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erstellt am:
04.08.2026
Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in Deutschland: Im Projekt GET H2 Nukleus ist heute erstmals erneuerbarer Wasserstoff aus Lingen (Niedersachsen) über eine Wasserstoffleitung bis zum Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen transportiert worden. Damit wird eine der ersten durchgängigen Wasserstoff-Wertschöpfungsketten Deutschlands praktisch erlebbar – von der Erzeugung über den Transport bis zur industriellen Nutzung.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne begrüßt die Entwicklung: „Heute zeigt sich: Wasserstoff ist nicht nur ein Konzept auf dem Papier, sondern erreicht Schritt für Schritt die industrielle Realität. Der erste Transport von erneuerbarem Wasserstoff aus Lingen nach Marl ist ein wichtiger Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in Niedersachsen und Deutschland. Genau diesen Hochlauf brauchen wir, um unsere Industrie klimaneutral aufzustellen, Versorgungssicherheit zu stärken und Wertschöpfung langfristig in Deutschland zu sichern.“
Im Rahmen der laufenden Inbetriebnahme der Elektrolyseanlagen von RWE in Lingen werden derzeit erste Mengen erneuerbaren Wasserstoffs erzeugt. Der Wasserstoff wird über ein rund 120 Kilometer langes Leitungsnetz der Fernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE sowie der Evonik-Tochter SYNEQT zum Chemiepark Marl transportiert und dort industriell genutzt. Teile des Projekts werden durch den Bund sowie die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Rahmen des europäischen Förderprogramms IPCEI Hy2Infra unterstützt.
Minister Tonne: „Niedersachsen hat früh die richtigen Weichen gestellt. Mit unseren leistungsfähigen Energiestandorten, dem hohen Ausbau erneuerbarer Energien, einer starken Industrie sowie umfangreichen Speicher- und Infrastrukturpotenzialen verfügen wir über hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft. Dass erneuerbarer Wasserstoff nun aus Niedersachsen über eine Leitungsinfrastruktur zu industriellen Verbrauchern transportiert wird, zeigt: Unsere Strategie geht auf.“
GET H2 Nukleus steht beispielhaft für den Aufbau einer integrierten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über den Transport bis zur industriellen Nutzung. Dabei werden bestehende Gasinfrastrukturen schrittweise für den Wasserstofftransport umgestellt und zu einer überregionalen Infrastruktur weiterentwickelt.
„Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Transformation energieintensiver Industrien. Projekte wie GET H2 Nukleus zeigen, dass Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit zusammen gedacht werden können. Sie machen deutlich, wie die Transformation gelingt, wenn Unternehmen, Netzbetreiber und Staat gemeinsam Verantwortung übernehmen und konsequent handeln“, so Tonne.
Hintergrund
GET H2 Nukleus ist Teil der Initiative GET H2, in der Unternehmen, Institutionen, Verbände und Kommunen gemeinsam den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland vorantreiben. Ziel ist der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von der Erzeugung über Transport und Speicherung bis hin zur Nutzung in Industrie und Energiewirtschaft.
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erstellt am:
04.08.2026