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Wirtschaftsministerium will Bergaufsicht optimieren

Althusmann: Emlichheim darf sich nicht wiederholen


Als Konsequenz auf die späte Entdeckung der defekten Einpressbohrung in Emlichheim hat Wirtschaftsminister Bernd Althusmann angekündigt, Aufsicht und Kontrolle der aktiven Erdöl- und Erdgasbohrungen zu intensivieren. Künftig sollen neben der regelmäßigen, stichprobenartigen Befahrung der Betriebe auch eine verstärkte Überprüfung der von den Unternehmen eingesetzten Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagementsysteme vorgenommen werden. Althusmann:„Emlichheim darf sich nicht wiederholen, sonst gerät die Akzeptanz der Bevölkerung für die niedersächsische Erdöl- und Erdgasindustrie in Gefahr.“

Ziel, so Althusmann, müsse es sein, die Risiken möglicher Schadensereignisse an Erdöl- und Erdgasbohrungen zu minimieren. Dabei sind Besonderheiten wie das zunehmende Alter der Förder- und Transportinfrastrukur zu berücksichtigen, sowie die derzeitige Genehmigungspraxis des LBEG und die damit verbundene Definition des Standes der Technik kritisch zu hinterfragen. Das Wirtschaftsministerium hat deshalb die Bergbehörde (LBEG) aufgefordert, den bereits eingeleiteten Prozess zur Optimierung der Bergaufsicht zu beschleunigen und kurzfristig ein verbessertes Konzept zur Überwachung der Erdöl- und Erdgasunternehmen vorzulegen.

Althusmann wird am 16. August (Freitag) die Erkundungsbohrung der Wintershall Dea in Emlichheim besichtigen und sich vor Ort über die inzwischen gesammelten Erkenntnisse zum Schadensumfang informieren.



Artikel-Informationen

13.08.2019

Ansprechpartner/in:
Pressesprecher Dr. Eike Frenzel, Pressesprecherin Annette Schütz

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