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Zehn Prozent Zuwachs gegenüber 2016: Seehäfen legen bei Umschlag zu

Althusmann: Niedersachsen ist innovativer und international wettbewerbsfähiger maritimer Standort


Erfreulicher Trend für Niedersachsens Seehäfen: Mit einem Umschlag von insgesamt 53,4 Millionen Tonnen verzeichnen die Seehäfen für 2017 einen Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2016 (48,6 Millionen Tonnen). Dabei konnte der Umschlag von Massengütern, wie etwa Rohöl und Kohle, aber auch von Stückgütern und Neufahrzeugen gesteigert werden. Am Containerterminal Wilhelmshaven wurden mit 554.449 TEU 15 Prozent mehr umgeschlagen als im Vorjahr.

Dazu erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann während der heutigen gemeinsamen Jahrespressekonferenz mit Niedersachsen Ports und Seaports of Niedersachsen in Oldenburg: „Niedersachsens Seehäfen verzeichnen insgesamt eine sehr positive Entwicklung. Die Leistungsfähigkeit und die hohen Kundenorientierung der Hafenumschlagsunternehmen tragen dazu bei, dass Niedersachsen ein innovativer, leistungsstarker und international wettbewerbsfähiger maritimer Standort ist, der für die exportorientierte deutsche Wirtschaft eine besondere Bedeutung besitzt. Es zahlt sich aus, dass Niedersachsen gezielt in die Häfen-Infrastruktur investiert."

Mit Blick auf den JadeWeserPort in Wilhelmshaven sagte Althusmann: „Die Kurve zeigt für den JadeWeserPort nicht nur wegen des gestiegenen Umschlags weiter nach oben. Die Entscheidung von VW für den JadeWeserPort belegt, dass wir mit dem Tiefwasserhafen ein zukunftsfähiges Angebot für weltweit führende Containerreedereien wie auch für unsere exportorientierten Unternehmen geschaffen haben. Zu der guten Flächenvermarktung kommen die geplanten Neubauprogramme der Reedereien für weitere Megacarrier und die angekündigten Neueinstellungen bei dem Terminalbetreiber EUROGATE hinzu." Neben der Ansiedlung eines VW-/Audi-Verpackungsbetriebes für Autoteile im Güterverkehrszentrum (GVZ) müsse es gelingen, die Beziehungen zu wichtigen internationalen Containerreedereien weiter auszubauen und neue Linien-Dienste für den JadeWeserPort zu gewinnen.

Hinsichtlich der zweiten Ausbaustufe des JadeWeserPorts sagte der Minister: „Nach erfolgter Bedarfsanalyse zu den Containerumschlagskapazitäten und einer Umweltverträglichkeitsprüfung wollen wir möglichst noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren einleiten. Für die Etablierung des JadeWeserPorts im nationalen und internationalen Seehafenwettbewerb ist eine wettbewerbsfähige Hinterlandanbindung ein wesentlicher Faktor für die Kunden. Wir werden deshalb weiterhin bei DB Netz und dem Bund auf die Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke zum JadeWeserPort in dieser Legislaturperiode hinwirken."

Um die komplexer werdenden Logistikprozesse auf den globalisierten Märkten und die Wertschöpfungsketten zu optimieren, müssten auch die niedersächsischen Seehäfen stärker auf Digitalisierung und neue Kommunikationstechnologien setzen, sagte Althusmann. Die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts werde daher noch in diesem Jahr die Netzanbindung mittels WLan in den Häfen Brake und Wilhelmshaven ausbauen. Zu den zukünftigen Herausforderungen zähle auch der Aufbau einer Infrastruktur für Flüssigerdgas LNG. „Auf dem globalen Gasmarkt spielt LNG zunehmend einer wichtigere Rolle als Pipelinegas. Weltweit sind bereits 36 Länder LNG-Importeure, Tendenz steigend", erklärte Althusmann. Niedersachsen verfüge mit seiner Hafeninfrastruktur, seinen Untergrundgasspeicherkapazitäten und seinem Zugang zu transeuropäischen Gasnetzen über ausgezeichnete Voraussetzungen, um LNG-Importterminals an der Küste zu errichten. Die Landesregierung werde sich bei der neuen Bundesregierung intensiv für ein nachhaltig attraktives Investitionsklima für LNG-Terminals einsetzen. Außerdem würden gemeinsam mit der Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts die Möglichkeiten der Bereitstellung geeigneter Flächen geprüft werden, um privatwirtschaftliche Investitionen zur Verbesserung der LNG-Versorgung in den niedersächsischen Häfen zu unterstützen, sagte der Wirtschaftsminister. „Häfen, Schifffahrt, Schiffbau und maritime Dienstleistungen sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für Niedersachsen - sie sichern Wachstum und Beschäftigung, insbesondere für den Wirtschaftsraum niedersächsische Küste. Es gilt daher, die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen und der gesamten maritimen Wirtschaft weiter zu fördern und auszubauen."

Artikel-Informationen

05.03.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher: Dr. Eike Frenzel und Oliver Wagner

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