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Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe legt erneut zu

Wirtschaftsminister Tonne: „Grund für vorsichtigen Optimismus“


Die jüngsten Wirtschaftszahlen geben nach Ansicht von Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne Grund für vorsichtigen Optimismus. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts haben die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe zum Jahresende bundesweit deutlich angezogen. Demnach stiegen die realen Bestellungen im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich sogar ein Plus von 13,0 Prozent. Auch der Drei-Monats-Trend bestätigt die Erholung: Von September bis Dezember legten die Auftragseingänge um 9,5 Prozent zu.

Vor allem zentrale Industriebereiche verzeichneten deutliche Zuwächse. Die Auftragseingänge bei Metallerzeugnissen stiegen um 30,2 Prozent, im Maschinenbau um 11,5 Prozent. Auch elektrische Ausrüstungen (+9,8 Prozent) und die Elektronikindustrie (+5,7 Prozent) legten kräftig zu.

Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne sieht darin ein wichtiges Signal: „Unsere Industrie hat zum Jahresende spürbar Schwung aufgenommen. Besonders Maschinenbau, Metallerzeugnisse und Elektrotechnik zeigen eine erfreuliche Dynamik. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck wachsender Investitionsbereitschaft – im Inland wie auf den internationalen Märkten. Positive Nachrichten wie diese stärken Vertrauen und schaffen die Grundlage für weitere Investitionen und Beschäftigung.“

Die positive Entwicklung wird sowohl von der Binnen- als auch von der Außenwirtschaft getragen. Die Inlandsaufträge stiegen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 10,7 Prozent, die Auslandsaufträge um 5,6 Prozent, insbesondere durch eine stärkere Nachfrage außerhalb des Euroraums. Dies deutet auf stabilere Lieferketten und eine Belebung wichtiger Exportmärkte hin.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag im Dezember zwar 1,4 Prozent unter dem Vormonat und 1,9 Prozent unter dem Vorjahr. Dies ist jedoch typisch für konjunkturelle Anlaufphasen, da Produktion und Umsatz zeitversetzt auf steigende Bestellungen reagieren.

Minister Tonne verwies darauf, dass sich erste wirtschaftspolitische Maßnahmen bereits bemerkbar machten: Investitionsanreize, die Abschaffung der Gasspeicherumlage und die Senkung der Netzentgelte entlasteten Unternehmen spürbar. Weitere Impulse seien durch die geplante E-Auto-Förderung und die Umsetzung der Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung zu erwarten. „Wir dürfen uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen. Jetzt gilt es, den Reformkurs entschlossen fortzusetzen: ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis, konsequenter Bürokratieabbau, der Deutschlandfonds sowie mehr Investitionsanreize sind zentrale Bausteine, um Wachstum dauerhaft zu sichern. Niedersachsen steht bereit, diesen Weg aktiv mitzugestalten.“

Weitere Infos finden Sie hier.

Artikel-Informationen

erstellt am:
05.02.2026

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