Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr klar

Arbeitsförderung in Niedersachsen

Die Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sind für die niedersächsische Landesregierung Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik. Diese Schwerpunkte spiegeln sich in unserer Arbeitsförderung bzw. unseren Arbeitsmarktprogrammen wider.

Fachkräftesicherung

Ein wesentlicher Baustein zur Fachkräftesicherung ist die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. Deshalb unterstützen wir in Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" und beteiligen uns an der Finanzierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetztes (AFBG), dem sog. „Aufstiegs-BAföG". Daneben wollen wir mit den Regionalen Fachkräftebündnissen die regionale Fachkräfteversorgung und die dafür notwendigen Strukturen verbessern und gleichzeitig die Ziele und Inhalte der Fachkräfteinitiative Niedersachsen auf der regionalen Ebene verankern.

Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fördern wir mit dem Programm „Qualifizierung und Arbeit" Projekte bei Weiterbildungsträgern mit dem Ziel, Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durch persönliche Stabilisierung und Qualifizierung nachhaltig und bedarfsdeckend als Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder deren Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen oder zu verbessern. Im besonderen Fokus steht dabei die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von arbeitsmarktfernen Personen.

Ein weiterer Baustein ist die Qualifizierung von jungen Erwachsenen ohne Berufsausbildung im Alter von 25 bis 35 Jahren. Hier haben wir im Jahr 2013 in enger Kooperation mit der Arbeitsverwaltung und den Sozialpartnern im Rahmen der „Initiative zur Qualifizierung von jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss - Zweite Chance" das Programm „Erfolgsprämie" aufgelegt, das die Motivation zur Aufnahme einer Aus- oder Weiterbildung unterstützen und den Durchhaltewillen fördern soll. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung gewährt das Land eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt der niedersächsischen Arbeitsmarktpolitik liegt in der Qualifizierung und beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie Langzeitleistungsbezieherinnen und -beziehern. Hierzu haben wir gemeinsam mit der Arbeitsverwaltung die „Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug" gestartet. Im Rahmen dieser Initiativen werden modellhafte und neuartige Projekte wie Förderzentren und Werkakademien erprobt und vom Land finanziell unterstützt.

Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen

Die o. g. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehen allen Erwerbspersonen mit Unterstützungsbedarf, d. h. insbesondere auch für die in Niederachsen aufgenommenen erwerbsfähigen Flüchtlinge offen. Vor dem Hintergrund der starken Fluchtzuwanderung in den letzten zwei Jahren haben wir zur Flankierung unserer zielgruppenübergreifend ausgerichteten Arbeitsmarktprogramme daher weitere Maßnahmen und Initiativen ergriffen, die speziell auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen ausgerichtet sind.


Für die verschiedenen Arbeitsmarktprogramme und Maßnahmen setzten wir jährlich rund 18 Mio. Euro aus Landesmitteln sowie ESF-Mittel der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 ein. Ferner stehen für Aufstiegsfortbildungen nach dem "Aufstiegs-BAföG" jährlich bis zu 21,8 Mio. Euro Landes- und Bundesmittel zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen und Initiativen finden Sie rechts in der Infospalte.





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