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Niedersachsen plant Einsatz von Brennstoffzellen-Zügen Minister Olaf Lies: „Niedersachsen übernimmt Vorreiterrolle“

Verkehrsminister Olaf Lies hat heute in Berlin auf der Fachmesse für Verkehrstechnik, Innotrans, gemeinsam mit dem Transportvorstand von Alstom eine Absichtserklärung zur Beschaffung von neuen Schienenfahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb unterzeichnet.

Darin verständigen sich das Land Niedersachsen und Alstom darauf, ab dem Jahre 2020 zunächst zehn Triebzüge im Regelbetrieb für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) einzusetzen. Bereits 2018 sollen die ersten zwei Prototypen in Niedersachsen auf den Schienen unterwegs sein.

Verkehrsminister Olaf Lies sagte dazu: „Niedersachsen ist ein innovatives Mobilitätsland. Damit übernehmen wir eine Vorreiterrolle im Schienenverkehr und setzen beim Thema Mobilität auf eine neue, emissionsfreie und nachhaltige Technologie. Ich freue mich, dass es gelungen ist, gemeinsam mit Alstom neue Wege in der Antriebstechnik zu gehen.“

Die Fahrzeuge werden im Kompetenzzentrum für Regionaltriebzüge von Alstom in Salzgitter entwickelt und gefertigt. Bestellt und eingesetzt werden sie von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen. Brennstoffzellen sind einer Batterie ähnliche Stromquellen, in der durch Oxidation von Wasserstoff mit Sauerstoff chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt wird. Brennstoffzellen gelten als besonders umweltschonend und sollen einen hohen Wirkungsgrad haben. Zudem arbeiten Brennstoffzellenanlagen nahezu geräuschlos.

Neben Niedersachsen haben auch Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen ihr Interesse an den in Salzgitter hergestellten Brennstoffzellenzügen bekundet und ebenfalls Absichtserklärungen über die Beschaffung von Zügen unterzeichnet.

„Damit setzen wir Länder ein deutliches Signal und lösen einen Impuls für die Nachfrage nach moderner und sauberer Schienenfahrzeugtechnik aus. Ich freue mich, dass auch der Bund den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie im Schienenverkehr fördert. Von dieser neuen Entwicklung werden nicht nur die Endkunden profitieren, sondern vor allem auch die vielen Beschäftigten bei Alstom in Salzgitter, wo die Schienenfahrzeuge hergestellt werden. Innovative Ideen und Produkte helfen, Arbeitsplätze zu sichern“, sagte Lies.

Alstom ist einer der größten Schienenfahrzeughersteller der Welt und beschäftigt in Niedersachsen an seinem Standort Salzgitter rund 2.800 Mitarbeiter.

Foto  
Wirtschaftsminister Olaf Lies (ganz rechts) bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung in Berlin mit Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachen (1.v.l.), und Henri Poupart-Lafarge, Präsident von Alstom Transpo
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24.09.2014

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