Artikel-Informationen
erstellt am:
20.01.2026
zuletzt aktualisiert am:
21.01.2026
Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau einer neuen Hafenstraße zur Anbindung des Deutschen Offshore Industrie Zentrums (DOIZ) in Cuxhaven mit 30 Millionen Euro. Die Förderung stammt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), die hälftig von Bund und Land finanziert wird. Den Förderbescheid hat Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne heute an den Landkreis Cuxhaven überreicht.
Mit dem Projekt entsteht eine kreuzungsfreie Straßenverbindung über eine Brücke, die das Hafen- und Industriegebiet direkt miteinander verbindet. Damit wird eine zentrale Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Standorts geschaffen. Die neue Hafenstraße ist speziell für besonders schwere Großtransporte ausgelegt und kann Lasten von bis zu 5.000 Tonnen aufnehmen – etwa für Bauteile moderner Offshore-Windkraftanlagen.
Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne: „Mit dieser neuen Hafenstraße sichern wir Cuxhavens Rolle als Schlüsselstandort für die Offshore-Windenergie und stärken gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Leistungsfähige Verkehrswege sind die Grundlage dafür, dass Unternehmen investieren, Arbeitsplätze entstehen und die Energiewende gelingen kann. Gerade für die Offshore-Windenergie brauchen wir Häfen, die den technischen Anforderungen der nächsten Jahre gewachsen sind.“
Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt rund 87,9 Millionen Euro. Der Förderanteil des Landes liegt bei 34,12 Prozent. Der Bau ist für den Zeitraum von Juli 2026 bis Dezember 2029 vorgesehen. Zusätzlich hat die Stadt Cuxhaven weitere Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) beantragt.
Cuxhaven nimmt innerhalb der niedersächsischen Hafenlandschaft eine besondere Stellung ein. Mit dem Ausbau der Liegeplätze 5 bis 7 entwickelt sich der Standort zu einem zentralen Bau- und Logistikstandort für Offshore-Windparks. Dieses Vorhaben wird bereits mit rund 200 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund und Land unterstützt. Unternehmen wie Siemens Gamesa sowie weitere Zulieferbetriebe haben den Standort als wichtigen Teil ihrer Produktion und Logistik etabliert.
„Die Investitionen in Cuxhaven sind ein klares Signal für industrielle Stärke, Klimaschutz und gute Arbeit“, so Tonne weiter. „Der Ausbau des DOIZ zeigt, dass Energiewende und wirtschaftliches Wachstum kein Widerspruch sind – insbesondere in den Küstenregionen und im ländlichen Raum.“
Mit der weiteren Entwicklung des DOIZ und der geplanten Erweiterung der Gewerbeflächen rechnet die Region langfristig mit bis zu 2.500 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Neben diesen direkten Effekten werden auch spürbare Impulse für den Wohnungsbau, die kommunale Infrastruktur und Dienstleistungen erwartet.
Der Landkreis Cuxhaven gehört weiterhin zu den besonders förderfähigen Regionen der GRW. Damit erfüllt er die Voraussetzungen für eine gezielte Unterstützung von Infrastrukturprojekten mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung.
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20.01.2026
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21.01.2026