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Gute digitale Arbeit

Die digitalisierte Arbeitswelt stellt neue Anforderungen an die Qualifikation, die Einbindung einzelner Beschäftigter, die Rolle der Sozialpartner sowie an die Führung und die Personalentwicklung. Mit diversen Studien und Modellprojekten sollen diese Auswirkungen konkreter herausgearbeitet sowie Lösungsansätze für Erwerbstätige, Unternehmen und Bildungsträger entwickelt werden.

Wir unterstützen eine Vielzahl von Projekten, die die Gestaltung guter digitaler Arbeit in Niedersachsen voranbringen sollen:

  • Um die Auszubildenden auf die digitalisierte Berufswelt vorzubereiten, haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Niedersächsische Wirtschaftsministerium gemeinsam an sechs Standorten (Emden, Osnabrück, Neustadt am Rübenberge, Goslar, Lüneburg und Wolfsburg) mit insgesamt elf berufsbildenden Schulen so genannte „Smart Factories" eingerichtet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt diese Projekte mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. Ergebnisse des bis Ende 2019 laufenden dreijährigen Projekts finden Sie hier.
  • Mit einem neuen Lernträger, einem kostengünstigen und simulationsbasierten Smart Factory Modell für das Klassenzimmer, bieten die niedersächsischen berufsbildenden Schulen einen authentischen Zugang zur Digitalisierung der Wirtschaft. Die geringeren Anschaffungskosten der „Smart Factory Modelle“ im Klassenzimmerformat erlauben eine landesweite und großflächige Förderung. Dieser flächendeckende Ansatz ist bundesweit neu und geht über bestehende Modellprojekte hinaus. Ende 2018 haben 24 berufsbildende Schulen durch das Niedersächsische Kultusministerium landesweit die Zusage von jeweils bis zu 36.000 Euro für die Anschaffung von Smart Factory Modellen erhalten. Das Wirtschaftsministerium hat hierfür insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung gestellt.
  • Gemeinsam mit der Demografieagentur zeichnet das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung mit dem Zertifikat Zukunftsfester Betrieb niedersächsische Betriebe und Verwaltungen aus. Bei der Auszeichnung wird zwischen zwei Kategorien unterschieden. Bei der Kategorie „Gute Praxis Digitalisierung“ geht es, unabhängig von Betriebsgröße, Branche oder sonstigen formalen Voraussetzungen, ausschließlich um erfolgreiche, kreative Praxisbeispiele im Hinblick auf das Thema Digitalisierung. Die Kategorie „Sozialpartnerschaftlich die Digitalisierung gestalten!“ richtet sich an Organisationen, die gemeinsam mit den betrieblichen Interessenvertretungen Lösungsansätze und Prozesse verfolgen, die beispielgebend für eine zukunftsfeste und sozialpartnerschaftlich geprägte Organisation sind.
  • Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0“ der AOK-Niedersachsen, bei dem MW zusammen mit MS und BMAS strategischer Partner ist, befasst sich mit betrieblichem Gesundheitsmanagement und Prävention im Rahmen des digitalen Wandels. Bis Oktober 2021 werden in dem dreijährigen Projekt 21 namhafte niedersächsische Unternehmen unterstützt und beraten. Gleichzeitig erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung.
  • Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel haben weitreichende Folgen für den Wertschöpfungs- und Produktionsprozess innerhalb von Unternehmen. Das Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung stellt deshalb im Rahmen einer 24-monatigen Projektförderung bis Ende 2022 rund 200.000 Euro aus Landesmitteln für das Projekt „Gute Arbeit in der Transformation: Mitbestimmung und Qualifizierung“ bereit, um betriebliche Interessenvertretungen auf die Auswirkungen dieser Transformation vorzubereiten. Das Projekt wird unter dem Dach des vom Wirtschaftsministerium bereits geförderten Modellprojekts „Niedersächsischen Zentrums für gute digitale Arbeit und Mitbestimmung“ (ZegdAM) an der HVHS Springe durchgeführt. Weitere Hinweise finden Sie hier.

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