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Strategie

Das Werkstattpapier zum strategischen Handlungsrahmen für die Tourismuspolitik auf Landesebene formuliert im Kern ein Leitbild für die Tourismusentwicklung und benennt Handlungsfelder sowie Maßnahmenvorschläge zur konkreten Umsetzung. Mit diesem Positions- und Strategiepapier gibt die Landesregierung der Branche die wirtschaftspolitische, Struktur prägende und gesellschaftliche Bedeutung, die sie verdient.

Dabei geht es um ein neues, ganzheitliches Denken im Tourismus, das stärker als in der Vergangenheit ressort- und disziplinübergreifend bei Inhalten und in der Förderpolitik greift. Der Tourismus ist keine homogene Branche, er gilt allgemein als Querschnittsbereich. Viele Akteure tragen zum Gesamtangebot bei, viele Profiteure haben einen Nutzen aus der Nachfrage nach Reisen, Freizeit und Erholung. Das touristische Produkt vor Ort oder in einer Region besteht immer aus mehreren Komponenten, die im Idealfall stimmig sein müssen. Schon wenn ein Baustein in der vom Gast erwarteten Qualität nicht richtig passt, wird der Gesamteindruck beeinträchtigt und die Gästezufriedenheit gestört.

Deshalb sind miteinander in Einklang gebrachte Entwicklungsstrategien wichtig. Tourismus funktioniert erfolgreich nur als abgestimmtes Zusammenspiel öffentlicher Investitionen mit den privaten Leistungsträgern. Bei dem erarbeiteten Handlungsrahmen geht es darum, das vorhandene Wissen aus den regional existierenden Konzepten, Analysen und Masterplänen im Land zu bündeln und in umsetzungsfähige Vorhaben zu bringen. Es gibt im Tourismus in Niedersachsen kein Erkenntnisdefizit. Im dynamischen Tourismusmarkt muss jedoch aktiv und permanent an der Wettbewerbsfähigkeit der Angebote gearbeitet werden. Dazu hat das Wirtschaftsministerium zu einem breit angelegten Dialogprozess eingeladen. Wichtig ist der Blick über den Tellerrand, branchenübergreifendes Denken und ein offener Kommunikations- und Verständigungsprozess mit den verantwortlichen Stakeholdern im niedersächsischen Tourismus.

Den Auftakt für diesen offenen und auf Dauer angelegten Prozess haben zwei Tourismuswerkstätten zu Beginn des Jahres 2014 in Brake und Goslar mit rund 280 touristischen Akteuren gemacht, die ihre Anregungen und Unterstützungsbedarfe in Richtung Landespolitik mitgeteilt haben. Rund 300 Beiträge wurden ausgewertet und mit den Erkenntnissen aus Markt- und Trendforschung, Förderbedingungen und Verwaltungsrahmen in Beziehung gesetzt. Das Ergebnis ist ein touristisches Leitbild aus vier ineinandergreifenden Leitsätzen, mit 15 Handlungsfeldern und 50 Maßnahmen. Auf jährlich stattfindenden Tourismuswerkstätten wird die Umsetzung der Landesstrategie mit den touristischen Akteuren diskutiert. Auf den jährlich folgenden Tourismuswerkstätten drei bis fünf wurde die Umsetzung der Landesstrategie und neue Vorhaben mit den touristischen Akteuren diskutiert. Auf der fünften und vorerst letzten Tourismuswerkstatt in Hannover wurde erstmalig den rund 120 Teilnehmern eine Studie zur Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus für Niedersachsen anhand eines Tourismussatellitenkontos vorgestellt. Die Studie fokussiert den Beitrag der Tourismuswirtschaft zur gesamten Wirtschaftsleistung sowie die Beschäftigung als zentrale Größen der Wirtschaftspolitik.


Ansprechpartnerin

Frau May-Britt Pürschel, Tel. 0511 120-5541


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