Niedersachen klar Logo

Qualifizierung von Beschäftigten

Berufliche Weiterbildung ist sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen von Vorteil. Die Teilnahme von Beschäftigten an (regelmäßiger) beruflicher Weiterbildung sichert ihre langfristige Beschäftigungsfähigkeit. Ferner können durch eine kontinuierliche Teilnahme an Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen die Fähigkeiten und Kompetenzen der Beschäftigten gesteigert und die wachsenden Anforderungen an den einzelnen Arbeitsplatz bewältigt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Qualifizierung von Beschäftigten ein wichtiger Baustein, um den Fachkräftebedarf in Niedersachsen nachhaltig zu sichern. Deshalb unterstützen wir in Niedersachsen im Rahmen der Fachkräfteinitiative die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachen" sowie mit der "Niedersächsischen Weiterbildungsprämie" und beteiligen uns an der Finanzierung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG). Darüber hinaus hat der Bund mit dem Qualifizierungschancengesetzes (QCG) vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung von Beschäftigten ausgeweitet


Weiterbildung in Niedersachsen (WiN)

Wir fördern mit dem Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) die individuelle Weiterbildung von Beschäftigten. Gefördert werden individuelle, am Markt existierende Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte, insbesondere aus kleinen und mittleren Unternehmen. Eine anteilige Förderung können Unternehmen für die berufliche Weiterbildung ihrer Beschäftigten laufend bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen ( NBank) beantragen. Mit einem Zuschuss von bis zu 50 % fördert das Land die Ausgaben für die Qualifizierungen sowie die Personalausgaben für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Maßnahme.


Aktuelle Informationen zum Programm „Weiterbildung in Niedersachsen" finden Sie auf den Internetseiten der NBank, die für die Umsetzung des Programms verantwortlich ist. Wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen oder Hilfestellung bei der Antragstellung benötigen, wenden Sie sich daher bitte direkt an die NBank


Niedersächsische Weiterbildungsprämie

Mit der „Richtlinie zur Gewährung einer Billigkeitsleistung für eine Weiterbildungsprämie für Industrie- und Fachmeisterinnen und Industrie- und Fachmeister mit Ausnahme des Handwerks“ fördern wir ab dem 1. Juli 2020 ergänzend zur Landes-Meisterprämie für das Handwerk alle weiteren Meisterabschlüsse mit einer Weiterbildungsprämie in Höhe von 1.000 Euro.

Die Niedersächsische Weiterbildungsprämie ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung. Insbesondere im Bereich der nicht-akademischen Fach- und Führungskräfte können Qualifizierungsmaßnahmen dabei helfen, Wissenspotenziale in Unternehmen bedarfsgerecht auf- und auszubauen. Die Prämie richtet sich an Absolventinnen und Absolventen, die ihre Meisterprüfung erfolgreich ab dem 1. Juli 2020 ablegen (maßgeblich ist das Datum des Meisterprüfungszeugnisses) sowie ihren Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort seit mindestens sechs Monaten vor der Prüfung in Niedersachsen haben. Die Prämie wird pauschal und einmalig pro Person gewährt.

Zuständig für Beratung, Antragsannahme und Bewilligung der Prämie ist die Investitions- und Förderbank Niedersachsen – NBank. Weitere Hinweise und Fördervoraussetzungen der Weiterbildungsprämie finden Sie auf der Internetseite der NBank.


Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Darüber hinaus finanzieren wir zusammen mit dem Bund das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), das sogenannte „Aufstiegs-BAföG". Hierüber fördern wir Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder langjähriger Berufserfahrung, die sich im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung qualifizieren wollen. Das AFBG erfasst alle Berufsbereiche, unabhängig von der Form der Aufstiegsfortbildung. Dazu gehören z. B. die Fortbildungen zu Erziehern/innen, Meistern/innen, Fachkräften im Sozial- und Gesundheitswesen, Technikern/innen, Fachkaufleuten, Fachwirten/innen oder Betriebswirten/innen.

Die Förderung ist an bestimmte persönliche, qualitative und zeitliche Anforderungen geknüpft. Sie umfasst einen Beitrag zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und kann darüber hinaus auch einen Unterhaltsbeitrag zum Lebensunterhalt enthalten und wird als Kombination aus Zuschuss und Darlehen gewährt.

Seit dem 01.08.2020 gibt es aufgrund der 4. AFBG-Novelle deutliche Verbesserungen der Förderleistungen sowie insgesamt erweiterte Fördermöglichkeiten. Hierfür stehen in Niedersachsen im Jahr 2020 rd. 43 und ab 2021 62 Mio. Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen zum AFBG finden Sie auf den Internetseiten der NBank sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Anträge auf Förderung nach dem AFBG sind bei der NBank zu stellen, sofern Sie Ihren ersten Wohnsitz in Niedersachsen haben. Wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen oder Hilfestellung bei der Antragstellung benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an die NBank.


Qualifizierungschancengesetz (QCG)

Durch das stetige Fortschreiten der Digitalisierung verändern sich zunehmend die Anforderungen an Beschäftigte. Mit dem von der Bundesregierung beschlossenen Qualifizierungschancengesetzes (QCG), das am 01.01.2019 in Kraft getreten ist, sollen vor allem die Möglichkeit zur Weiterbildung ausgeweitet und der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Beschäftigte erhalten künftig, auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung, wenn als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf besteht oder die Arbeitsplätze in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind.

Zudem wird die Weiterbildungsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit, die vor dem Hintergrund des digitalen und demographischen Strukturwandels eine wichtige Rolle spielt, ausgebaut: Mit dem Qualifizierungschancengesetz kann sie Beschäftigte und deren Arbeitgeber noch umfangreicher bei Qualifizierungsmaßnahmen finanziell unterstützen und mit ihrer Arbeitsmarkt- und Weiterbildungsberatung begleiten. Außerdem beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit an den Lohnfortzahlungen für diejenigen, die sich für eine Weiterbildung entscheiden.

Außerdem wird der Zugang zum Anspruch auf Arbeitslosengeld für Kurzzeitbeschäftigte erleichtert. Darüber hinaus werden alle Beitragszahlenden durch die Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung entlastet.

Der Ausbau der Förderung richtet sich auch an diejenigen, die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Darüber hinaus werden die Förderleistungen verbessert: Neben der Zahlung von Weiterbildungskosten werden die Möglichkeiten für Zuschüsse zum Arbeitsentgelt bei Weiterbildung erweitert. Beides ist grundsätzlich an eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber gebunden und in der Höhe abhängig von der Unternehmensgröße.

Weitere Informationen zum QCG finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit.



Qualifizierung von Beschäftigten Bildrechte: auremar - Fotolia.com
weitere Informationen zum Förderprogramm des Landes

weitere Informationen zum "Aufstiegs-BaföG"

weitere Informationen zum "Qualifizierungschancengesetz"

Artikel-Informationen

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln