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Handlungskonzept Mittelstand und Handwerk

Arbeitsprogramm der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk


Menschen beim Arbeiten  

Die niedersächsische Wirtschaft ist besonders geprägt durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die einen Anteil von 99,6 % aller niedersächsischen Unternehmen ausmachen. Mehr als 2 Millionen Menschen und damit etwa 70 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in Niedersachsen in KMU tätig. Über 100 000 Auszubildende werden derzeit im Mittelstand in Niedersachsen ausgebildet und legen dort den Grundstein für ihr berufliches Leben. Das stärkt die wirtschafts- und beschäftigungspolitische Bedeutung der KMU auch für die ländlichen Räume.

Der Mittelstand ist damit das Herz und der Motor der Wirtschaftsentwicklung in Niedersachsen, und seine Stärkung steht im besonderen Fokus der Politik der Niedersächsischen Landesregierung.

Diese besondere Bedeutung des Mittelstandes für Niedersachsen wird in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU für 2017 bis 2022 hervorgehoben:

„Der Mittelstandsbeauftragte der Landesregierung soll zusammen mit den zuständigen Akteuren ein umfassendes Handlungskonzept mit konkreten Maßnahmen zur Stärkung von Mittelstand und Handwerk erarbeiten.“ Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Mittelstand als wesentlichen Eckpfeiler des ökonomischen Erfolges Niedersachsens zu bewahren, zu stabilisieren, zu fördern und dessen Zukunftsfähigkeit zu unterstützen.

Mittelstandspolitik ist Querschnittspolitik. In dem vorliegenden Handlungskonzept sind deshalb ressortübergreifend die wichtigsten Maßnahmen der Landesregierung zur Stärkung von Mittelstand und Handwerk enthalten.

Im vorliegenden Konzept wird der Begriff Mittelstand entsprechend der qualitativen Definition des IfM Bonn („Einheit von Eigentum und Leitung“) verwendet. Erfasst werden damit branchenübergreifend wesentliche Bereiche wirtschaftlichen Handelns aus Industrie, Handwerk, Handel, Tourismus und Dienstleistungen.

Das Handwerk ist überwiegend durch kleinbetriebliche Unternehmen gekennzeichnet und regional verankert. Es bildet überdurchschnittlich aus und stellt einen wesentlichen Bestandteil des Mittelstandes dar. Diese besondere Rolle des Handwerks als „Wirtschaftsmacht von nebenan“, die im besonderen Fokus der Politik steht, berücksichtigt das Handlungskonzept ausdrücklich.

Der Mittelstandsbeauftragte der Landesregierung hat zur Erstellung des Handlungskonzeptes mehrere Gespräche mit Vertretern der mittelständischen Wirtschaft in Niedersachsen geführt. Eingebunden waren die Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. (UVN), die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN), die Landesvertretung der Handwerkskammern (LHN) und die Unternehmerverbände des Handwerks (UHN).

Das Konzept enthält die für die mittelständische Wirtschaft besonders bedeutsamen und herausfordernden Themenfelder:

  1. Fachkräftepotenziale
  2. Berufliche Bildung
  3. Digitalisierung
  4. Innovationen und Technologietransfer
  5. Infrastruktur und ländlicher Raum
  6. Gründungen und Start-ups
  7. Bürokratieabbau und E-Government
  8. Verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit
  9. Internationalisierung und Auslandsmärkte
  10. Energiewende und Klimaschutz

Zu diesen Themenfeldern werden in dem Handlungskonzept die aktuellen und zentralen Herausforderungen für Mittelstand und Handwerk beschrieben (I.), der sich daraus ergebende Handlungsbedarf dargestellt (II.) und konkrete Maßnahmen der Landesregierung fixiert, die jeweils geeignet erscheinen, um Mittelstand und Handwerk nachhaltig zu fördern und zu unterstützen (III.).

Im Rahmen eines Fortschrittberichtes wird das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung über die Umsetzung berichten. Zur Erstellung des Berichts werden die Ressorts der Landesregierung sowie die genannten Verbände und Kammern eingebunden. Auch Unternehmerinnen und Unternehmer aus Mittelstand und Handwerk sollen dazu gehört werden.

Das Handlungskonzept Mittelstand und Handwerk finden Sie rechts im Downloadbereich.


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