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Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug

Ein Schwerpunkt der niedersächsischen Arbeitsmarktpolitik liegt in der Qualifizierung und beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Langzeitleistungsbeziehern. Seit 2012 führen wir in enger Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit die Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug durch.

Im Rahmen dieser Initiative sind neuartige Eingliederungsmaßnahmen wie Förderzentren und Werkakademien modellhaft erprobt und vom Land finanziell unterstützt worden:

Förderzentrum PLUS Niedersachsen (FZ+)

Das Modellprojektes Förderzentrum PLUS Niedersachsen (FZ+) ist als Maßnahme zur beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen und Langzeitleistungs­beziehern mit besonderem Unterstützungsbedarf konzipiert worden. Das Konzept beinhaltet umfassende, ganzheitliche Angebote zur Aktivierung, persönlichen Stabilisierung und Qualifizierung sowie zur nachhaltigen beruflichen Eingliederung. Besonderes Merkmal des FZ+ ist ein sehr guter Personal- und Betreuungsschlüssel. Durch mehr Zeit für die Belange des Einzelnen sollen bessere Integrationsfortschritte und eine nachhaltigere Eingliederung in Arbeit erreicht werden. Nach Auslaufen der finanziellen Anschubfinanzierung durch das Land haben mehrere Jobcenter die Idee der Förderzentren ins Regelgeschäft übernommen.

Werkakademien

In Werkakademien sollen SGB II-Leistungsbezieher frühzeitig aktiviert und bei der eigenverantwortlichen Suche nach einem neuen Arbeitsplatz begleitet und unterstützt werden. Im Vordergrund einer Werkakademie steht nicht die Leistungsgewährung zur Sicherung des Lebensunterhalts, sondern die eigenverantwortliche Suche nach einem neuen Arbeitsplatz nach dem Leitgedanken „Es ist ihr Job, eine Arbeit zu finden".

Das Land fördert seit Mitte 2012 die Beratung von niedersächsischen Jobcentern durch einen externen Fachmann. Bis Ende 2015 haben die Jobcenter in Niedersachen das Modell fast flächendeckend eingeführt. Das Besondere an dem niedersächsischen Modell ist die Ausrichtung der Werkakademien nicht nur für Neukunden der Jobcenter, sondern auch für Menschen, die schon seit langem im Leistungsbezug sind.

Wir beabsichtigen das Konzept für neue Zielgruppen (z.B. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen) weiter zu entwickeln und werden dazu weitere Modellprojekte initiieren.


Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Langzeitleistungsbezug
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