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Niedersachsen vereinbart Digitalpartnerschaft mit Vodafone

Althusmann: „Kommen Gigabit-Land Niedersachsen großen Schritt näher“


Als einen „ganz wichtigen Baustein unseres geplanten Gigapaktes“ hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann die nun vereinbarte Digitalpartnerschaft des Landes mit dem Telekommunikationsunternehmen Vodafone bezeichnet. „Die Investitionen von Vodafone wirken sich unmittelbar positiv auf die digitale Versorgung der Menschen aus. Vodafone macht mit dieser Digitalpartnerschaft deutlich, dass man bereit ist, die digitale Infrastruktur in Niedersachsen zügig und zielgerichtet auszubauen. Mit den getroffenen Verabredungen kommen wir dem Gigabitland Niedersachsen einen großen Schritt näher“, sagt der Minister.

Vodafone-Deutschlandchef Dr. Hannes Ametsreiter sagt: „Unser gemeinsames Ziel ist es, zukunftsfeste digitale Infrastrukturen im Flächenland Niedersachsen zu schaffen. Gemeinsam mit der Landesregierung wollen wir ein Signal setzen und diese Gigabit-Allianz auch mit Leben füllen.“

Vor zwei Wochen hatte die Landesregierung den Masterplan Digitalisierung vorgestellt und dabei ehrgeizige Ziele für den Infrastrukturausbau formuliert. So will das Land unter anderem bis Ende 2020 mindestens 400 Millionen Euro in den Ausbau der Giganetze investieren. Ziel ist die Versorgung aller niedersächsischen Haushalte mit schnellem Internet bis 2025. Zur Verbesserung der Gigabit- und Mobilfunkversorgung sollen mit den Anbietern verlässliche Verabredungen getroffen werden.

Mit der nun vereinbarten Digitalpartnerschaft hat Vodafone zugesagt, bis 2022 mindestens 180 Millionen Euro in Niedersachsen in den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur zu investieren. Vodafone will bis 2022 über sein Kabelnetz rund 65 Prozent aller Haushalte in Niedersachsen mit Gigabitanschlüssen versorgen. Dabei geht es um Bandbreiten von mindestens einem Gigabit. Zudem sollen bis zu 170 Gewerbegebiete von Vodafone an das Gigabit-Netz angeschlossen und die Qualität von Daten- und Telefonverbindungen weiter verbessert werden.

Auch für den Mobilfunk beinhaltet die Digitalpartnerschaft konkrete Ziele: Hier strebt das Land bis Ende 2021 eine flächendeckende Versorgung auf 4G-Standard an. Im Einklang mit diesem Ziel will Vodafone unter anderem bis 2020 rund 700 Basisstationen neu errichten oder um LTE-Standard erweitern, insbesondere auch in Tourismusgebieten und entlang der Bahnstrecken. In Abstimmung mit dem Digitalisierungsministerium will das Unternehmen gemeinsam mit dem Breitbandkompetenzzentrum eine realistische Abbildung der Mobilfunk-Versorgungssituation erarbeiten und für eine kurzfristige und effiziente Versorgung, etwa entlang von Autobahnen, vorübergehend mobile Basisstationen einsetzen.

Minister Althusmann betont die Rolle des Marktes beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, der grundsätzlich Vorrang habe vor dem staatlichem Ausbau: „Um die digitale Spaltung zwischen Stadt und Land zu verhindern, müssen wir in erheblichem Umfang investieren. Ich begrüße daher jedes Engagement des Marktes, das diesem Ziel dient. Den Weg einer verlässlichen Vereinbarung über den künftigen flächendeckenden Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur wollen wir mit allen Akteuren – den Telekommunikationsunternehmen, den Kommunen, den beteiligten Behörden, den Verbänden und der Politik – weiter gehen. Ein wichtiger erster Meilenstein ist mit der nun vorliegenden Vereinbarung gemacht. Ich freue mich, wenn weitere mit anderen Telekommunikationsanbietern folgen.“

Artikel-Informationen

06.09.2018

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher Dr. Eike Frenzel, Pressesprecherin Julia Wolffson

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