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Arbeitsförderung in Niedersachsen

Die Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sind für die niedersächsische Landesregierung Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik. Diese Schwerpunkte spiegeln sich in unserer Arbeitsförderung bzw. unseren Arbeitsmarktprogrammen wider.

Fachkräftesicherung

Ein wesentlicher Baustein zur Fachkräftesicherung ist die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. Deshalb unterstützen wir in Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" und beteiligen uns an der Finanzierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetztes (AFBG), dem sog. „Aufstiegs-BAföG". Daneben wollen wir mit den Regionalen Fachkräftebündnissen die regionale Fachkräfteversorgung und die dafür notwendigen Strukturen verbessern und gleichzeitig die Ziele und Inhalte der Fachkräfteinitiative Niedersachsen auf der regionalen Ebene verankern.

Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fördern wir mit dem Programm „Qualifizierung und Arbeit" Projekte bei Weiterbildungsträgern mit dem Ziel, Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durch persönliche Stabilisierung und Qualifizierung nachhaltig und bedarfsdeckend als Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder deren Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen oder zu verbessern. Im besonderen Fokus steht dabei die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von arbeitsmarktfernen Personen.

Ein Schwerpunkt der niedersächsischen Arbeitsmarktpolitik liegt in der Qualifizierung und beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie Langzeitleistungsbezieherinnen und -beziehern. Hier arbeitet das Land mit der Arbeitsverwaltung im Rahmen der "Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug" eng zusammen. Bis Ende Juli 2018 konnten Unternehmen in Niedersachsen für die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose eine Arbeitsplatzprämie beantragen. Die geförderten Arbeitsverhältnisse laufen noch bis Ende 2019.

Ab Anfang 2019 wird der Bund mit zwei neuen gesetzlichen Förderinstrumenten die Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen intensivieren. Mit dem neuen Angebot "Teilhabe für alle" (§ 16i SGB II neu) werden Arbeitsverhältnisse von sehr arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen durch einen Lohnkostenzuschuss gefördert. Ein zweiter Lohnkostenzuschuss kann im Rahmen des Instrumentes "Eingliederung von Langzeitarbeitslosen" (§16e SGB II neu) gewährt werden für Personen, die mindestens seit zwei Jahren arbeitslos sind. Weitere Informationen zu den neuen Instrumenten finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen

Die o. g. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehen allen Erwerbspersonen mit Unterstützungsbedarf, d. h. insbesondere auch für die in Niederachsen aufgenommenen erwerbsfähigen Flüchtlinge offen. Vor dem Hintergrund der starken Fluchtzuwanderung in den letzten zwei Jahren haben wir zur Flankierung unserer zielgruppenübergreifend ausgerichteten Arbeitsmarktprogramme daher weitere Maßnahmen und Initiativen ergriffen, die speziell auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen ausgerichtet sind.


Für die verschiedenen Arbeitsmarktprogramme und Maßnahmen setzten wir jährlich knapp 17 Mio. Euro aus Landesmitteln sowie ESF-Mittel der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 ein. Ferner stehen für Aufstiegsfortbildungen nach dem "Aufstiegs-BAföG" jährlich bis zu 30,8 Mio. Euro Landes- und Bundesmittel zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie rechts in der Infospalte. Einen Überblick über sämtliche Fördermöglichkeiten des Landes finden Sie bei der NBank.





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