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Mit dem 9-Euro-Ticket per IC nach Norddeich! Verkehrsministerium und Deutsche Bahn einigen sich

Althusmann: Guter Kompromiss für eine der zentralen touristischen Verbindungen an die Nordseeküste


Das Niedersächsische Verkehrsministerium und die DB Fernverkehr AG (DB) haben nach intensiven Verhandlungen eine Einigung über die IC-Strecke Bremen-Hauptbahnhof – Norddeich-Mole erzielt. Ab Freitag wird der Abschnitt für alle Inhaber des 9-Euro-Tickets freigegeben.

Die Besonderheit des Streckenabschnitts liegt darin, dass dort abwechselnd der Regionalexpress (RE) und Intercity (IC) verkehren. Die Landesregierung leistet mit dem Land Bremen unabhängig vom 9-Euro-Ticket bereits jährliche Ausgleichzahlungen in Höhe von etwa 2,9 Millionen Euro an die DB, damit Nahverkehrsfahrscheine im IC anerkannt werden. Im dreimonatigen Aktionszeitraum des 9-Euro-Tickets galt diese Anerkennung weiterhin für Bestandskunden und neue Abokunden. Dafür, dass alle Inhaber des 9-Euro-Tickets den IC auf dieser Strecke nutzen können, hatte die DB im Mai eine weitere Ausgleichsleistung in Höhe von 5,24 Millionen Euro verlangt. Dieses Angebot hatte die DB zuletzt – nach intensiven Gesprächen mit dem Verkehrsministerium – auf 2,5 Millionen Euro gesenkt.

Bremen hat sich klar positioniert, für das 9-Euro-Ticket auf diesem Streckenabschnitt keinen Ausgleich an die DB zu zahlen. Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann hatte kürzlich vorgeschlagen, dass Niedersachsen für die Anerkennung des 9-Euro-Tickets auf diesem Streckenabschnitt 1,5 Millionen Euro zahlt. Dieses Angebot hat die DB angenommen. Ab kommenden Freitag (8. Juli) gilt das 9-Euro-Ticket nun für alle Karteninhaber im besagten IC.

Althusmann: „Wir haben hart verhandelt, schließlich wird uns dieses Geld mittelfristig an anderer Stelle für ebenfalls wichtige Landesprojekte fehlen. Dennoch halte ich die Einigung für einen guten Kompromiss, da das 9-Euro-Ticket nun zum Start der niedersächsischen Sommerferien auch auf einer der vielfach von Touristen genutzten Zugverbindungen an die Nordseeküste gilt.“


Artikel-Informationen

erstellt am:
06.07.2022

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