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VBN und Niedersachsentarif vernetzen sich: VBN-Fahrplaner-App wird zu Mobilitätsportal für ganz Niedersachsen und Bremen

Der Staatsekretär Digitalisierung im Wirtschaftsministerium, Stefan Muhle, hat heute gemeinsam mit Andreas Meyer, Geschäftsführer der Niedersachsentarif GmbH (NITAG), Susanne Wecken (LNVG), Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der NITAG und Vertretern des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) die neue FahrPlaner-App für Niedersachsen und Bremen vorgestellt. Diese wurde in den letzten Monaten für Kunden des öffentlichen Nahverkehrs in Niedersachsen und Bremen erweitert.

Staatssekretär Muhle sagte: „Die neue FahrPlaner-App ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Digitalisierung mit intelligenten Systemen zu einem echten Mehrwert bei der Nutzung des Nahverkehrs führen kann. Dass die FahrPlaner-App von der HaCon Ingenieursgesellschaft mbH mit Sitz in Hannover weiterentwickelt wurde, ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft niedersächsischer Unternehmen.“

Die App ist eine Weiterentwicklung der mit über 70.000 registrierten Handy-Ticket-Nutzern schon weit verbreiteten Fahrplaner-App des VBN. Sie ermöglicht Nahverkehrskunden jetzt erstmals eine durchgehende Fahrplan- und Preisauskunft für die gesamte Strecke „von Tür zu Tür“ mit verschiedenen Verkehrsmitteln und über Tarifgrenzen hinweg.

Die gewünschte Fahrkarte kann per Klick in der App gleich als Handy-Ticket dazu gekauft werden. Und auch am heimischen PC kann ein Online-Ticket zum Ausdrucken über den FahrPlaner erworben werden. Die Kaufmöglichkeit gilt zunächst nur für Fahrscheine des Niedersachsentarifs und des VBN. VBN-Geschäftsführer Rainer Counen betonte aber, dass „wir den Weg, uns digital mit weiteren Partnern zu vernetzen, im Sinne der Nutzerinnen und Nutzer weiter gehen und möglichst schnell weitere Verbünde und Unternehmen mit integrieren wollen.“ Er zeigte sich erfreut, „dass unser bewährter VBN-FahrPlaner mit monatlich mehr als 12 Millionen Verbindungsanfragen gemeinsam mit der NITAG zu einem innovativen Mobilitätsportal für ganz Niedersachsen ausgebaut werden konnte“.

Zwar war es schon seit Längerem möglich, über verschiedene Informationsmedien eine verkehrsmittelübergreifende Fahrplanauskunft zu erhalten, beim Gesamtpreis für die gewählte Reiseverbindung war aber in der Regel Schluss. Hier erhielten Fahrgäste bisher nur unvollständige Informationen für einzelne Teilabschnitte.

Weitere Vorteile der neuen App bestehen darin, dass keine Tarifkenntnisse mehr erforderlich sind, ein bequemes Bezahlen ohne Bargeld möglich ist, Fußwege geroutet werden und alle Informationen auch in englischer Sprache verfügbar sind.

Bereits im Dezember 2018 hatte die NITAG für Fahrkarten des Niedersachsentarifs die „Anschlussmobilität“ eingeführt. Seitdem können Kundinnen und Kunden damit an vielen Bahnhöfen den örtlichen Nahverkehr ohne eine zusätzliche Fahrkarte nutzen, egal ob am Start- oder am Zielort. Gleichzeitig wurde die Anerkennung des Niedersachsen-Tickets auf mittlerweile 18 weitere Landkreise ausgeweitet. Somit kann dieses Ticket nun in nahezu ganz Niedersachsen sowie in Bremen und Hamburg auch in Bussen, den Straßen- oder U-Bahnen genutzt werden.

Andreas Meyer, Geschäftsführer der NITAG, betonte: „Vor diesem Hintergrund war es für uns von besonderer Bedeutung, ein Auskunftssystem zu erhalten, mit dem der Fahrgast verlässlich erfährt, ob bzw. bis wohin seine Zugfahrkarte auch über die reine Bahnstrecke hinaus gilt.“ Sollten tatsächlich noch weitere Fahrkarten im Fahrtverlauf erforderlich sein, erhält der Kunde auch hierüber in den allermeisten Fällen eine entsprechende Auskunft. Dies ist aus Sicht der Vorsitzenden der NITAG-Gesellschafterversammlung Susanne Wecken (LNVG) besonders wichtig. „Kunden denken nicht in unterschiedlichen Tarifen. Sie wollen einfach von A nach B fahren und wissen, wie viel sie dafür bezahlen müssen.“

Die Weiterentwicklung des FahrPlaners wurde von den niedersächsischen SPNV-Aufgabenträgern, dem Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr sowie dem Zweckverband Bremen/Niedersachsen (ZVBN) finanziell unterstützt.


Artikel-Informationen

08.04.2019

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher Dr. Eike Frenzel, Pressesprecherin Julia Wolffson

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