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A 39: Teilabschnitt in Lüneburg erhält zusätzlichen Fahrstreifen

Minister Lies: „Planer haben gut vorgearbeitet – Autobahn wird sicherer“


Der geplante Teilabschnitt der A 39 zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L216) und Erbstorfer Landstraße wird zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen zusätzlichen Fahrstreifen erhalten. Der bislang vierstreifig geplante Teilabschnitt soll auf einer Länge von vier Kilometern um einen so genannten Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung ergänzt werden, der das Auf- und Abfahren auf die Autobahn leichter und sicherer machen soll. Anlass für die Erweiterung und Überarbeitung der Pläne sind aktuelle Untersuchungen, die in dem betroffenen Bereich von einer höheren Verkehrsdichte ausgehen als ursprünglich angenommen. Für die veränderte Planung liegt dem Land jetzt die Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums vor. Im 1. Quartal 2017 wird der zuständige Geschäftsbereich Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die entsprechend überarbeiteten Pläne der Planfeststellungsbehörde vorlegen, um sie in das laufende Verfahren einzubringen.

Verkehrsminister Lies erklärt dazu:

„Es ist aus meiner Sicht erfreulich und zukunftsweisend, dass wir auf einem wichtigen Abschnitt der A 39 auf veränderte Rahmenbedingungen so reagieren. Mit dem zusätzlichen Verflechtungsstreifen im Lüneburger Abschnitt machen wir die Autobahn sicherer. Und übrigens zeigt die veränderte Planung mit dem zusätzlichen Verflechtungsstreifen einmal mehr, wie dringend notwendig der Bau der A 39 ist. Unsere Planer waren verpflichtet, die neuen Prognosezahlen zu berücksichtigen und haben schon sehr gut vorgearbeitet. Der Baubeginn an diesem Abschnitt kann, wie bisher kommuniziert und vorgesehen, noch 2019 erfolgen. Das sind gute Signale für ein so herausragend wichtiges Projekt wie die A 39. Die Planung für die übrigen Abschnitte bleibt unverändert. Für den südlichsten Planungsabschnitt der A 39 bei Wolfsburg erwarte ich den Planfeststellungsbeschluss im nächsten Jahr und den Baubeginn 2018. Beim letzten von sieben Planungsabschnitten rechnen wir für 2024 mit dem Baustart. Wir bringen die A 39 zügig voran.“

Hintergrund der aktuellen Planänderung ist eine neue Verkehrsuntersuchung für die A 39, die eine so genannte Verflechtungsprognose des Bundesverkehrsministeriums für das Jahr 2030 einbezieht. Für das Jahr 2025 war in diesem Abschnitt der A 39 bislang eine Verkehrsbelastung von 61.300 Fahrzeugen täglich prognostiziert worden. Für das Jahr 2030 wurden jetzt 64.300 Fahrzeuge täglich errechnet, was einer Steigerung um rund fünf Prozent entspricht. Aufgrund der prognostizierten erhöhten Verkehrsbelastung, vielen Anschlussstellen im Bereich Lüneburg und damit auch vielen Auf- und Abfahrten (also Verflechtungsvorgängen) wird der jetzt vorgesehene rund vier Kilometer lange Verflechtungsstreifen aus Gründen der Verkehrssicherheit für notwendig angesehen.

Zur Erläuterung:

Der Verflechtungsstreifen ist grundsätzlich kein dritter Fahrstreifen, sondern dient der Erleichterung der Ein- und Ausfädelvorgänge und wird mit einer so genannten Blockmarkierung von den eigentlichen Fahrstreifen abgesetzt.

Zum Fortgang der Planung:

In dem sich anschließenden Planfeststellungsverfahren erfolgt die öffentliche Auslegung der überarbeiteten Pläne, verbunden mit der Möglichkeit, zu den geänderten Teilen Stellungnahmen abzugeben und Einwendungen zu erheben. Allgemeine Einwendungen gegen die Planung sind nach Behördenangaben dabei nicht mehr möglich. Hier ist das Anhörungsverfahren bereits abgeschlossen. Der weitere Teilabschnitt der A 39 zwischen den Anschlussstellen Erbstorfer Landstraße und B 216 bleibt gegenüber der bisherigen Planung grundsätzlich unverändert.


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Artikel-Informationen

16.09.2016

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Christian Haegele und Sabine Schlemmer-Kaune

Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Pressestelle
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Tel: (0511) 120-5428
Fax: (0511) 120-5772

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