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Arbeitsmarktpolitik in Niedersachsen

Der niedersächsische Arbeitsmarkt ist aktuell in sehr guter Verfassung. Die Zahl der Erwerbstätigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten befindet sich auf einem historischen Höchststand. In manchen Landkreisen herrscht schon heute nahezu Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosigkeit ist - trotz des Zugangs der Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt - zurückgegangen. Von der robusten Arbeitsmarktsituation haben auch Menschen profitiert, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind. In Niedersachsen hat sich die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen weiter verringert.

Immer mehr Unternehmen spüren, dass qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt knapp werden. Nach der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für Niedersachsen ist der Fachkräftemangel eines der größten Risiken für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2017. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft wird der Bedarf an qualifizierten Fachkräften zusätzlich steigen. Handel, Handwerk, Dienstleistung, Gesundheit und Verwaltung sind genauso davon betroffen wie die niedersächsische Industrie. Deshalb bleibt die Sicherung des aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarfs eine der großen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen.

Einerseits geht es dabei weiterhin um eine höhere Erwerbsbeteiligung von Gruppen, die am Arbeitsmarkt immer noch unterrepräsentiert sind. Hierzu gehören, trotz aller Erfolge, insbesondere auch Frauen, die häufig keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen, ältere und behinderte Menschen sowie schon bei uns lebende Migrantinnen und Migranten. Auch Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte haben nach wie vor große Schwierigkeiten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen. Zudem hat eine zügige Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen hohe Priorität.

Daraus leitet die Landesregierung klare Schwerpunkte für ihre Arbeitsmarktpolitik ab: Der eine ist das Feld der Fachkräftesicherung, wo es deutlich zuzulegen gilt. Gleichzeitig müssen für die am Arbeitsmarkt bislang benachteiligten Menschen Lösungen entwickelt werden. Sie dürfen nicht länger ausgegrenzt werden. Daneben ist die Arbeitsmarktpolitik darauf ausgerichtet die Qualität der Beschäftigung zu verbessern bzw. den Wert der Arbeit wieder stärker zu berücksichtigen.

Fachkräftesicherung

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs hat die Landesregierung mit den niedersächsischen Arbeitsmarktpartnern am 08.07.2014 die „Fachkräfteinitiative Niedersachsen" gestartet. Dazu wurde zwischen den insgesamt 22 Partnern eine Vereinbarung zur Fachkräftesicherung beschlossen. Schwerpunkte dieser Vereinbarung sind eine Stärkung des Systems der dualen Berufsausbildung, die MINT-Förderung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem soll das Fachkräftepotential von Frauen, Beschäftigungslosen, älteren Menschen sowie Migrantinnen und Migranten zukünftig noch besser erschlossen werden. Lesen Sie mehr...

Arbeitsförderung in Niedersachsen

Die Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sind die Schwerpunkte unserer Arbeitsförderung bzw. unserer Arbeitsmarktprogramme.

Eine Aktive Arbeitsförderung leistet einen Beitrag für sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze, verbessert den sozialen Zusammenhalt und wirkt der Spaltung des Arbeitsmarktes entgegen. Dabei hält die Landesregierung auch die Weiterentwicklung öffentlich geförderter Beschäftigung für notwendig, um langzeitarbeitslose Menschen ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt auf lange Sicht wieder in Arbeit zu bringen. Seit Juli 2017 fördert das Wirtschaftsministerium daher niedersächsische Unternehmen für die Bereitstellung von zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose mit einer Arbeitsplatzprämie von bis zu 7.000 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr.

Weitere wesentliche Baustein der Arbeitsförderung in Niedersachsen sind die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten und Arbeitslosen sowie die Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung und Arbeit. Lesen Sie mehr ...

Wert der Arbeit

Der Landesregierung geht es nicht allein darum, Menschen in Beschäftigung zu bringen, sondern es geht auch um die Qualität der Beschäftigung. Dazu gehören insbesondere auskömmliche und faire Löhne, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsleben einschließlich der Entgeltgleichheit sowie angemessene und faire Arbeitsbedingungen. Dazu hat die Landesregierung zahlreiche Aktivitäten gestartet und Maßnahmen ergriffen. Lesen Sie mehr...
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