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Indonesien und Vietnam

Orte: Jakarta, Ho-Chi-Minh-City

Leitung der Delegationsreise: Niedersächsische Staatssekretärin für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Daniela Behrens.

In der Zeit vom 02.-08.03.2014 besuchte Staatssekretärin Daniela Behrens mit einer Wirtschaftsdelegation Indonesien und Vietnam. Reisestationen waren Jakarta und Ho-Chi-Minh-City.

Indonesien und Vietnam zählen zu den zehn Staaten der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN), einem Wirtschaftsraum von über 600 Mio. Menschen, der sich zu einem der größten Verbrauchermärkte der Welt entwickelt hat und mit der bevorstehenden Einführung der ASEAN Economic Community in 2015 weiter zusammenwachsen wird.

Indonesien vermeldet seit Jahren beachtliche Wachstumsraten von über 6%. Die größte Volkswirtschaft Südostasiens stellt mit seinen rund 240 Mio. Einwohnern einen gewaltigen Binnenmarkt dar und verfügt sowohl als Absatzmarkt als auch als Investitionsstandort über viele Stärken. Neben dem Marktvolumen zählen hierzu insbesondere eine junge, konsumfreudige Bevölkerung, die makroökonomische Stabilität, eine kostengünstige Lohnfertigung, umfangreiche Rohstoffressourcen und ein hoher Modernisierungsbedarf in der verarbeitenden Industrie.

Auch wenn das Land noch bestehende Marktzugangsbeschränkungen weiter abbauen muss, bieten sich niedersächsischen Unternehmen insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Nachholbedarfs in fast allen Wirtschaftssektoren sowie der zahlreichen Infrastrukturprojekte gute Liefer- und Kooperationschancen auf dem zukunftsträchtigen indonesischen Markt. Geschäfts- und Beteiligungsmöglichkeiten ergeben sich v. a. in den Bereichen Maschinen und Anlagen, Chemie, Medizintechnik, Umwelttechnik, Kfz sowie Elektro- und Elektronikindustrie.

Vietnams Wirtschaft hat 2013 wieder an Stabilität gewonnen. Die im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen in den Bereichen Geld- und Währungspolitik zeigen Wirkung. Weitere Reformen hinsichtlich struktureller Problemfelder wie der schwerfälligen Bürokratie, bisweilen widersprüchlicher Gesetze und Lücken in der Infrastruktur sind angekündigt. In den letzten 10 Jahren ist das BIP um durchschnittlich 6,8% gestiegen, für 2014 sind nach einer vorübergehenden Abkühlung auf Werte um 5% wieder knapp 6% Wachstum prognostiziert.

Deutschland ist für Vietnam der mit Abstand wichtigste europäische Handelspartner, ein Freihandelsabkommen mit der EU wird zur Zeit verhandelt und ist für Ende 2014 avisiert. Vietnam mit seiner jungen, konsumfreudigen Bevölkerung von annähernd 90 Mio. Menschen, einem anhaltend hohen Nachholbedarf, reichen Rohstoffvorkommen und niedrigen Lohnkosten ist sowohl als Beschaffungsmarkt als auch als Absatzmarkt interessant. Das Label „Made in Germany" verhilft hiesigen Unternehmen dabei ebenso zu Wettbewerbsvorteilen wie die historisch bedingt nach wie vor guten Kontakte vieler Vietnamesen nach Deutschland. Die deutschen Lieferungen legen entsprechend weiter zu. Gute Geschäftschancen zeichnen sich für niedersächsische Firmen insbesondere im Bereich der Medizintechnik, der Umwelttechnik, bei chemischen Erzeugnissen, Maschinen und Anlagen sowie Nahrungsmitteln ab.

Im Mittelpunkt der Delegationsreise standen wirtschaftliche und politische Gespräche, Veranstaltungen mit Niedersachsenpräsentationen, Kooperationsbörsen sowie Unternehmensbesichtigungen. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Delegation wurden thematische Schwerpunkte gesetzt, die in den Bereichen Maschinen und Anlagen, Chemie, Medizintechnik, Kfz und/oder Umwelttechnik lagen.

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