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erstellt am:
30.09.2026
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne begrüßt die Entscheidung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Befüllung der deutschen Gasspeicher durch das bundeseigene Energieunternehmen Sefe voranzutreiben. Nach Medienberichten hat Reiche das Unternehmen ausdrücklich angewiesen, zusätzliche Gasmengen einzuspeichern. Niedersachsen hatte diesen Schritt angesichts der niedrigen Speicherfüllstände und mit Blick auf den bevorstehenden Winter wiederholt gefordert. Gleichzeitig kritisiert Tonne, dass die Bundesregierung erst jetzt handelt.
Wirtschaftsminister Tonne: „Es ist gut, dass die Bundesregierung jetzt endlich ihrer Verantwortung nachkommt. Niedersachsen hat wiederholt gefordert, dass der Bund die Befüllung der Gasspeicher aktiv vorantreibt. Die Entscheidung ist richtig, sie hätte allerdings viel früher fallen müssen. Denn es geht nicht nur darum, die Gasversorgung im Winter sicherzustellen, sondern auch darum, drastische Preissprünge zu vermeiden. Diese treffen unsere Industrie unmittelbar und kommen mittelfristig auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Dass der Bund jetzt über das bundeseigene Unternehmen Sefe handelt, ist dabei der richtige Weg. So kann Gas flexibel und entsprechend der Marktlage eingekauft werden, ohne bereits jetzt durch staatlich veranlasste Großeinkäufe zusätzliche Preissprünge auszulösen. Entscheidend ist, dass nun schnell und in ausreichendem Umfang eingespeichert wird. Die niedersächsische Gasspeicherinfrastruktur steht bereit, um weitere Füllmengen aufzunehmen.“
Mit der ausdrücklichen Anweisung geht die Bundesregierung über ihre bisherigen Maßnahmen hinaus. Bereits Mitte September hatte Bundeswirtschaftsministerin Reiche Sefe dazu angehalten, zusätzliches Gas zur Befüllung der Speicher einzukaufen. Eine verbindliche Anweisung war damit seinerzeit allerdings nicht verbunden. Vielmehr hatte Sefe ausdrücklich erklärt, die zusätzliche Einspeicherung beruhe auf einer eigenständigen kommerziellen Geschäftsentscheidung des Unternehmens.
Hintergrund:
Deutschland startet mit ungewöhnlich niedrigen Gasreserven in die bevorstehende Heizperiode. Nach Angaben der Bundesnetzagentur waren die deutschen Gasspeicher Ende September lediglich zu 57,6 Prozent gefüllt. Die Füllstände liegen damit deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre.
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erstellt am:
30.09.2026