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Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug

Ein Schwerpunkt der niedersächsischen Arbeitsmarktpolitik liegt in der Qualifizierung und beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Langzeitleistungsbeziehenden. Seit 2012 führen wir in enger Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit die Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug durch.

Im Rahmen dieser Initiative sind in der Vergangenheit neuartige Eingliederungsmaßnahmen wie Förderzentren und Werkakademien modellhaft erprobt und vom Land finanziell unterstützt worden. Neu ist das Landesprogramms zum Abbau von Langzeitzeitarbeitslosigkeit, das zum 01.07.2017 gestartet ist. Zur Arbeitsmarktintegration und für eine bessere soziale Teilhabe sollen arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose durch öffentlich geförderte Beschäftigung wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.


Landesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Das Land unterstützt die Einstellung von arbeitsmarktfernen Langzeitarbeitslosen mit einer Arbeitsplatzprämie und einem ergänzenden Coaching. Dafür stellt das Land in 2017 und 2018 20 Mio. Euro aus Landesmitteln zur Verfügung.

Mit der Arbeitsplatzprämie sollen Anreize geschaffen und Arbeitgeber ermutigt werden, zusätzliche Arbeitsplätze für arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose einzurichten und diesen Personen eine Beschäftigungsmöglichkeit zu geben. Gleichzeitig wird für Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen oder besonderen psycho-sozialen Schwierigkeiten sowie für ihre Familien ein intensives Coaching angeboten.


Landesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit  
Landesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Weitergehende Informationen zur Arbeitsplatzprämie (MW // NBank) und zum Coaching (NBank).


Werkakademien

In Werkakademien sollen SGB II-Leistungsbezieher frühzeitig aktiviert und bei der eigenverantwortlichen Suche nach einem neuen Arbeitsplatz begleitet und unterstützt werden. Im Vordergrund einer Werkakademie steht nicht die Leistungsgewährung zur Sicherung des Lebensunterhalts, sondern die eigenverantwortliche Suche nach einem neuen Arbeitsplatz nach dem Leitgedanken „Es ist ihr Job, eine Arbeit zu finden".

Das Land hat seit Mitte 2012 bis Ende 2015 die Beratung von niedersächsischen Jobcentern durch einen externen Fachmann unterstützt. Dadurch haben die Jobcenter in Niedersachen das Modell fast flächendeckend eingeführt. Besonders hervorzuheben ist die Ausrichtung der Werkakademien nicht nur für Neukunden der Jobcenter, sondern auch für Menschen, die schon seit langem im Leistungsbezug sind (sog. Bestandskunden). Seit einiger Zeit erproben einige Jobcenter, wie die Idee der Werkakademien auch für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen genutzt werden kann.


Förderzentrum PLUS Niedersachsen (FZ+)

Das Modellprojekt Förderzentrum PLUS Niedersachsen (FZ+) ist als Maßnahme zur beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Langzeitleistungs­beziehern mit besonderem Unterstützungsbedarf konzipiert worden. Das Konzept beinhaltet umfassende, ganzheitliche Angebote zur Aktivierung, persönlichen Stabilisierung und Qualifizierung sowie zur nachhaltigen beruflichen Eingliederung. Besonderes Merkmal des FZ+ ist ein sehr guter Personal- und Betreuungsschlüssel. Durch mehr Zeit für die Belange des Einzelnen sollen bessere Integrationsfortschritte und eine nachhaltigere Eingliederung in Arbeit erreicht werden. Nach Auslaufen der finanziellen Anschubfinanzierung durch das Land haben mehrere Jobcenter die Idee der Förderzentren ins Regelgeschäft übernommen.

Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug
Landesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

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