Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr klar

Chemie in Niedersachsen

Die chemische Industrie besitzt einen hohen Stellenwert in Niedersachsen. Gemessen an den Umsatzzahlen gehört sie zu den 10 größten Branchen innerhalb des verarbeitenden Gewerbes in Niedersachsen und mit über 22.000 Beschäftigten ist sie ein bedeutender Arbeitgeber.

Die Produktpalette der niedersächsischen Chemie ist breit gefächert. Sie reicht von anorganischen und organischen Grundstoffen über Arzneimittel, Duftstoffe und Aromen, Farben und Lacke, Reinigungs- und Körperpflegemittel, Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel bis hin zu speziellen Beschichtungsstoffen, Spezialkunststoffen sowie einer Vielzahl weiterer Produkte.

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr engagiert sich für das Ziel, den hiesigen Chemiestandort zu stärken. Vor diesem Hintergrund unterstützt das Land Niedersachsen u.a. die Tätigkeit des Vereins "ChemCoast e.V.". Mit ChemCoast e.V. ist Anfang des Jahres 2005 eine Institution geschaffen worden, die die gemeinsamen Anstrengungen der beteiligten norddeutschen Chemieunternehmen zur Stärkung ihrer Wirtschaftskraft und Zukunftsfähigkeit und zur Sicherung der Arbeitsplätze unterstützt und koordiniert.

Erste bedeutsame Erfolge sind bei der Vernetzung der Standorte mit Ethylenpipelines und der Anbindung an bestehende Rohstoffnetze erzielt worden. Eine wichtige Aufgabe des ChemCoast e. V. für die Zukunft ist die Entwicklung einer Länder übergreifenden Marketingstrategie, in der die Interessen der einzelnen norddeutschen Chemiestandorte gebündelt und gemeinsam weltweit vermarktet werden sollen.

Eine weitere Plattform zur Wahrnehmung niedersächsischer Interessen ist der Arbeitskreis "Europäische Chemikalienpolitik". Als sich durch die geplante REACH-Verordnung (REACH: Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) eine Neuordnung der europäischen Chemikalienpolitik abzeichnete, gründete die Niedersächsische Landesregierung diesen Arbeitskreis. Neben Unternehmen, Umweltverbänden und öffentlichen Stellen ist auch das Wirtschaftsministerium vertreten. Unter der Federführung des Niedersächsischen Umweltministeriums beteiligte sich der Arbeitskreis so früh wie möglich aktiv an dem europäischen Diskussionsprozess. Nach der Verabschiedung des Gesetzesentwurfs zu REACH liegt die weitere Aufgabe des Arbeitskreises nun in der Begleitung des Umsetzungsprozesses.

Neben der Mitarbeit in diesen Netzwerken befasst sich das Niedersächsische Wirtschaftsministerium auch mit Einzelanfragen der chemischen Industrie und steht als Ansprechpartner gern zur Verfügung.

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