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erstellt am:
24.09.2026
Die heute vorgestellte Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 zeichnet ein deutlich besseres Bild der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland als noch vor wenigen Monaten. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent und haben ihre Prognose damit spürbar angehoben. Zugleich verweisen sie darauf, dass der Aufschwung weiterhin fragil bleibt und strukturelle Probleme sowie hohe Energiepreise den Standort Deutschland belasten.
Dazu erklärt Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne:
„Die neuen Zahlen stimmen mich vorsichtig optimistisch. Nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation und vieler enttäuschender Konjunkturnachrichten ist das ein erster echter Lichtblick. Die Wirtschaft gewinnt wieder an Dynamik. Gut auch, dass der Mittelstand wieder stärker investiert. Zugleich wird deutlich, was die Erholung bislang maßgeblich trägt: Der Staat investiert in Infrastruktur und Verteidigungsfähigkeit. Das ist gut und muss weitergehen. Gleichwohl müssen jetzt zusätzlich die privaten Investitionen verstärkt werden. Die Bundeswirtschaftsministerin muss dafür endlich die entsprechenden attraktiven Rahmenbedingungen schaffen.“
Aus Sicht des Ministers wäre es daher falsch, aus den verbesserten Prognosen den Schluss zu ziehen, die größten Herausforderungen seien bereits bewältigt. Die Institute machten deutlich, dass die Erholung auf einem wackeligen Fundament stehe und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts weiter gestärkt werden müsse.
„Die Bundesregierung darf sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen. Der Aufschwung muss dauerhaft werden. Dafür müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.“
Entscheidend sei dabei vor allem die Entwicklung der Energiepreise. Niedersachsen erwartet von der Bundesregierung und insbesondere von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zusätzliche Anstrengungen, um die Energiekosten für Unternehmen nachhaltig zu senken.
Tonne betont, dass wettbewerbsfähige Energiepreise eine Grundvoraussetzung für Investitionen und industrielle Wertschöpfung seien. Wer die Industrie im Land halten wolle, müsse den Ausbau der Offshore-Windenergie konsequent vorantreiben, den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen und die dafür notwendige Infrastruktur schaffen.
Tonne: „Sorgen bereiteten mir die Diskussionen über Tempo und Umfang des weiteren Ausbaus von Offshore-Windenergie und Wasserstoffinfrastruktur. Bei diesen Zukunftsprojekten darf es kein weiteres Zögern geben. Niedersachsen wird sich weiterhin für einen ambitionierten Ausbau einsetzen.“
Der jetzt erkennbare Aufschwung könne nur dann dauerhaft und nachhaltig werden, wenn die strukturellen Herausforderungen entschlossen angegangen würden. Bezahlbare Energie, verlässliche Rahmenbedingungen und eine konsequente Investitionspolitik seien dafür unverzichtbar.
„Aus dem heutigen Lichtblick muss eine dauerhafte Erfolgsgeschichte werden. Dafür braucht es mehr Tempo bei Investitionen, mehr Tempo beim Ausbau erneuerbarer Energien und Wasserstoffs und vor allem spürbar niedrigere Energiepreise.“
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erstellt am:
24.09.2026