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Arbeitsförderung in Niedersachsen

Die Fachkräftesicherung für die niedersächsischen Unternehmen, die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen sind für die niedersächsische Landesregierung Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik. Diese Schwerpunkte spiegeln sich in unserer Arbeitsförderung bzw. unseren Arbeitsmarktprogrammen wieder.

Fachkräftesicherung

Ein wesentlicher Baustein zur Fachkräftesicherung ist die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten. Deshalb unterstützen wir in Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" und beteiligen uns an der Finanzierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetztes (AFBG), dem sog. „Aufstiegs-BAföG". Daneben wollen wir mit den Regionalen Fachkräftebündnissen die regionale Fachkräfteversorgung und die dafür notwendigen Strukturen verbessern und gleichzeitig die Ziele und Inhalte der Fachkräfteinitiative Niedersachsen auf der regionalen Ebene verankern.

Auf Bundesebene sollen mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Qualifizierungschancengesetzes (QCG) vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung ausgeweitet und der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Beschäftigte erhalten künftig, auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung, wenn als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf besteht oder die Arbeitsplätze in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind.

Bekämpfung von Arbeitslosigkeit

Ein besonderer Schwerpunkt der niedersächsischen Arbeitsmarktpolitik liegt in der Qualifizierung und beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen sowie Langzeitleistungsbezieherinnen und -beziehern. Dabei arbeitet das Land mit der Arbeitsverwaltung eng zusammen.

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fördern wir mit dem Programm „Qualifizierung und Arbeit" Projekte bei Weiterbildungsträgern mit dem Ziel, Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten durch persönliche Stabilisierung und Qualifizierung nachhaltig und bedarfsdeckend als Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder deren Beschäftigungsfähigkeit wieder herzustellen oder zu verbessern. Im besonderen Fokus steht dabei die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von arbeitsmarktfernen Personen.

Menschen, die auf absehbare Zeit keine Chance auf einen regulären Arbeitsplatz haben, können Unterstützung im Rahmen von öffentlich geförderter Beschäftigung erhalten. Dies eröffnet den Personen zum einen die Möglichkeit sozialer Teilhabe, zum anderen soll langfristig die Beschäftigungsfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt erreicht werden.

Das Landesprogramm wurde durch das neue Teilhabechancengesetz des Bundes abgelöst, das zum 01.01.2019 in Kraft getreten ist. Dadurch werden die Möglichkeiten auf Integration und Teilhabe von Langzeitarbeitslosen noch einmal erheblich ausgeweitet. Mit dem neuen Angebot "Teilhabe für alle" (§ 16i SGB II) ist für besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose eine langfristige Förderung des gezahlten Lohnes für bis zu fünf Jahre und bis zu 100 Prozent der Lohnkosten möglich. Zusätzlich wird eine begleitende Betreuung und Unterstützung für Beschäftigte und Arbeitgeber für den gesamten Zeitraum angeboten. Ebenso wird Qualifizierung unterstützt. Ein zweiter Lohnkostenzuschuss kann im Rahmen des Instrumentes "Eingliederung von Langzeitarbeitslosen" (§16e SGB II) gewährt werden für Personen, die mindestens seit zwei Jahren arbeitslos sind.

Um möglichst vielen Langzeitarbeitslose mit dem neuen Angebot zu erreichen, bedarf es der Unterstützung aller Arbeitsmarktpartner. Das Land, die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen und die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen haben daher in einem gemeinsamen Appell alle Wirtschaftsunternehmen, Kommunen und gemeinnützige Träger aufgerufen, geeignete Arbeitsplätze bereit zu stellen, den Menschen eine Chance zu geben sich als Arbeitnehmer zu bewähren und ihnen eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Durch kluge Arbeitsorganisation können so auch Fachkräfteengpässe abgemildert werden, wenn Fachkräfte durch zusätzliche Helfer Entlastung erhalten. Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den neuen Instrumenten finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).


Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen

Die o. g. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehen allen Erwerbspersonen mit Unterstützungsbedarf, d. h. insbesondere auch für die in Niederachsen aufgenommenen erwerbsfähigen Flüchtlinge offen. Vor dem Hintergrund der starken Fluchtzuwanderung in den letzten zwei Jahren haben wir zur Flankierung unserer zielgruppenübergreifend ausgerichteten Arbeitsmarktprogramme daher weitere Maßnahmen und Initiativen ergriffen, die speziell auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen ausgerichtet sind.


Für die verschiedenen Arbeitsmarktprogramme und Maßnahmen setzten wir jährlich knapp 17 Mio. Euro aus Landesmitteln sowie ESF-Mittel der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 ein. Ferner stehen für Aufstiegsfortbildungen nach dem "Aufstiegs-BAföG" jährlich bis zu 30,8 Mio. Euro Landes- und Bundesmittel zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie rechts in der Infospalte. Einen Überblick über sämtliche Fördermöglichkeiten des Landes finden Sie bei der NBank.





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