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Ein Jahr im Amt: Wirtschaftsminister Tonne zieht Bilanz und setzt Kurs auf Investitionen, Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit fort

Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, hat heute eine Bilanz seines ersten Amtsjahres gezogen. Im Mittelpunkt stehen milliardenschwere Investitionen in Infrastruktur, Mobilität, Wohnungsbau und Industrie sowie der Abbau bürokratischer Hürden zur Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau.

Tonne: „Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten wichtige Weichen für ein modernes, wettbewerbsfähiges und sozial starkes Niedersachsen gestellt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen investieren wir so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr in Infrastruktur, Mobilität, Wohnraum und industrielle Zukunftstechnologien. Unser Anspruch ist klar: schneller werden, einfacher werden und gleichzeitig gute Arbeit sowie industrielle Wertschöpfung sichern.“

Mit dem Zukunftsprogramm Infrastruktur bringt das Land in den kommenden zehn Jahren rund 1,8 Milliarden Euro zusätzlich auf den Weg. Die Mittel fließen unter anderem in Straßen und Brücken, den Ausbau von ÖPNV und SPNV, die Modernisierung der Häfen, die Wohnraumförderung sowie industrie- und regionalpolitische Maßnahmen.

Auch im öffentlichen Nahverkehr setzt Niedersachsen Rekordinvestitionen um: Das ÖPNV-Jahresförderprogramm 2026 umfasst 110 Millionen Euro Landesmittel und löst Investitionen in Höhe von insgesamt 317 Millionen Euro aus. Gefördert werden unter anderem 567 barrierefreie Haltestellen, 316 neue Busse – darunter 45 Elektrobusse – sowie wichtige SPNV- und Stadtbahnprojekte. Zusätzlich stellt das Land ab 2026 jährlich weitere zehn Millionen Euro zur Unterstützung der kommunalen Aufgabenträger im ÖPNV bereit.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf bezahlbarer Mobilität und Fachkräftesicherung. Mit dem neuen D-Ticket Azubi Niedersachsen erhalten Auszubildende und Freiwilligendienstleistende seit Januar 2026 ein deutlich vergünstigtes Deutschlandticket. In Kombination mit Arbeitgeberzuschüssen kann der Preis auf 31,50 Euro pro Monat sinken.

Auch beim Wohnungsbau setzt das Land auf Beschleunigung und Vereinfachung. Mit dem „Niedersächsischen Weg zum erleichterten und kostengünstigen Bauen“ sollen Planungs- und Bauprozesse vereinfacht und Wohnraum schneller geschaffen werden. Flankiert wird dieser Kurs durch rund 400 Millionen Euro Wohnraumförderung und den Ausbau der Landeswohnungsgesellschaft.

Im Bereich Wirtschaft und Industrie stand insbesondere die Unterstützung energieintensiver Branchen im Fokus. Niedersachsen hat sich auf Bundes- und EU-Ebene unter anderem für wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungen, faire Wettbewerbsbedingungen und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft eingesetzt. Mit Förderungen für Hightech-Inkubatoren und technologieorientierte Startups investiert das Land zudem bis 2029 rund 52,8 Millionen Euro in Innovationen und Zukunftstechnologien.

Tonne: „Niedersachsen ist Industrieland – und soll es auch bleiben. Die Transformation zur Klimaneutralität kann nur gelingen, wenn sie mit Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und guter Arbeit verbunden wird. Genau dafür schaffen wir die Voraussetzungen: mit Investitionen, schnelleren Verfahren und klarer Unterstützung für unsere Unternehmen und Beschäftigten.“

Für die kommenden Jahre kündigte Tonne an, den eingeschlagenen Kurs konsequent fortzusetzen. Geplant sind unter anderem zusätzliche Investitionen in Straßen, Brücken und Straßenmeistereien, weitere Vereinfachungen im Wohnungsbau, die flächendeckende Einführung digitaler Bauleitplanung sowie weitere Maßnahmen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren.


Artikel-Informationen

erstellt am:
20.05.2026

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