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ESF-Förderung 2007 bis 2013

Eu-puzzel

Was ist der ESF?
Mehr Arbeitsplätze, bessere Arbeitsplätze, Chancengleichheit – so lauten die wichtigsten Ziele des ESF. Vorrangig wichtig ist es, Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung bis 2010 deutlich zu senken. Hierfür stellt die EU insgesamt 75 Mrd. Euro für den ESF in ganz Europa bereit.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist einer der Strukturfonds der Europäischen Union. Die besondere Aufgabe des ESF ist die Arbeitsmarktförderung, d. h. die Verhinderung und Bekämpfung von Arbeits­losigkeit.

In Niedersachsen ist die Region Lüneburg in der Förderphase 2007 - 2013 erstmals als sog. Zielgebiet "Konvergenz" ausgewiesen. Zu der Region Lüneburg gehören die elf Landkreise, Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg, Soltau-Fallingbostel, Stade, Uelzen und Verden. Das übrige Landesgebiet Niedersachsens, also die Regionen Braunschweig, Hannover und Weser-Ems werden als Zielgebeit "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" (RWB) bezeichnet.

Wichtige Prinzipien der ESF-Förderung sind die Grundsätze der Additionalität und Innovation. Der Grundsatz der Partnerschaft durchzieht als Leitgedanke die Förderung. Wirtschafts- und Sozialpartner aus Niedersachsen, Gebietskörperschaften, Verbänden und Institutionen aus allen niedersächsischen Regionen haben bei der Aufstellung der ESF-Programme mitgewirkt. Die Querschnittsziele der ESF-Förderung, Bewältigung des demografischen Wandels, Chancengleichheit von Männern und Frauen und Nichtdiskriminierung, sowie Nachhaltigkeit, werden über alle Schwerpunke und Einzelprograme hinweg verfolgt.

In allen Förderbereichen wird Niedersachsen eine kontinuierliche Qualitätssteuerung durch kriteriengeleitete und transparente Förderentscheidungen sowie eine kontinuierliche Kontrolle der Programmergebnisse umsetzen. Aus den ESF-Programmen sollen vor allem Projekte unterstützt werden, die einen maßgeblichen Beitrag zu den landespolitischen und europäischen Zielsetzungen leisten.

Die Bewilligung förderfähiger Projekte wird ausschließlich an der Qualität der Anträge und auf deren Beitrag zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung im Sinne der Lissabon-Strategie orientiert sein. Für die Beratung und Antragsstellung steht die NBank an ihren Standorten Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Lüneburg zur Verfügung.

Einzelheiten zu den Programminhalten der ESF-Programme in den Zielgebieten RWB und Konvergenz, entnehmen Sie bitte den nebenstehenden Programmübersichten. Daneben stehen Ihnen Informationen zu ausgewählten Förderprogrammen auf der nächsten Seite, "ESF-Förderprogramme" sowie die bereits veröffentlichten Förderrichtlinien und -grundsätze zur Verfügung.

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Ideenwettbewerbe entscheiden bei WOM
Mit dem Programm WOM werden Projekte zur überbetrieblichen beruflichen Qualifizierung von Beschäftigten sowie zur Stärkung der Kompetenzen von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung gefördert.

Die Umsetzung des Programms erfolgt über zweimal im Jahr stattfindende Ideenwettbewerbe. Das qualitative Ziel dieses neuen Verfahrens besteht darin, Themen, die für die kleinen und mittleren Unternehmen in Niedersachsen von besonderer Bedeutung sind, stärker in den Mittelpunkt der Förderung zu rücken. Lediglich in der Konvergenzregion Lüneburg wird es daneben auch Stichtage für Anträge geben, die jenseits der Wettbewerbe themenunabhängig gestellt werden können.

Die Themen der Wettbewerbe variieren, so dass bei jedem Aufruf ein anderer Aspekt der Weiterbildungsförderung beleuchtet wird.

1. ESF-Ideenwettbewerb "Betriebliche Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Wirtschaften"
Der erste Ideenwettbewerb stand unter dem Thema "Betriebliche Kompetenzentwicklung für nachhaltiges Wirtschaften".

2. ESF-Ideenwettbewerb "Systematische Personalentwicklung und Qualifizierung in KMU ..."
Der 2. Ideenwettbewerb befasst sich mit dem Thema Demografischer Wandel befassen. Unter dem Titel "Systematische Personalentwicklung und Qualifizierung in KMU unter besonderer Berücksichtigung des demografischen Wandels und älterer Beschäftigter" wurde am 30. November 2007 dieser Ideenwettbewerb ausgerufen.

3. ESF-Ideenwettbewerb "Clusterorientierte Qualifizierungsnetzwerke"
In den letzten Jahren haben sich in der Wirtschaftspolitik Clusterkonzepte als Instrument für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung etabliert. Durch die räumliche Konzentration von Wirt-schaftszweigen oder Gliedern einer Wertschöpfungskette kann eine kritische Masse von spezialisierten Produzenten, Zulieferern und/oder Dienstleistungsunternehmen entstehen. Ein Pool von Fachkräften aber auch eine besondere Nachfrage nach speziell qualifizierten Arbeitskräften, welche die Unternehmen in ihren Tätigkeiten unterstützen, sind eine häufige Folge.

Mit dem Thema des 3. Ideenwettbewerbs sollen vorhandene Stärken unter dem Fokus der Personalentwicklung gezielt gefördert und weiterentwickelt werden.

4. WOM-Ideenwettbewerb "Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten in niedersächsischen KMU"
Mit dem 4. WOM-Ideenwettbewerb sollen vorrangig Weiterbildungsprojekte für Migrantinnen und Migranten aus kleinen und mittleren Unternehmen gefördert werden.

Angesichts des demografischen Wandels wird es zunehmend wichtiger, die Potentiale von Beschäftigten mit Migrationshintergrund stärker zu nutzen. Der aktuelle Ideenwettbewerb soll dazu anregen, Projekte der beruflichen Weiterbildung gezielt für diese Personengruppe zu entwickeln. Die besten eingereichten Konzepte werden mit Mitteln des Landes und des ESF gefördert.

Weitere Informationen zu den Inhalten und Zielen des Ideenwettbewerbs finden Sie nebenstehend und auf der Seite der NBank.

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Sonderschwerpunkt FIFA
Das Sozialministerium startet einen FIFA-Aufruf zum Sonderschwerpunkt "Familienorientierte Personalentwicklung und Qualifizierung beschäftigter Frauen in KMU". Gefördert werden Maßnahmen für KMU, die eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Ziel haben. Für diesen Sonderschwerpunkt werden neben der regulären Förderung von FIFA-Projekten Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und Landesmittel bereit gestellt. Die Antragsfrist endet am 30. September 2008.

Einzelheiten finden Sie nebenstehend oder auf der Seite der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (www.nbank.de).

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Die drei Europabüros auf der Emplymentweek

Drei Europa-Büros helfen bei Förderanliegen im Konvergenzebiet
Bundesweit beispielhaft setzt das Land Niedersachsen das in Art.5 der ESF-Verordnung geforderte Partnerschaftsprinzip um. Im Konvergenzgebiet Region Lüneburg wurden dazu drei sog. "Europa-Büros" eingerichtet:

• Europa-Büro der Freien Wohlfahrtspflege
• Europa-Büro der Gewerkschaften
• Europa-Büro des Arbeitgeberverbandes

Die Europa-Büros haben jeweils unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Ihnen gemeinsam sind folgende Aufgaben:

• Information der eigenen Mitglieder über Fördermöglichkeiten
• Unterstützung der eigenen Mitglieder bei der Entwicklung von Projektideen
• Hinführung auf die Fach- und Antragsberatungen durch die NBank
• Entwicklung von Modellprojekten

Um neue Impulse zum Abbau von Arbeitslosigkeit zu ermöglichen, zur Qualifizierung von Beschäftigten und zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen werden die Europa-Büros von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Freier Wohlfahrtspflege eng zusammenarbeiten. Auf Landesebene sind sie Mitglied im sogenannten "ESF-Begleitausschuss" und begleiten auch damit die praktische Umsetzung der Förderperiode.

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