C²A²S²E - Flugzeuge aus dem Computer | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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C²A²S²E - Flugzeuge aus dem Computer

Hirche: Engagement von Airbus stärkt Kompetenz am Forschungsflughafen


BRAUNSCHWEIG. Mit der heute erfolgten Vorstellung des Projektes C²A²S²E (Center for Computer Applications in AeroSpace Science and Engineering) wurde am Forschungsflughafen Braunschweig im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Grundlage für eines der anspruchsvollsten Projekte in der aktuellen Luftfahrtforschung gelegt. Das 30 Millionen Euro teure Vorhaben soll dem Aufbau eines weltweit anerkannten und Fachgebiet übergreifenden Kompetenzzentrums für numerische flugphysikalische Simulation mit neuen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen dienen. Ziel des zu gleichen Teilen von Airbus, DLR und Land Niedersachsen finanzierten Projektes ist es, Prozesse, Methoden und numerische Verfahren so weit zu entwickeln, dass sie eine bisher nicht gekannte Präzision bei der Flugsimulation neuer Flugzeuge im gesamten Flugbereich ermöglichen. Damit sollen die technologischen, ökonomischen und ökologischen Risiken der zukünftigen Entwicklung des Lufttransports entscheidend gesenkt werden.

"Mit CASE übernimmt Niedersachsen in Europa die Führungsrolle beim virtuellen Produktentwurf", so Wirtschaftsminister Walter Hirche. Aufgabe der CASE-Technologie ist es, die Echtzeit-Simulation eines fliegenden Flugzeugs zu ermöglichen, aerodynamische Belastungen während eines Fluges präzise zu berechnen, die Flugleistungen und Flugeigenschaften vor dem Erstflug digital zu bestimmen und eine virtuelle Zulassung noch vor dem Produktionsprozess zu erlangen. Hirche: "Die Beherrschung des virtuellen Produktentwurfs stellt sich als Schlüsseltechnologie dar, da mit ihr Systemfähigkeit verbunden ist. Airbus und die angeschlossene Zulieferindustrie können sich damit auf die zukünftigen Bedarfe und Technologien in der Luftfahrt ausrichten."

Der Minister betonte, dass die Landesregierung von Beginn an eine enge Verknüpfung zwischen CASE und dem CFK-Valley Stade herstellen wird, in dem bereits 65 Mitglieder aus Europa, den USA und Japan entlang der Wertschöpfungskette des Leichtbauwerkstoffs CFK Forschung und Entwicklung betreiben. Hirche: "Ich bin überzeugt, dass diese Kombination von Aerodynamik und Struktur zu Technologieentwicklungen führen wird, die den Luftfahrtstandort Deutschland und Europa und damit auch Airbus stärken. Mit CASE und dem damit verbundenen Engagement von Airbus wird die Kompetenz am Forschungsflughafen Braunschweig weiter ausgebaut. Airbus wird mit der Entwicklungskraft eines Hochtechnologieunternehmens auf Weltniveau dem Forschungsflughafen nachhaltigen Rückenwind geben und den eingeleiteten notwendigen Internationalisierungsprozess weiter dynamisieren."

Kontakt:
Christian Haegele
(0511) 120-5427

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29.05.2007

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