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Die Bedeutung der Automobilindustrie für Niedersachsen

Die Bedeutung der Automobilindustrie für Niedersachsen

Die Automobilindustrie ist die wichtigste Industriebranche in Niedersachsen. In der Summe kann man dem niedersächsischen Automobilcluster rund 250.000 Beschäftigte , deren Tätigkeit direkt oder indirekt von der Kraftfahrzeugherstellung abhängt, zuordnen. Damit ist die Automobilindustrie der größte industrielle Arbeitgeber in unserem Land. Auch bei den Innovationsausgaben nimmt die Branche die Spitzenposition ein: Mit fast 4 Mrd. Euro internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und fast 14.500 Beschäftigten in diesem Bereich im Jahr 2017 besteht ein großer Abstand zu den übrigen Industrie-Branchen und sichert anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg durch Investitionen in die Zukunft.

Die Bedeutung der Automobilindustrie auf die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in Niedersachsen ist ebenfalls sehr groß, reicht die Bandbreite doch von logistischen Dienstleistungen über Finanzdienstleistungen bis hin zum Tourismus.

Neben Europas größtem Autobauer Volkswagen mit Standorten in Wolfsburg, Emden, Braunschweig, Salzgitter und Osnabrück produzieren der Lkw- und Bus-Bauer MAN sowie weitere wichtige Spezialfahrzeughersteller Fahrzeuge in Niedersachsen.

Die Entwicklung der Automobilindustrie in Niedersachsen

Die Automobilwirtschaft befindet sich weltweit in einem tiefgreifenden Wandel, der auch für die Branche in Norddeutschland nicht folgenlos ist. Erhebliche technische Veränderungen, die von den energie- und klimapolitischen Erfordernissen ausgehen, verändern die Rahmenbedingungen der Branche grundlegend.

Für die Landesregierung ist es wichtig, dass Innovation und Internationalisierung in der Automobilindustrie durch die Vernetzung ihrer bestehenden regionalen Branchencluster mit landesweiten und überregionalen Netzwerken, Forschungseinrichtungen, Landesinitiativen und Technologieclustern verstärkt werden.

Deshalb fördert die Niedersächsische Landesregierung insbesondere regionale Automobilcluster.

Strategiedialog Automobilwirtschaft in Niedersachsen

Angesichts der technologischen Umwälzungen im Zuge der Elektromobilität und des damit zusammenhängenden Markteintritts neuer Wettbewerber werden die traditionellen Wettbewerbsstärken der deutschen Automobilindustrie in bisher ungeahnter Weise auf den Prüfstand gestellt. Neue energie- und klimapolitische Rahmensetzungen stellen wesentliche Parameter bisheriger Geschäftsmodelle bei Autoproduzenten und Zulieferern grundsätzlich in Frage. Diese Veränderungen der Mobilität und die damit verbundenen Herausforderungen betreffen das Land Niedersachsen in besonderem Ausmaß. Denn die Automobilwirtschaft ist mit Abstand die wichtigste Industriebranche und Mobilität eines der zentralen Zukunftsthemen des Landes.

Zur Bewältigung dieses Strukturwandels haben die Niedersächsische Landesregierung (Staatskanzlei und Ministerium für Arbeit, Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung), die IG Metall und der Verband der Metallindustriellen Niedersachsen den Strategiedialog Automobilwirtschaft initiiert. Als wichtige industrielle Partner agieren die Volkswagen AG und die Continental AG. Der Strategiedialog hat zur Aufgabe, die Systemtransformation vorrausschauend zu begleiten und zu gestalten, Innovationspotenziale niedersächsischer Unternehmen zu nutzen sowie Beschäftigung und Arbeitsplätze zu sichern. Ziel ist es, die Stärke des Industriestandorts Niedersachsen zu erhalten und auszubauen. Die inhaltliche Arbeit des Strategiedialogs wird in drei themenspezifischen Innovatorenrunden erfolgen. Diese drei Themenblöcke sind:

Innovatorenrunde 1: Technologie, Innovation, Wertschöpfungsketten

Innovatorenrunde 2: Markt und Infrastruktur

Innovatorenrunde 3: Arbeit und Qualifizierung

Die geplante Projektlaufzeit des Strategiedialogs Automobilwirtschaft in Niedersachsen beträgt drei Jahre. In der Auftaktveranstaltung am 10.5.2019 wurden die Schwerpunkte, Arbeitspakete und Termine für 2019 und 2020 festgelegt. Die Mitglieder der drei Innovatorenrunden werden mindestens zweimal pro Jahr auf der Grundlage ausgewählter Fachthemen tagen. Zur Vertiefung von Fachthemen können Unterarbeitsgruppen eingerichtet und zusätzliche Experten und Expertisen eingeholt werden.

Die Zwischenergebnisse der einzelnen Innovatorenrunden aus 2019 und 2020 werden miteinander vernetzt und in einem iterativen Prozess in Abstimmung mit den Initiatoren in Handlungsempfehlungen, Maßnahmen, Projekte, Pilotvorhaben und mögliche Förderprogramme einfließen. Die Zusammenfassung aller Erkenntnisse wird dann in einen Abschlussbericht münden.

Erklärfilm Strategiedialog

Ansprechpartner:

Fr. Recker

IZ Herr Schrader (schrader@nds.de) als Geschäftsstelle des Strategiedialogs


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