Bode: Land setzt sich weiter intensiv für den Erhalt des CD-Werks in Langenhagen ein
HANNOVER. Das Land setzt sich weiter intensiv für den Erhalt des CD-Werks und der Arbeitsplätze in Langenhagen ein. Wirtschaftsminister Jörg Bode bestätigte entsprechende Presseberichte von heute. "Wir haben für den Standort Langenhagen einen aussichtsreichen Investor gefunden und sind enttäuscht, dass nun scheinbar neue Probleme auftauchen", sagte Bode.
Das Wirtschaftsministerium hatte seit Bekanntwerden der Lohnforderungen durch den amerikanischen Mutterkonzern im Sommer 2009 mit verschiedenen Beteiligten Gespräche geführt, um eine möglichst langfristige Sicherung des Standorts mit einem tragfähigen Geschäftsmodell herbeizuführen. Die ersten Erfolge hatten sich schon eingestellt. Danach steht der US-Konzern mittlerweile einem Verkauf offen gegenüber und wurde zwischenzeitlich mit einem über das Land vermittelten interessierten Investor einig. Der hier ausgehandelte Vertrag würde dem Werk Langenhagen eine langfristige Zukunftsperspektive geben und für die Beschäftigten eine positive Lösung bedeuten. Dem Eigentümerwechsel stehen nun offenbar andere Vertragsauslegungen von Universal Music, dem größten Kunden des Werks, entgegen. Universal Music gilt als Major-Label mit dem größten Anteil am Musikmarkt weltweit und verfügt über die Verwertungsrechte namhafter Künstler wie ABBA, den Rolling Stones oder Elton John.
"Es gibt zu unserem Bedauern nun weitere Fragezeichen, die den Verkauf des traditionsreichen Standorts in Frage stellen. Wir bleiben weiter intensiv am Ball und werden gemeinsam mit der Stadt Langenhagen weiter alles uns mögliche für den Standort mit seinen Beschäftigten tun", so Bode.
Artikel-Informationen
erstellt am:
09.02.2010
zuletzt aktualisiert am:
19.03.2010
