dem erstmalig für ein komplettes Straßennetz der Schluss von der Objekt- auf die Netzebene vollzogen wurde. Die Entwicklung des Fahrbahnzustands und des Investitionsbedarfs für den Substanzerhalt lässt sich nunmehr unter Berücksichtigung der Alterung des Straßennetzes in ganz konkrete Handlungskonzepte umsetzen.

Kreisstraßen
Die Zuständigkeit für den Bau, die Unterhaltung sowie für den Betrieb der Kreisstraßen liegt grundsätzlich bei den jeweiligen Landkreisen. In 13 der 38 niedersächsischen Landkreise (incl. der Region Hannover) hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die technische Verwaltung der Kreisstraßen gegen Kostenerstattung übernommen.

Zuwendungen des Landes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden
Nach Auslaufen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) zum 31. Dezember 2006 fördert das Land Niedersachsen auf der Basis des Entflechtungsgesetzes (EntflechtG) weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden: Das Land gewährt Zuschüsse bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für förderfähige Vorhaben der Gemeinden, Landkreise oder kommunalen Zusammenschlüsse. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist zuständig für die Bewilligung entsprechender Vorhaben. Diese Aufgabe wird in Niedersachsen dezentral in den regionalen Geschäftsbereichen Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Wolfenbüttel wahrgenommen.

Unterhaltung und Betrieb
Durch die vielfältigen Aufgaben, die von den 58 Straßenmeistereien und 17 Autobahnmeistereien im Rahmen des Unterhaltungs- und Betriebsdienstes durchgeführt werden, trägt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einen wesentlichen Anteil zu einem möglichst reibungslosen Verkehrsablauf auf den niedersächsischen Straßen und Radwegen bei. Zusätzlich sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebszentrale in Hannover rund um die Uhr – auch an Wochenenden und Feiertagen – für die Verkehrssicherheit insbesondere auf den Bundesautobahnen.

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