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Das Testfeld Niedersachsen für automatisierte und vernetzte Mobilität

 

Testfeld Niedersachsen – ein wichtiger Schritt zum autonomen Fahren

Ein besonders interessantes Projekt ist das Testfeld „Autonomes Fahren“, welches Ende 2019 fertiggestellt sein wird und sich über das Dreieck Hannover-Salzgitter-Braunschweig/Wolfsburg erstreckt mit einer Gesamtlänge von ca. 280 Kilometern. Es geht, abstrakt gesprochen, um die elektronische Erfassung und Weitergabe von Verkehrszuständen, um damit am Ende eine Steuerung des Verkehrsflusses zu erreichen. Autonomes Fahren bedeutet aber noch mehr: Nachdem bereits vielerlei Assistenzsysteme zum Beispiel für Parken, Bremsen, Stauerkennung und Spurwechsel in Serienfahrzeugen eingesetzt werden, forschen die Hersteller jetzt am teil- oder hochautomatisiertem Fahren - bis hin zum fahrerlosen Auto.

Mithilfe von DLR-Fahrzeugen werden digitale, hochgenaue Karten erstellt. Diese werden den Testfahrzeugen (DLR und auch beteiligte Industriepartner) zur Verfügung gestellt, die diese Streckenabschnitte zu Testfahrten befahren und dabei automatisierte/autonome Fahrsituationen erproben.

Wichtige Ziele am Ende: besserer Verkehrsfluss, mehr Verkehrssicherheit.

Das Testfeld wird in 7 verschiedene Module aufgeteilt (s. Grafik). Zuerst wird beim Testfeld neben dem schon in Betrieb genommen Modul 0, der seit 2014 operativen Anwendungsplattform für Intelligente Mobilität (AIM) in Braunschweig, die Module 1 und 4 ausgebaut, wo das autonome Fahren mithilfe von Kommunikations- und Erfassungstechnik auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie in der Innenstadt erprobt werden kann. Diese Module sollen der Kern des Testfeldes sein, welche voraussichtlich Ende 2019 fertiggestellt sind. Es folgen darauf die Module 2, 3, ,5 und 6, die die Testmöglichkeiten noch einmal erweitern.

Ab Juli 2019 werden zusätzlich insgesamt fünf mobile Aufbauten vorhanden sein, die es ermöglichen die Erfassungs- und Kommunikationstechnik auch außerhalb des Modules 1 und 4 testen zu können.

 
Testfeld "Autonomes Fahren" in Niedersachsen

Kalkuliert wird mit Kosten von fünf Millionen Euro für den Ausbau des Testfeldes, an denen wir uns als niedersächsisches Wirtschaftsministerium mit bis zu 2,5 Millionen Euro beteiligen. Die operative und wissenschaftliche Leitung übernimmt mit dem Braunschweiger DLR ein hoch kompetenter Partner, der bereits viel entsprechendes Know-how gebündelt hat. Weitere Partner sind Volkswagen AG, Continental AG, Siemens AG, Wolfsburg AG IAV GmbH, NordSys GmbH, Oecon Products & Services GmbH; ADAC Niedersachsen / Sachsen-Anhalt e.V.

Durch seinen einzigartigen Charakter, die Kombination aus Erfassungs- und Kommunikationstechnik, und gestützt mit den Erfahrungen aus dem Aufbau von AIM wird das Testfeld Niedersachsen zum Vorreiter beim Testen von vernetzten und automatisierten Fahrzeugen und somit ein wesentlicher Faktor bei der Zukunftssicherung der Automobilregion im Bereich Verkehr und Mobilität.


Ansprechpartner

Michael Schäfer
Tel.: 0511/120-7809
Fax: 0511/120-997809


Helge Pulina
Tel.: 0511/120-7825
Fax.: 0511/120-997825


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