Raus aus der Sackgasse: Land schafft neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose - Lies besucht erste Projekte in Laatzen | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
  • AA

Raus aus der Sackgasse: Land schafft neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose - Lies besucht erste Projekte in Laatzen

Olaf Lies: „Mein Ziel ist, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren“


Seit Juli fördert das niedersächsische Arbeitsministerium zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen, die lange arbeitslos und ohne Perspektiven waren, jetzt aber tariflich beschäftigt werden. Minister Olaf Lies hat heute in Laatzen die ersten Projektträger besucht, die Langzeitarbeitslose neu einstellen.

„Ich freue mich, dass die Laatzener Tafel und die Leine-Volkshochschule die Möglichkeiten der Förderung durch das Jobcenter Hannover und das Land nutzen und künftig vier sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose bereitstellen", sagte Minister Olaf Lies in Laatzen. „Durch die neue Beschäftigung haben die Betroffenen endlich wieder eine neue Perspektive auf dem Arbeitsmarkt und wir holen sie raus aus der Sackgasse."

Das neue Landesprogramm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit richtet sich an Kommunen und gemeinnützige Einrichtungen, die für die Bereitstellung von zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose mit einer Prämie von bis zu 7.000 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr gefördert werden. Das Sozialministerium fördert begleitend hierzu ein intensives Coaching für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihre Familien, um die Chancen einer erfolgreichen und nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Insgesamt stehen für das neue Landesprogramm Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung. 1.000 Langzeitarbeitslose können davon profitieren. Das neue Förderprogramm läuft zunächst zwei Jahre.

Lies erläuterte: „Angesichts von fast 90.000 Langzeitarbeitslosen in Niedersachsen ist es richtig und wichtig, dass wir als Land hier die Initiative ergreifen. Gerade bei der Integration von Menschen, die lange arbeitslos und damit perspektivlos waren, bedarf es neuer Ansätze im Bereich der öffentlich geförderten Beschäftigung. Diese wollen wir mit unserem Programm erproben."

Öffentlich geförderte Beschäftigung dient der sozialen Stabilisierung und Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit sowie vor allem auch der Erledigung gesellschaftlich sinnvoller Arbeiten. Dabei geht es vor allem auch um eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Lies weiter: „Unser Landesprogramm kann letztendlich aber nur einen kleinen Beitrag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit leisten. Eine nachhaltige und wirksame Hilfe für Langzeitarbeitslose kann nur mit einer Reform und Weiterentwicklung der Arbeitsförderung des Bundes erfolgreich sein!"

Der Minister betonte die dringende Notwendigkeit, dass der Bund endlich Mittel für den Ausbau der öffentlich geförderten Beschäftigung einstellt und die Möglichkeit schafft, die Finanzierung sozialer Arbeitsmärkte in den Ländern verlässlich zu gewährleisten. Zudem müssten Arbeitsgelegenheiten vereinfacht und den Jobcentern größere Spielräume bei der Förderung Langzeitarbeitsloser eingeräumt werden. Ferner müsse gesetzlich der sogenannte Passiv-Aktiv-Transfer ermöglicht werden. Dadurch können die Jobcenter das eingesparte Arbeitslosengeld wieder für neue Maßnahmen verwenden: „Mein Ziel ist, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren", sagte Lies.

Artikel-Informationen

12.09.2017

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Christian Haegele und Sabine Schlemmer-Kaune

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln