Land, Regionalverband und Deutsche Bahn unterschreiben Planungsvereinbarung zur Weddeler Schleife | Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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Land, Regionalverband und Deutsche Bahn unterschreiben Planungsvereinbarung zur Weddeler Schleife

Lies: „Bahn-Nadelöhr wird ausgebaut“


Die Planungen zum zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife werden vom Land, dem Regionalverband und der Deutschen Bahn mit Hochdruck vorangetrieben. In Hannover unterzeichneten heute Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies und Vertreter der Bahn und des Regionalverbandes Großraum Braunschweig eine Finanzierungsvereinbarung. Gemeinsam mit dem Verbandsvorsitzenden des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Detlef Tanke, dem Verbandsdirektor des Regionalverbandes, Hennig Brandes, sowie Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen und dem Leiter für Großprojekte in Norddeutschland der Deutschen Bahn, Frank Limprecht, verständigte sich Minister Lies u.a. auf die Verteilung der Planungskosten in Höhe von 4,25 Millionen Euro.

Die Vereinbarung umfasst die weiteren Planungen der Leistungsphasen 3-4. Das Land und der Regionalverband übernehmen die Kosten der Planung im Verhältnis 75 Prozent zu 25 Prozent. Die DB Netz ist zuständig für die Durchführung der Planung des Vorhabens. Der Abschluss der Planung ist für den 1. Juli 2019, die Inbetriebnahme des zweiten Gleises ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

Minister Olaf Lies zu der Unterzeichnung: „Das Bahn-Nadelöhr zwischen Braunschweig und Wolfsburg wird ausgebaut. Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren wichtigen Meilenstein für den Ausbau der Weddeler Schleife erreicht haben. Mit den Planungen gehen wir ab heute auf die Zielgerade. Dank des zweigleisigen Ausbaus in Kombination mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln, die der Regionalverband seit dem 1. Januar 2017 erhält, werden die Fahrgäste künftig in den Genuss eines Halbstundentaktes zwischen den Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg kommen. Dies wird es für viele Menschen noch attraktiver machen, den Schienenpersonennahverkehr im Osten Niedersachsens zu nutzen."

„Heute ist ein sehr guter Tag für die Mobilität der Menschen im Großraum Braunschweig. Mit dem Planungsvertrag gibt es ab heute absolute Sicherheit zum Bau der Weddeler Schleife", erläuterte Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes Großraum Braunschweig. Verbandsdirektor Hennig Brandes ergänzte: „Mit dem zweiten Gleis können wir endlich den lang ersehnten durchgehenden Halb-Stundentakt auf dieser wichtigen Strecke zwischen den Oberzentren Braunschweig und Wolfsburg fahren. Damit werden wir auch die nötige Fahrplanstabilität haben und unsere Pünktlichkeit weiter steigern. Die vier zusätzlichen neuen Züge und das Geld für die Bestellung der zusätzlichen Betriebsleistung haben wir. Jetzt muss alles daran gesetzt werden, baldmöglich mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Für die DB sagte Ulrich Bischoping, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen: „Die Deutsche Bahn begrüßt das Projekt Weddeler Schleife außerordentlich. Insbesondere für die zahlreichen Pendler ist das Projekt ein wichtiges Bauvorhaben. Ab 2023 steht den Fahrgästen eine attraktive Nahverkehrsverbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg im Halbstundentakt zur Verfügung, die nur mit dem zweigleisigen Ausbau der Weddeler Schleife umgesetzt werden kann."

Zuvor hatte man sich in mehreren Spitzengesprächen über die Finanzierung des rund 150 Millionen Euro teuren Gesamtprojektes verständigt. Konkret ist vorgesehen, dass die Grundfinanzierung über das sogenannte Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gesichert wird. Hierfür finanziert der Bund entsprechend des Nahverkehrsnutzens 60 Prozent der Kosten. Die übrigen 40 Prozent der Nahverkehrskosten werden vom Land bzw. dem Regionalverband Großraum Braunschweig übernommen.

Für die Kostenanteile, die nicht dem Nahverkehrsnutzen zurechenbar sind, hat der Bund in Aussicht gestellt, die Finanzierung zu übernehmen, da durch das zweite Gleis auch der Schienenpersonenfernverkehr und der Güterverkehr profitieren.

Bei der Unterzeichnung im Wirtschaftsministerium.  

Bei der Unterzeichnung im Wirtschaftsministerium.

Artikel-Informationen

08.11.2017

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Christian Haegele und Sabine Schlemmer-Kaune

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