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Die Bedeutung der Automobilindustrie für Niedersachsen

Die Bedeutung der Automobilindustrie für Niedersachsen

Nach einer aktuellen, vom BMWi beauftragten Studie kann man dem niedersächsischen Automobilcluster rund 340.000 Erwerbstätige , deren Tätigkeit direkt oder indirekt von der Kraftfahrzeugherstellung abhängt, zuordnen. Hierzu zählen die Erwerbstätigen der Automobilhersteller und anteilig Erwerbstätige aus Branchen, die nur mittelbar in den Produktionsprozess eines Fahrzeugs integriert sind. Sie bilden das erweiterte Wertschöpfungscluster. Hierzu gehören Unternehmen und Erwerbstätige aus anderen Wirtschaftszweigen, wie beispielsweise dem Maschinenbau oder der Metallerzeugung und -bearbeitung etc. Vervollständigt wird das Automobilcluster durch das niedersächsische Kfz-Gewerbe (Handel, Reparatur und Instandhaltung von Kfz) sowie die niedersächsischen Tankstellen. Damit ist die Automobilindustrie durch direkte und indirekte Effekte der größte industrielle Arbeitgeber in unserem Land. Auch bei den Innovationsausgaben nimmt die Branche die Spitzenposition ein: Mit gut 4,3 Mrd. Euro internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und fast 15.800 FuE-Beschäftigten bei den Automobilherstellern im Jahr 2019 besteht ein großer Abstand zu den übrigen Industrie-Branchen und sichert anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg durch Investitionen in die Zukunft.

Die Entwicklung der Automobilindustrie in Niedersachsen

Die Automobilwirtschaft befindet sich weltweit in einem tiefgreifenden Wandel, der auch für die Branche in Norddeutschland nicht folgenlos ist. Erhebliche technische Veränderungen, die von den energie- und klimapolitischen Erfordernissen ausgehen, verändern die Rahmenbedingungen der Branche grundlegend.

Für die Landesregierung ist es wichtig, dass Innovation und Internationalisierung in der Automobilindustrie durch die Vernetzung ihrer bestehenden regionalen Branchencluster mit landesweiten und überregionalen Netzwerken, Forschungseinrichtungen, Landesinitiativen und Technologieclustern verstärkt werden.

Deshalb fördert die Niedersächsische Landesregierung insbesondere regionale Automobilcluster.

Angesichts der technologischen Umwälzungen im Zuge der Elektromobilität und des damit zusammenhängenden Markteintritts neuer Wettbewerber werden die traditionellen Wettbewerbsstärken der deutschen Automobilindustrie in bisher ungeahnter Weise auf den Prüfstand gestellt. Neue energie- und klimapolitische Rahmensetzungen stellen wesentliche Parameter bisheriger Geschäftsmodelle bei Autoproduzenten und Zulieferern grundsätzlich in Frage. Diese Veränderungen der Mobilität und die damit verbundenen Herausforderungen betreffen das Land Niedersachsen in besonderem Ausmaß. Denn die Automobilwirtschaft ist mit Abstand die wichtigste Industriebranche und Mobilität eines der zentralen Zukunftsthemen des Landes.


Strategiedialog

Zur Bewältigung dieses Strukturwandels haben die Niedersächsische Landesregierung (Staatskanzlei und Ministerium für Arbeit, Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung), die IG Metall und der Verband der Metallindustriellen Niedersachsen den Strategiedialog Automobilwirtschaft im Zeitraum Mai 2019 bis Ende 2021 durchgeführt.Als wichtige industrielle Partner agierten die Volkswagen AG und die Continental AG. Der Strategiedialog hatte zur Aufgabe, die Systemtransformation vorrausschauend zu begleiten und zu gestalten, Innovationspotenziale niedersächsischer Unternehmen zu nutzen sowie Beschäftigung und Arbeitsplätze zu sichern. Die inhaltliche Arbeit des Strategiedialogs erfolgte in themenspezifischen Innovatorenrunden. Die Ergebnisse der einzelnen Innovatorenrunden wurden miteinander vernetzt und sind in einem iterativen Prozess in Abstimmung mit den Initiatoren in Handlungsempfehlungen, Maßnahmen, Projekte, Pilotvorhaben und mögliche Förderprogramme eingeflossen. Die Zusammenfassung aller Erkenntnisse ist dann in den Abschlussbericht gemündet.

- Pressemitteilung MW: Abschlusskonferenz

- Website der Automotive Agentur: „Nachlese“ und Abschlussbericht zum Strategiedialog


Aktuelle Transformationsbegleitung

Die Landesregierung stellt zur Unterstützung der Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Automobilindustrie für die Jahre 2022 und 2023 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die geplanten Maßnahmen der Transformationsbegleitung werden insbesondere die meist klein und mittelständisch geprägten niedersächsischen Zulieferunternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Transformation in der Automobilwirtschaft erfolgreich zu meistern. Die operative Umsetzung der Transformationsbegleitung übernimmt die Automotive Agentur Niedersachsen, die seit zwei Jahren erfolgreich am Markt agiert. Das Team hat bereits den Strategiedialog Automobilwirtschaft als Geschäftsstelle begleitet und als Teil der Innovationszentrum Niedersachsen GmbH den Themenkomplex der Mobilität der Zukunft vorangetrieben. Diese Expertise fließt nun in die Transformationsbegleitung ein.


- Aufgaben der Automotive Agentur

- Ansprechpartner/innen bei der Automotive Agentur


Ansprechpartner:

MW: Hr. Marxen

IZ: Frau Dr. Meincke als Geschäftsstelle der Transformationsbegleitung


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