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Lockerungen in Gastgewerbe und Tourismus

Niedersachsens Stufenplan in der Corona-Krise


  Bildrechte: Alfred Derks/Pixabay

Der Tourismus und das Gastgewerbe sind für unser Bundesland Wirtschaftsbranchen, die von der gegenwärtigen Corona-Krise mit am härtesten betroffen sind. Dieser für ganz Niedersachsen so wichtige und sehr erfolgreiche Wirtschaftszweig – 11,9 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und landesweit 293.000 Beschäftigte – ist quasi zum Erliegen gekommen. Das Sparkassentourismusbarometer errechnete in einer Sondererhebung knapp zwei Milliarden Euro Umsatzausfall in den niedersächsischen Tourismusdestinationen im März und April 2020.

Umso mehr brauchen die Betriebe und touristischen Akteure jetzt eine klare Perspektive für ihre Geschäftstätigkeit – auch um finanzielle Hilfsmaßnahmen mit einer Planung hinterlegen zu können. Nach intensiver Abwägung von Chancen und Risiken hat die Landesregierung einen Stufenplan für erste Lockerungen nach dem Shutdown vorgestellt und ermöglicht damit wichtige Öffnungen für den Tourismus.

Angestrebte Lockerungen im Tourismus können nur in mehreren, aufeinander folgenden Phasen vollzogen werden, immer in Abhängigkeit der Entwicklung des Infektionsgeschehens. Es liegt also ein womöglich längerer Zeitraum vor uns, den wir vorsichtig und mit dem entsprechenden Augenmaß gleichermaßen zum Schutz der Gesundheit der Menschen und zum Wiedereinstieg in den Tourismusbereich in Niedersachsen gestalten müssen. Aber die Unternehmen bekommen jetzt einen Fahrplan, auf den sie sich einstellen können.

Niedersachsens Stufenplan im zeitlichen Überblick:

Stufe 1: Mit der letzten Änderung der Verordnung wurde ab dem 6. Mai 2020 Der Übernachtungstourismus für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper zugelassen – zur Eigennutzung.

Stufe 2: Zum 11. Mai 2020 ist der Übernachtungstourismus in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, auf Camping- und Wohnmobilstellplätzen sowie Bootsliegeplätzen wieder möglich. Zur Begrenzung des Gästevolumens ist vorgesehen, dass der „Gästeumschlag“ in Ferienwohnungen und Ferienhäusern nur alle sieben Tage erfolgen darf. Das bedeutet, dass eine Wohnung oder ein Haus innerhalb von sieben Tagen nur einmal vermietet werden darf, auch wenn die Mieter kürzer bleiben. Auf den Campingplätzen gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent.

Gleichzeitig darf zum 11. Mai 2020 die Gastronomie wieder öffnen, allerdings unter strengen Hygiene- und Schutzauflagen und beschränkt auf eine Auslastung von 50 Prozent. Die Anforderungen für ein Hygieneschutzkonzept finden Sie hier (PDF, nicht barrierefrei, 134 KB) . Als Hilfestellung zur Umsetzung der Hygieneauflagen werden den Betrieben die Handlungsempfehlungen des DEHOGA Niedersachsen „Wiedereintritt unter den Bedingungen der CORONA-Krise“, Stand 07. Mai 2020, empfohlen.

Stufe 3: Seit dem 25. Mai 2020 dürfen wieder Gäste in Beherbergungsstätten, ähnlichen Einrichtungen und Hotels beherbergt werden. Es gilt eine Kapazitätsgrenze von 60 Prozent. Auch Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugendbildungsstätten und vergleichbare Einrichtungen dürfen wieder öffnen. Hier dürfen nicht mehr als 60 Prozent der Zahl aller Betten gleichzeitig vermietet werden.

Stufe 4: Ein Termin für diese Stufe steht noch nicht fest, im günstigsten Fall erfolgt eine Ausweitung des Übernachtungstourismus durch weitere Lockerungen.

Stufe 5: Diese Stufe würde die Aufhebung aller Beschränkungen im (Übernachtungs-)Tourismus bedeuten.

Voraussetzung für alle vorsichtigen Lockerungen ist die jeweils aktuelle, positive epidemiologische Lage. Es gelten weiterhin übergeordnet für alle Unternehmen und Einrichtungen die Rechtsverordnungen zu Regelungen des Infektionsschutzes und zum Arbeitsschutz. Einzelbetriebliche Schutzkonzepte müssen vorhanden sein.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Lockerungen in Tourismus und Gastgewerbe.

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