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A-Modell in Niedersachsen

1. Spatenstich für 6-spurigen Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen


HOLLENSTEDT/HANNOVER. Vertreter des Niedersächsischen Verkehrsministeriums haben heute in Hollenstedt gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Tiefensee den 6-spurigen Ausbau der A1 zwischen Hamburg und Bremen gestartet. Damit wird zum ersten Mal in Niedersachsen ein Betreibermodell nach dem privatwirtschaftlichen Ausbauprogramm für Bundesautobahnen, dem so genannten A-Modell, realisiert. Ein privater Auftragnehmer übernimmt dabei im Rahmen des A-Modells an Stelle der öffentlichen Straßenbauverwaltung Ausbau, Erhaltung, Finanzierung und Betrieb dieses Autobahnabschnittes für 30 Jahre.

Nach der A 8 in Bayern und der A 4 in Thüringen ist die A 1 zwischen Hamburg und Bremen die bundesweit dritte Autobahn, die im Rahmen einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit ausgebaut und für einen Zeitraum von 30 Jahren privat erhalten und betrieben werden soll. Die Projektgesellschaft "A1 mobil" hatte am 10. Juni 2008 den Zuschlag zum Bau und Betrieb des 73 Kilometer langen Autobahnstücks erhalten. Die nun in privater Verantwortung liegenden Bau- und Planungsaufgaben umfassen neben der Erweiterung der Strecke auch die Erneuerung von 74 Brückenbauwerken und acht Anschlussstellen sowie umfangreiche Anlagen für Entwässerung, Lärmschutz und Parkplätzen. Nach dem vertraglich vereinbarten Zeitplan übernahm die Projektgesellschaft am 1. September dieses Jahres auch den Betriebsdienst für den gesamten Autobahnabschnitt. Eine neue Autobahnmeisterei wird im Rahmen des Ausbaus in der Börde Sittensen entstehen.

Durch die sofortige, konzentrierte Finanzierung im Rahmen des A-Modells ist die Realisierung des Autobahnausbaus in nur vier Jahren möglich. Die langfristige Übertragung der Verantwortung beim "A-Modell" soll für den Unternehmer Anreize schaffen, um qualitativ hochwertig sowie dauerhaft und erhaltungsfreundlich zu bauen. Bei konventionellen Bauverträgen steht der Unternehmer nur wenige Jahre im Rahmen der Gewährleistung in der Pflicht. Bei diesem PPP-Projekt trägt er 30 Jahre die Verantwortung.

Die Öffnung des Autobahnnetzes für private Konzessionsgesellschaften im Rahmen von Betreibermodellen ist damit eine sinnvolle Alternative zur klassischen Haushaltsfinanzierung. Ein neues Modell für Straßenbau und –unterhaltung ist entstanden, in das die Wirtschaft ihr Potenzial an Fachkunde, Erfahrung und Kreativität optimal einbringen kann.

Zur Refinanzierung wird ein Teil der auf der Strecke anfallenden allgemeinen Maut für schwere Lkw an den Betreiber weitergeleitet. So ist mit dem "A-Modell" der Raum für ein verstärktes privates Engagement entstanden. Private erbringen die kompletten Bauleistungen, die Ausbauplanung- und die Betriebsleistungen.

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Artikel-Informationen

erstellt am:
21.11.2008
zuletzt aktualisiert am:
19.03.2010

Ansprechpartner/in:
Christian Budde

Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Tel: (0511) 120-5426
Fax: (0511) 120-995426

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