Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr klar

Arbeitsmarktpolitik in Niedersachsen

Trotz einer insgesamt sehr positiven Entwicklung auf dem niedersächsischen Arbeitsmarkt gibt es weiterhin auch große Herausforderungen. So wird nach der 13. Bevölkerungsvorausberechnung für die Bundesländer die Anzahl der Menschen im Erwerbsalter zwischen 20 und 67 Jahren in Niedersachsen trotz kontinuierlicher Zuwanderung von heute rd. 4,8 Mio. Menschen auf bis zu 4 Mio. Menschen im Jahr 2040 zurückgehen.

Aufgrund des sich ergebenden demografischen Wandels entstehen zunehmend Fachkräfteengpässe. Ob Ingenieure, Facharbeiter, Ärzte oder Pflegekräfte - in vielen Branchen und Regionen Niedersachsens fehlen bereits heute gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Wohlstand zu erhalten, müssen daher alle notwendigen Maßnahmen zur Verbreiterung der Fachkräftebasis ergriffen werden.

Einerseits geht es dabei um eine höhere Erwerbsbeteiligung von Gruppen, die am Arbeitsmarkt weiterhin unterrepräsentiert sind. Hierzu gehören insbesondere auch Frauen, die häufig keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen, ältere und behinderte Menschen sowie schon bei uns lebende Migrantinnen und Migranten. Daneben ist Niedersachsen auch auf eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung von internationalen Fachkräften und auf eine zügige Arbeitsmarktintegration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen angewiesen.

Andererseits gibt es auch noch immer zu viele Arbeitslose. Insbesondere Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte haben nach wie vor große Schwierigkeiten in Beschäftigung zu kommen. In welchem Teil Deutschlands Frauen oder Männer auch leben und welchen Alters sie auch sind: Immer liegen die Arbeitslosenquoten der Geringqualifizierten deutlich über denen der beruflich Qualifizierten und erst recht über dem Niveau der Akademiker.

Das aber bedeutet, es besteht eine Situation, in der langfristige Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel gleichzeitig auftreten. Daraus leitet die Landesregierung zwei klare Schwerpunkte für ihre Arbeitsmarktpolitik ab: Der eine ist das Feld der Fachkräftesicherung, wo es deutlich zuzulegen gilt. Gleichzeitig müssen für die am Arbeitsmarkt bislang benachteiligten Menschen Lösungen entwickelt werden. Sie dürfen nicht länger ausgegrenzt werden.

Fachkräftesicherung

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs hat die Landesregierung mit den Arbeitgeberverbänden, den Gewerkschaften, den Kammern, der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, den kommunalen Spitzenverbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppen am 08.07.2014 die „Fachkräfteinitiative Niedersachsen" gestartet. Dazu wurde zwischen den insgesamt 22 Partnern eine Vereinbarung zur Fachkräftesicherung beschlossen. Schwerpunkte dieser Vereinbarung sind eine Stärkung des Systems der dualen Berufsausbildung, die sogenannte MINT-Förderung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem soll das Fachkräftepotential von Frauen, Beschäftigungslosen, älteren Menschen sowie Migrantinnen und Migranten zukünftig noch besser erschlossen werden. Lesen Sie mehr...

Aktive Arbeitsmarktpolitik / Arbeitsförderung

Die Landesregierung steht für eine aktive Arbeitsmarktpolitik und eine entschlossene Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Aktive Arbeitsförderung leistet einen Beitrag für sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze, verbessert den sozialen Zusammenhalt und wirkt der Spaltung des Arbeitsmarktes entgegen. Dabei hält die Landesregierung auch den Ausbau öffentlicher Beschäftigung für notwendig, um langzeitarbeitslose Menschen ohne Chance auf dem Arbeitsmarkt wieder in Arbeit zu bringen.

Weiterbildung und soziale Stabilisierung sind wichtig, um Langzeitarbeitslosigkeit frühzeitig zu verhindern und um eine nachhaltige Reintegration in das Arbeitsleben zu begleiten. Um dieses zentrale Ziel der Arbeitsförderung zu erreichen, wird die Landesregierung Modellprojekte unter Einbindung der regionalen Arbeitsmarktakteure initiieren. Lesen Sie mehr...


Neben diesen beiden zentralen Handlungsfeldern ist die Arbeitsmarktpolitik der Landesregierung darauf ausgerichtet die Qualität der Beschäftigung zu verbessern bzw. den Wert der Arbeit wieder stärker zu berücksichtigen. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung liegt aktuell in der frühzeitgien Heranführung und (Arbeitsmarkt-)Integration von geflüchteten Menschen.

Wert der Arbeit

Die Arbeitsmarktpolitik der Landesregierung ist darauf ausgerichtet, den Wert der Arbeit wieder stärker zu berücksichtigen. Der Landesregierung geht es nicht allein darum, Menschen in Beschäftigung zu bringen, sondern es geht auch um die Qualität der Beschäftigung. Dazu gehören insbesondere auskömmliche und faire Löhne, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Arbeitsleben einschließlich der Entgeltgleichheit sowie angemessene und faire Arbeitsbedingungen. Dazu hat die Landesregierung zahlreiche Aktivitäten gestartet und Maßnahmen ergriffen. Lesen Sie mehr...

Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen

Der Landesregierung ist es ein wichtiges Anliegen, dass Flüchtlinge und Asylbegehrende möglichst frühzeitig an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Dazu hat die Landesregierung zahlreiche Aktivitäten gestartet und Maßnahmen ergriffen. Lesen Sie mehr...
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