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Beratungsstellen für mobile Beschäftigte zur Herstellung von guten Arbeitsbedingungen - Ein voller Erfolg!

In den letzten Jahren sind in Niedersachsen immer mehr vor allem aus Südosteuropa kommende Beschäftigte in Unternehmen und Betrieben als sogenannte „Werkvertragsbeschäftigte" oder „Selbständige" unter unzumutbaren, z. T. sogar als „ausbeuterisch" zu bewertenden Wohn - und Arbeitsbedingungen eingesetzt worden. Um diesen sprachbedingt oft völlig hilflosen mobilen Beschäftigten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, hat die Landesregierung vier Beratungsstellen in Oldenburg (im Oktober 2013), in Hannover (im November 2013), im Raum Braunschweig / Wolfsburg / Salzgitter (im Januar 2015) und in Lüneburg (im April 2016) eingerichtet.

Die operative Beratung und Betreuung der mobilen Beschäftigten hat an allen Standorten die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e. V. übernommen, die dazu vom Land gefördert wird. Die Beratungsstellen dienen den mobilen Beschäftigten als Anlaufstelle, um sich über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu informieren und bei der Wahrnehmung ihrer Interessen und Rechte beraten zu lassen.

Durch die Förderung bzw. Schaffung dieser niederschwelligen Beratungsstruktur geht das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr aktiv gegen soziale Missstände und nicht hinzunehmende schlechte Arbeitsbedingungen beispielsweise bei Werkvertragsbeschäftigten vor.

Damit die Kommunikation mit den ausländischen Beschäftigten besser funktioniert, arbeiten in den Beratungsstellen Mitarbeiterinnen aus Ost- und Mitteleuropa, die die einschlägigen Fremdsprachen als Muttersprachen selbst sprechen.

Der Standort in Oldenburg hat seinen Beratungsschwerpunkt bei den im Raum Weser-Ems in der Schlacht- und Zerlegebranche tätigen ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Im Fokus der Beratungsstellen in Hannover und Lüneburg stehen vor allem Beschäftigte in der Baubranche, aus dem Pflegebereich und der Gastronomie. Die Beratungsstelle in Braunschweig ist zunächst v. a. regional, d. h. auf den südostniedersächsischen Raum, fokussiert.

Die Arbeit der Beratungsstellen hat auch bereits „Früchte getragen". Nach Auffassung der Landesregierung ist sie aber noch lange nicht überflüssig geworden, sondern vielmehr weiterhin notwendig. Es ist deshalb beabsichtigt, die Arbeit der erfolgreichen Beratungsstellen für mobile ausländische Beschäftigte auch in den nächsten Jahren zu fördern und damit deren Fortsetzung sicherzustellen.


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