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Arbeitsmarktpolitik in Niedersachsen

Der niedersächsische Arbeitsmarkt ist aktuell in sehr guter Verfassung. Die Zahl der Erwerbstätigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten befindet sich auf einem historischen Höchststand. In manchen Landkreisen herrscht schon heute nahezu Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosigkeit ist - trotz des Zugangs der Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt - zurückgegangen. Von der robusten Arbeitsmarktsituation haben auch Menschen profitiert, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind. In Niedersachsen hat sich die Zahl langzeitarbeitsloser Menschen weiter verringert.

Immer mehr Unternehmen spüren, dass qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt knapp werden. So sehen drei von fünf niedersächsischen Unternehmen (60 Prozent) nach der aktuellen IHKN-Umfrage im Fachkräftemangel mittlerweile das größte Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft wird der Bedarf an qualifizierten Fachkräften zusätzlich steigen. Handel, Handwerk, Dienstleistung, Gesundheit und Verwaltung sind genauso davon betroffen wie die niedersächsische Industrie. Deshalb bleibt die Sicherung des aktuellen und zukünftigen Fachkräftebedarfs eine der großen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen.

Einerseits geht es dabei weiterhin um eine höhere Erwerbsbeteiligung von Gruppen, die am Arbeitsmarkt immer noch unterrepräsentiert sind. Hierzu gehören, trotz aller Erfolge, insbesondere auch Frauen, die häufig keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen, ältere und behinderte Menschen sowie schon bei uns lebende Migrantinnen und Migranten. Auch Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte haben nach wie vor große Schwierigkeiten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen. Zudem hat eine zügige Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen hohe Priorität.

Daraus leitet die Landesregierung klare Schwerpunkte für ihre Arbeitsmarktpolitik ab: Der eine ist das Feld der Fachkräftesicherung, wo es deutlich zuzulegen gilt. Gleichzeitig müssen für die am Arbeitsmarkt bislang benachteiligten Menschen Lösungen entwickelt werden. Sie dürfen nicht länger ausgegrenzt werden. Daneben ist die Arbeitsmarktpolitik darauf ausgerichtet die Qualität der Beschäftigung bzw. die Arbeitsbedingungen (weiter) zu verbessern.

Fachkräftesicherung

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs hat die Landesregierung mit den niedersächsischen Arbeitsmarktpartnern am 08.07.2014 die „Fachkräfteinitiative Niedersachsen" gestartet. Nur mit gezielten Maßnahmen kann den Herausforderungen des Fachkräftemangels begegnet werden. Daher entwickelt die Landesregierung gemeinsam mit den Arbeitsmarktakteuren im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen Aktivitäten zur Fachkräftesicherung. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf den drei Schwerpunktfeldern:

  • Mobilisierung der inländischen Erwerbspersonenpotenziale
  • Gesteuerte und qualifizierte Zuwanderung sowie Arbeitsmarktintegration aller Gruppen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Erweiterung von Bildungspotenzialen

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Arbeitsförderung in Niedersachsen

Die Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sind die Schwerpunkte unserer Arbeitsförderung bzw. unserer Arbeitsmarktprogramme.

Eine Aktive Arbeitsförderung leistet einen Beitrag für sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze, verbessert den sozialen Zusammenhalt und wirkt der Spaltung des Arbeitsmarktes entgegen. Dabei hält die Landesregierung auch die Weiterentwicklung öffentlich geförderter Beschäftigung für notwendig, um langzeitarbeitslose Menschen ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt auf lange Sicht wieder in Arbeit zu bringen.

Weitere wesentliche Baustein der Arbeitsförderung in Niedersachsen sind die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten und Arbeitslosen sowie die Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung und Arbeit. Lesen Sie mehr …

Gute Arbeitsbedingungen in Niedersachsen

Der Landesregierung geht es nicht allein darum, Menschen in Beschäftigung zu bringen, sondern es geht auch um die Qualität der Beschäftigung. Dazu gehören insbesondere auskömmliche und faire Löhne, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsleben einschließlich der Entgeltgleichheit sowie angemessene und faire Arbeitsbedingungen. Dazu hat die Landesregierung zahlreiche Aktivitäten gestartet und Maßnahmen ergriffen. Lesen Sie mehr...

Die digitalisierte Arbeitswelt stellt neue Anforderungen an die Qualifikation, die Einbindung einzelner Beschäftigter, die Rolle der Sozialpartner sowie an die Führung und die Personalentwicklung. Mit diversen Studien und Modellprojekten sollen diese Auswirkungen konkreter herausgearbeitet sowie Lösungsansätze für Erwerbstätige, Unternehmen und Bildungsträger entwickelt werden. Lesen Sie mehr ...
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