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Weiterhin elf Strecken im Reaktivierungsverfahren

Minister Tonne: „Wiederinbetriebnahme von Strecken ist Baustein, um die Schiene im Land als einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilitätsträger voranzubringen“


Gestern tagte der im April 2023 gegründete Parlamentarische Lenkungskreis zum Reaktivierungsprogramm des Landes Niedersachsen zum siebten Mal. Geleitet wird das Gremium ab sofort vom neuen Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne. Der Lenkungskreis wurde eingerichtet, um die von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) durchgeführte und fachwissenschaftlich unterstützte Studie konstruktiv zu begleiten.

Tonne: „Die Wiederinbetriebnahme von Strecken ist ein wesentlicher Baustein, um die Schiene im Land als einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilitätsträger voranzubringen. Unser Ziel, möglichst viele geeignete Strecken für den SPNV zu nutzen und so die Menschen im Land an das Netz zu bringen, gilt uneingeschränkt.“

In der Sitzung des Lenkungskreises wurde die Weiterentwicklung von landesweit sechs SPNV-Reaktivierungsprojekten begrüßt, die bereits im Frühjahr allesamt in die nächste Stufe vorgerückt waren:

  • Aurich > Abelitz (> Emden)
  • Bad Bentheim > Gildehaus
  • Bremerhaven > Bederkesa
  • Bremerhaven > Langen
  • Nordenham-Blexen > Nordenham
  • Rheine > Spelle

Diese in der Untersuchung ermittelten Projekte ergänzen die weitgehend bereits in Planung befindlichen SPNV-Reaktivierungsvorhaben:

  • Soltau > Lüneburg
  • Stade > Bremervörde
  • SZ-Lebenstedt > SZ-Lichtenberg
  • BS-Gliesmarode > Wendeburg-Harvesse
  • Helmstedt > Schöningen

Ziel bei allen Strecken ist es, eine Investitionsförderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) des Bundes herzustellen.

Während bei diesen Vorhaben nun in enger Abstimmung zwischen Infrastrukturunternehmen, der LNVG, weiteren Beteiligten und dem niedersächsischen Verkehrsministerium die konkreten Planungen vorangebracht werden, fanden zu den übrigen, noch nicht in der engeren Auswahl befindlichen Projekten bereits diverse Gespräche mit lokalen Akteuren zu möglichen Verbesserungspotenzialen und damit langfristigen Perspektiven statt.

Tonne: „Das Thema Reaktivierungen genießt eine hohe Aufmerksamkeit. Der Austausch im Lenkungskreis hat erneut deutlich gemacht, dass der Infrastrukturausbau nur gemeinsam geht. Um das Schienennetz voranzubringen, brauchen wir das Engagement aller Akteurinnen und Akteure einschließlich der lokalen Öffentlichkeit und des Bundes. Insbesondere in Berlin hoffe ich auf einen hohen Einsatz für den Ausbau der Schieneninfrastruktur und für die Finanzierung des gesamten Schienenpersonennahverkehrs. Die im aktuellen Koalitionsvertrag angekündigte Fortschreibung des GVFG ist eine gute Grundlage, noch weitere SPNV-Reaktivierungen umzusetzen. Wichtig ist auch eine deutliche Aufstockung der für den Betrieb des SPNV nötigen Regionalisierungsmittel.“


Artikel-Informationen

erstellt am:
26.08.2025

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