Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr klar

Reaktivierung von Stationen

In der Koalitionsvereinbarung 2013 - 2018 heißt es:

„Die rot-grüne Koalition wird alle Regionen des Landes bedarfsgerecht in den öffentlichen Nahverkehr einbeziehen und an die überregional bedeutsamen Bahnknoten anbinden. Sie wird deshalb umgehend prüfen, welche Schienenstrecken und Haltepunkte mit wirtschaftlicher Vernunft reaktiviert werden können und wo Strecken ausgebaut werden müssen, um dem Verkehrsbedarf gerecht zu werden."

Das Verfahren zur Stationsreaktivierung ist ein laufender Prozess. Interessierte Kommunen können jederzeit ihre zuständigen Aufgabenträger kontaktieren und um Prüfung der Reaktivierung ihres Haltepunktes bitten. Zuständig für die Prüfung sind die Landesnahverkehrsgesellschaft mbH (LNVG), die Region Hannover sowie der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB).


 
Die erste Prüfung einer größeren Anzahl von Haltestellen ist erfolgt. Die Ergebnisse wurden im Mai 2015 präsentiert. Anhand von sieben Kriterien wurden die möglichen Stationen im LNVG-Gebiet untersucht:
  • Das Einwohnerpotenzial im 1,5 km-Radius liegt über 2.000 Einwohner
  • Die Entfernung zum nächsten Haltepunkt/Bahnhof beträgt mehr als drei Kilometer
  • Der Hauptort liegt direkt an der Schienenstrecke
  • Die Strecke wird von einer Regional (RB)- oder S-Bahn bedient
  • Die Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen sind nicht gefährdet
  • Es entsteht möglichst kein Mehraufwand durch zusätzliche Fahrzeuge
  • Die fahrplantechnische Machbarkeit ist gegeben

Im Gebiet der LNVG kann die Reaktivierung von 18-19 Stationen weiterverfolgt werden. Davon sind 9-10 kurzfristig umsetzbar und 9 mittel- bis langfristig.

Im Gebiet der Region Hannover können 4 Stationen eingerichtet werden, im Bereich des ZGB 5 Stationen.

Im nächsten Schritt erfolgt die Sicherstellung der Vorplanung und Finanzierung. Das Land Niedersachsen übernimmt 75% der förderfähigen Kosten. Die restlichen Kosten müssen Kommunen oder Dritte, wie z.B. die Deutsche Bahn oder andere Eisenbahnen tragen. Anschließend erfolgen Planfeststellung und bauliche Realisierung.

Ziel der Landesregierung ist die Fertigstellung der ersten Stationen bereits im Jahr 2017.

In einer zweiten Tranche wurden im März 2016 die Untersuchungsergebnisse von weiteren Stationen bekannt gegeben. Demnach kann die Reaktivierung von vier Stationen im Gebiet der LNVG weiterverfolgt werden, wovon eine kurzfristig umsetzbar ist und drei mittel- bis langfristig

 
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln