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Zahlen und Fakten

Niedersachsen und das Vereinigte Königreich


Ein symbolisches Composing mit der britischen Flagge, dem Union Jack sowie der Europäischen Flagge auf einer Betonwand mit Riss als Symbolbild für den finalen Austritt der Briten aus der EU, der vermutlich am 29. März 2019 erfolgen wird.   Bildrechte: Torsten Sukrow/picture alliance/SULUPRESS.DE

Handel

Für Niedersachsen ist das Vereinigte Königreich einer der wichtigsten Handelspartner: 2019 betrug das Volumen des britisch-niedersächsischen Handels 9,502 Milliarden Euro. Das Vereinigte Königreich belegte damit Rang 6 der wichtigsten Handelspartner für Niedersachsen mit einem Anteil von 5,4 Prozent am Gesamthandelsvolumen.

Exportiert wurden Güter im Wert von 6,122 Milliarden Euro, damit war das Vereinigte Königreich das viertwichtigste Zielland für niedersächsische Exporte. Hauptausfuhrgüter waren PKW und Wohnmobile, Lastkraftwagen und Spezialfahrzeuge, Fleisch und Fleischwaren, Geräte zur Elektrizitätsgewinnung, Papier und Pappe sowie Fahrzeugteile wie Fahrgestelle, Karosserien, Motoren etc.

Der Wert der importierten Güter aus dem Vereinigten Königreich lag bei 3,880 Mrd. Euro, im Importranking belegte das Land 2019 Platz 11 der Ursprungsländer. Haupteinführgüter waren Erdöl und Erdgas, PKW und Wohnmobile, chemische Halbwaren, Fahrzeugteile wie Fahrgestelle, Karosserien und Motoren, Maschinen sowie Waren aus Kunststoffen.

Damit hat die niedersächsische Fahrzeugbranche die stärksten Verflechtungen mit dem Vereinigten Königreich und wird bzw. ist bereits besonders vom Brexit betroffen. Ein umfassendes Handelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ist für Niedersachsen wichtig, um neue Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse, etwa bei Typgenehmigungen von Kraftfahrzeugen und Ursprungsregeln, zu vermeiden. Das gilt auch in weiteren für Niedersachsen wichtigen Sektoren, u.a. im Luftverkehr, im Flugzeugbau, in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, bei Versicherungsdienstleistungen und in der Fischerei.

Weiter müssen Regelungen gefunden werden, um künftig Hürden bei Ausbildung und Studium, der gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen sowie im Arbeits- und Aufenthaltsrecht für Arbeitskräfte zu vermeiden.

Investitionen

Ende 2017 waren laut Bundesbank-Statistik im Vereinigten Königreich 154 Unternehmen aus Niedersachsen tätig und haben mit 27.000 Beschäftigten 29,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Die unmittelbaren und mittelbaren niedersächsischen Investitionen im Vereinigten Königreich lagen 2017 bei 8,4 Milliarden Euro. Andererseits lagen die britischen Direktinvestitionen in Niedersachsen im Jahr 2017 bei 1,7 Milliarden Euro. Die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich beschäftigten im Jahr 2017 in Niedersachsen 11.000 Mitarbeiter in 57 Unternehmen mit 3,2 Milliarden Euro Umsatz.

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